Polnische Streitkräfte
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| Führung | |||
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| Oberbefehlshaber: | Bronisław Komorowski | ||
| Verteidigungsminister: | Verteidigungsminister Bogdan Klich | ||
| Militärischer Befehlshaber: | General Mieczysław Cieniuch | ||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | 150.000[1] | ||
| Wehrpflicht: | Aufgehoben | ||
| Wehrtauglichkeitsalter: | |||
| Haushalt | |||
| Militärbudget: | 10.169 Mrd. $[1] | ||
| Anteil am Bruttoinlandsprodukt: | 1,9 %[1] | ||
| Geschichte | |||
| Gründung: | 1918 | ||
Die Polnischen Streitkräfte (polnisch: offiziell: Siły Zbrojne Rzeczypospolitej Polskiej, inoffiziell: Wojsko Polskie) sind die Streitkräfte Polens. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident Polens, de facto übt der Verteidigungsminister (Minister Obrony Narodowej) aber sowohl Befehls- als auch Kommandogewalt aus.
Der 15. August ist als Tag der Polnischen Armee ein Nationalfeiertag in Polen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die moderne polnische Armee entstand 1918 aus Teilen der Blauen Armee, der Polnischen Wehrmacht, Teilen der vormaligen Österreich-Ungarischen Landstreitkräfte und anderer Einheiten. Im August 1920 überrannte die Rote Armee während des Polnisch-Sowjetischen Krieges weite Gebiete des neuen Staates. Nach dem Sieg Marschall Józef Piłsudskis gegen die Bolschewiken an der Weichsel wurde im Friedensvertrag von Riga am 18. März 1921 Polens Ostgrenze festgelegt, im Vergleich zur Curzon-Linie etwa 250 km östlich.
Der Überfall Deutschlands am 1. September 1939 und der Sowjetunion am 17. September 1939 auf Polen endete mit dem Zusammenbruch der polnischen Front.
- Zur Organisation der Streitkräfte unmittelbar vor Kriegsbeginn siehe den Artikel Polnisches Heer vor dem Zweiten Weltkrieg.
Bereits im September 1939 wurde in Frankreich begonnen, nicht zuletzt aus den Soldaten der polnischen Streitkräfte, die über Rumänien nach Frankreich fliehen konnten, die Polnischen Streitkräfte im Westen zu bilden. Sie bestanden schließlich aus dem 1. und dem 2. Polnischen Korps, der polnischen Kriegsmarine und der Luftwaffe. Diese hatten zunächst nur sehr wenig Material und waren auf Ausrüstung und Versorgung durch die Alliierten, vor allem den Briten angewiesen. In Großbritannien wurde mit der Dywizjon 303 auch eine sehr erfolgreiche Luftwaffeneinheit aufgestellt. Die Polnischen Streitkräfte kämpften auf den Seiten der Alliierten meistens im Verbund mit britischen Streitkräften in vielen Schlachten des Weltkriegs wie beispielsweise der Schlacht um Narvik, der Luftschlacht um England, der Ersten Schlacht um Tobruk, der Operation Market Garden, der Schlacht um Monte Cassino, der Schlacht um Caen, dem Kessel von Falaise, der Schlacht um Breda und der Schlacht um Berlin. Die polnischen Soldaten stellten damit die siebtgrößte Armee der Alliierten.
Am 21. Juli 1944 wurde die Armia Ludowa in die Polnischen Streitkräfte in der Sowjetunion integriert, in „Ludowe Wojsko Polskie“ (Polnische Volksarmee; LWP) umbenannt und bildete bis 1990 unter dem Namen Siły Zbrojne Polskiej Rzeczpospolitej Ludowej die Streitkräfte der Volksrepublik Polen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Polen Mitglied im Warschauer Pakt. Ab 1960 besaß Polen auch 200 Atomwaffen und 70 Startvorrichtungen, die von der Sowjetunion übergeben wurden. Ende der 1960er-Jahre wurden die Waffen an die Sowjetunion zurückgegeben und die UdSSR stationierte ihre eigenen Atomwaffen in Polen.
In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1981 übernahmen das Militär und Sicherheitsorgane die Macht in Polen, General Wojciech Jaruzelski verkündete in einer Fernsehansprache die Verhängung des Kriegszustandes.
Der Warschauer Pakt wurde am 1. Juli 1991 offiziell aufgelöst, die in Polen stationierten sowjetischen Truppen wurden abgezogen.
Im März 1999 trat Polen der NATO bei, nachdem es seit 1994 in deren Programm „Partnerschaft für den Frieden“ mitgearbeitet hatte. Neben den regulären Streitkräften gibt es große paramilitärische Einheiten wie etwa die Grenztruppen oder die Militärgendarmerie. 1997 leitete die Regierung ein umfassendes Modernisierungsprogramm für die Streitkräfte ein. Polen zog im Dezember 2008 das letzte Mal Wehrpflichtige ein.[2] Seit August 2010 ist die Armee eine reine Berufsarmee.[3]
[Bearbeiten] Auslandseinsätze
Insgesamt sind bei Auslandseinsätzen der polnischen Streitkräfte seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 79 Soldaten ums Leben gekommen. (Stand: Februar 2009)
- Afghanistan: ISAF 2600 Soldaten (s.a.: Polnische Beteiligung am Krieg in Afghanistan)
- Irak
- Kosovo: KFOR 320 Soldaten
- Bosnien: EUFOR 205 Soldaten
[Bearbeiten] Organisation und Struktur
- Heer (Wojska Lądowe)
- Marine (Marynarka Wojenna)
- Luftstreitkräfte (Siły Powietrzne)
- Spezialkräfte (Wojska Specjalne)
Des Weiteren gibt es die Polnische Militärpolizei (Żandarmeria Wojskowa) und seit 2010 die Nationalen Reservekräfte (Narodowe Siły Rezerwowe) als eigenständige Teile der Streitkräfte.
[Bearbeiten] Truppenstärke und Ausrüstung
Die Angaben beziehen sich auf den Stand vom 12. November 2009.
- Truppenstärke
- Ausrüstung
[Bearbeiten] Literatur
- Heeresgeschichtliches Museum Wien (Hrsg.): Von Söldnerheeren zu UN-Truppen. Heerwesen und Kriege in Österreich und Polen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Wien 2011, ISBN 978-3-902551-22-1.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Website des Verteidigungsministeriums
- Website des Polnischen Heeres
- Website der Polnischen Luftwaffe
- Website der Polnischen Marine
- Website der Polnischen Militärpolizei
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c Financial and Economic Data Relating to NATO Defence. Press Release Communique PR/CP(2009)009, NATO Public Diplomacy Division, 19. Februar 2009 (PDF, 128kB)
- ↑ Koniec służby zasadniczej – Oto ostatni rekrut w Polsce. Dziennik, 2. Dez. 2008 (WebCite)
- ↑ Polskie Radio, Die polnische Armee besteht nur noch aus Berufssoldaten 3. August 2010
- ↑ a b c d Polnisches Verteidigungsministerium. Kadry, abgerufen 4. Januar 2010, (WebCite)
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1 unterhält offiziell keine eigenen Streitkräfte