Sonnar

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frühes Sonnar 1:1,5 50 mm für Kleinbild
Rollei 35S mit Sonnar 1:2,8 40 mm
modernes Sonnar 1:2,8 40 mm für Kleinbild

Sonnar ist eine Marke für eine Serie von fotografischen Aufnahmeobjektiven (auch Fachobjektive) der Firma Carl Zeiss[1]. Namhafte Kamerahersteller wie Hasselblad, Rollei und Linhof führen bzw. führten Sonnar-Objektive in ihrem Angebot.

Ursprung des Namens war ein 1924 erschienenes, ziemlich unbekannt gebliebenes Objektiv der Contessa-Nettel AG, die 1926 in der Zeiss Ikon AG aufging. Berühmt wurde die Bezeichnung „Sonnar“, da sie für einen damals neuen Objektivtyp übernommen wurde, den Ludwig Bertele als Zeiss-Optikkonstrukteur ab ca. 1930 aus dem Ernostar-Typ (Triplet-Variante) für die Messsucher-Contax entwickelte. Dieser klassische Sonnar-Typ bis zur Öffnung 1 : 1,5 bestand aus 4 bis 7 Linsen in 3 Gruppen, wodurch unerwünschte Linsenreflexe vergleichsweise gering blieben, denn an den verkitteten Flächen wird weniger Licht reflektiert. Die Vergütung war damals noch nicht erfunden.

Dieser Objektivtyp erwies sich als sehr leistungsfähig und erfolgreich und wurde nach 1945 auch von anderen Herstellern nachgebaut und modifiziert, besonders in der Sowjetunion („Jupiter“) und in Japan. Unter den verschiedenen Weiterentwicklungen des Triplets zählt das Sonnar zu den besten, aber auch teuersten. Neuere Sonnare seit den 1960er Jahren bestehen zum Teil aus 4 oder 5 Linsen in 4 Gruppen, ähnlich dem Ernostar-Typ, z. B. das Sonnar 2,8/40 der Rollei 35 S. Unter dem Namen Vario-Sonnar hat Zeiss auch Zoomobjektive angeboten, was eine grundlegende Änderung der optischen Konstruktion erforderte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Markenregister

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Artikel zu Geschichte und Entwicklung des Sonnars