St. Oswald (Niederösterreich)

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St. Oswald
Wappen von St. Oswald
St. Oswald (Niederösterreich) (Österreich)
St. Oswald (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Melk
Kfz-Kennzeichen: ME
Fläche: 31,97 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 15° 2′ O48.26666666666715.036111111111658Koordinaten: 48° 16′ 0″ N, 15° 2′ 10″ O
Höhe: 658 m ü. A.
Einwohner: 1.121 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 35 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3684
Vorwahl: 07415
Gemeindekennziffer: 3 15 41
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sankt Oswald 41
3684 St. Oswald
Website: www.stoswald.com
Politik
Bürgermeister: Rosemarie Kloimüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ
Lage der Gemeinde St. Oswald im Bezirk Melk
Bergland Artstetten-Pöbring Bischofstetten Blindenmarkt Dorfstetten Dunkelsteinerwald Emmersdorf an der Donau Erlauf Golling an der Erlauf Hofamt Priel Hürm Kilb Kirnberg an der Mank Klein-Pöchlarn Krummnußbaum Leiben Loosdorf Mank Marbach an der Donau Maria Taferl Melk Münichreith-Laimbach Neumarkt an der Ybbs Nöchling Persenbeug-Gottsdorf Petzenkirchen Pöchlarn Pöggstall Raxendorf Ruprechtshofen St. Leonhard am Forst St. Martin-Karlsbach St. Oswald Schollach (Niederösterreich) Schönbühel-Aggsbach Texingtal Weiten Ybbs an der Donau Yspertal Zelking-Matzleinsdorf NiederösterreichLage der Gemeinde St. Oswald (Niederösterreich) im Bezirk Melk (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Oswald[1] (auch Sankt Oswald) ist eine Gemeinde mit 1121 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Melk in Niederösterreich.

Geographie[Bearbeiten]

St. Oswald liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 32,12 Quadratkilometer. 51,44 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Fünflingeramt (177)
  • Loseneggeramt (119)
  • St. Oswald (364)
  • Stiegeramt (229)
  • Urthaleramt (234)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Fünfling, St. Oswald und Stiegeramt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Dorfstetten
Waldhausen (Oberösterreich) Nachbargemeinden Yspertal
Nöchling Hofamt Priel

Geschichte[Bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Kaiser Otto III. schenkte im Jahr 998 seinem Vettern Herzog Heinrich von Bayern sein Eigengut Nochilinga. Dieses Gebiet umfasst die heutigen Gemeindegebiete von Dorfstetten, Nöchling, St. Oswald und Yspertal. Die Schenkungsurkunde spricht von Feldern, Gebäuden und Mühlen, die in diesem Gebiet bereits vorhanden waren. Somit gehört die Region des südwestlichen Waldviertels zu den ältesten besiedelten Teilen Österreichs. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1134 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1116 Einwohner, 1981 1165 und im Jahr 1971 1158 Einwohner.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
65,61 %
(+6,67 %p)
34,39 %
(-6,67 %p)
2005

2010


Der Gemeinderat hat 19 Sitze, Bürgermeister der Gemeinde ist Ignaz Leonhartsberger, Amtsleiter Johann Wimmer.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 11 und die SPÖ 8 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ zwei Sitze an die ÖVP.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in St. Oswald

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Totenkopfstein
Totenkopfstein

Im Felsgeklüft ein totenkopfähnliches Gebilde, nach Norden schauend, wo nach dem Glauben der Germanen das Totenreich und die Götterburg lagen.

Dieser Stein scheint auch die Menschen lange vor uns fasziniert zu haben. Auf seiner Kuppe ist ein viereckiger Sitz eingeschnitten, der in diesem Falle keine Auswaschung sein kann, sondern Menschenwerk ist.

Herzstein

Der etwa fünf Meter hohe und einem aufgestellten Menschenherzen verblüffend ähnelnde Felsen steht inmitten von meterhohem Heidegras. An seiner Auflage wurde ein kleiner schon bestehender Spalt erweitert, sodass nun auch ein Mensch durchkriechen kann. Solches Durchkriechen durch besonders markante Engstellen war einst ein Kultbrauch, der helfen sollte, körperliche Leiden abzustreifen. Auffallend ist, dass das Herz (wie bei den anderen alten Kultstätten) verkehrt steht. Es hat auch mit dem Menschenherzen nichts zu tun, sondern stellt eine weibliche Doppel-Kultstätte dar, nämlich Mutterbrust und Mutterschoß. Dieses Kultsymbol findet man im Waldviertel sehr häufig.

Sport[Bearbeiten]

Neben dem Sport- und Kulturverein St. Oswald sorgt die Sportunion mit den Sektionen Tennis, Stockschützen, Turnen und Beachvolleyball für sportliches Leben in St. Oswald.

Vereine[Bearbeiten]

Der Verein für Hilfe bei Brandfällen „Nebenleistung ist eine Selbsthilfeorganisation in Raum St. Ostwald, die bei Brandfällen in der Region in Form von Arbeitsleistungen, in Naturalien oder in finanzieller Form Hilfe leistet. Diese besondere Form der Nachbarschaftshilfe wurde 2010 zum Immateriellen Welterbe, wie es die UNESCO deklariert, in der Österreichliste (Nationales Kulturgut) erklärt.[4]

Folgende weitere Vereine sind in St.Oswald aktiv:

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Rotes Kreuz St. Oswald
  • Musikverein St. Oswald
  • Freunde des Musikvereins
  • Landjugend
  • Sport- und Kulturverein St. Oswald
  • Sportunion bestehend aus:
    • Rauschenbären (Maxi-Rennen)
    • Großhupfa (Hobby Fußball)
    • Tennis
    • Stockschützen
    • Turnerinnen
    • Beachvolleyball
  • NÖ Bildungs- und Heimatwerk
  • Bäuerinnenchor
  • Kameradschaftsbund
  • Schützenverein
  • Kneippverein

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 32, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 120. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 510. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,32 Prozent.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Oswald (Lower Austria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt im Gesetz über die Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden LGBl.Nr.1030–94 vom 9. Dezember 2011 und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010
  4. Verein für Hilfe bei Brandfällen "Nebenleistung". nationalagentur.unesco.at