The Rake’s Progress

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Werkdaten
Titel: Der Wüstling
Originaltitel: The Rake’s Progress
Originalsprache: Englisch
Musik: Igor Strawinski
Libretto: W. H. Auden und Chester Kallman
Uraufführung: 11. September 1951
Ort der Uraufführung: Teatro La Fenice, Venedig
Spieldauer: ca. 2 3/4 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: England, 18. Jahrhundert
Personen
  • Trulove (Bass)
  • Anne, seine Tochter (Sopran)
  • Tom Rakewell (Tenor)
  • Nick Shadow (Bariton)
  • Mutter Goose (Alt)
  • Baba, genannt die Türkenbab (Mezzosopran)
  • Sellem, Auktionator (Tenor)
  • Wärter des Irrenhauses (Bass)
  • Chor: Diener. Dirnen und grölende Burschen. Bürger. Irre

The Rake’s Progress ist eine Oper in drei Akten von Igor Strawinski.

Das Libretto stammt von W. H. Auden und Chester Kallman. Als Vorlage zu dieser Oper diente die Gemälde- und Kupferstichserie A Rake’s Progress („Der Werdegang oder Lebenslauf eines Wüstlings“) des englischen Malers William Hogarth.

Stilistische Stellung[Bearbeiten]

Die Handlung enthält Anspielungen auf verschiedene bekannte Opern und Motive:

Ein junger Mann, der in der großen Stadt sein Erbe antritt und seine Geliebte vergisst (Le Villi von Giacomo Puccini); ein Gebet mit Hornklängen, das an Fidelio erinnert; das Faustmotiv; der Gedanke des Übermenschen; der Gang in die Hölle, um den Geliebten mit Gesang zu erlösen (Orpheus), sowie Venus und Adonis.

Das Werk bildet den Höhepunkt in Strawinskis neoklassizistischer Periode.

Entstehung[Bearbeiten]

Anlässlich eines Ausstellungsbesuchs im Chicago Art Institute begegnete Strawinski am 2. Mai 1947 dem Gemäldezyklus A Rake’s Progress von William Hogarth. Die acht Kupferstiche mit ihrer realistisch genauen Darstellung der Londoner Casinos, Bordelle und Irrenhäuser inspirierten ihn zur Komposition der Oper The Rake’s Progress.

Sowohl in Hogarths Bildserie als auch in Strawinskis Oper wird die Geschichte des Lebemanns Tom Rakewell erzählt, der sein Geld verspielt, Frauen vernascht, sich und seine Mitmenschen ruiniert und schließlich in der Psychiatrie landet. Hogarths Kupferstichserie erschien 1735, nachdem kurz zuvor acht Gemälde entstanden waren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Kloiber, Wulf Konold, Robert Maschka: Handbuch der Oper. Neuausgabe. 11., durchgesehene Auflage. Bärenreiter/dtv, Kassel u. a./München 2006, ISBN 3-423-34132-7.

Weblinks[Bearbeiten]