Tom Kühnhackl

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DeutschlandDeutschland Tom Kühnhackl Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 21. Januar 1992
Geburtsort Landshut, Deutschland
Größe 189 cm
Gewicht 83 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Rechter Flügel
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 2010, 4. Runde, 110. Position
Pittsburgh Penguins
Spielerkarriere
2007–2010 EV Landshut
2010–2011 Windsor Spitfires
2011–2012 Niagara IceDogs
seit 2012 Wilkes-Barre/Scranton Penguins

Tom Kühnhackl (* 21. Januar 1992 in Landshut) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit 2012 bei den Wilkes-Barre/Scranton Penguins in der American Hockey League unter Vertrag steht. Kühnhackl hat im Juniorenbereich mehrfach für die deutsche Nationalmannschaft bei internationalen Turnieren gespielt. Seit seinem 16. Lebensjahr kommt er bereits regelmäßig im Profibereich zum Einsatz, sowohl in der Zweiten Liga als auch in der DEL.

Kühnhackl ist eines von drei Kindern des ehemaligen deutschen Eishockeyspielers und Mitgliedes der IIHF Hall of Fame, Erich Kühnhackl.

Karriere[Bearbeiten]

Nachdem Kühnhackl in der Saison 2007/08 im DNL-Team des EV Landshut in 33 Spielen 42 Scorerpunkte verzeichnen konnte, wurde er vom damaligen Trainer Mike Bullard zur Vorbereitung auf die Saison 2008/09 in die Profimannschaft berufen. Nach einer guten Leistung in den Vorbereitungsspielen schaffte er den Sprung ins Profiteam, wobei er während der Saison auch im DNL-Team aushalf. Kühnhackl spielte darüber hinaus in der U17-Nationalmannschaft.

Am 20. März 2009 erhielt er im Rahmen des Play-off-Spiels gegen den EV Ravensburg den Alois Schloder-Pokal als bester Nachwuchsspieler der Saison 2008/09. Während des CHL Import Draft wurde Kühnhackl an 24. Stelle von den Verantwortlichen der London Knights aus der Ontario Hockey League ausgewählt. Diese gaben die Transferrechte des Deutschen jedoch direkt an den Ligakonkurrenten Windsor Spitfires ab. Außerdem spielte Kühnhackl bei der U18-Junioren-A-Weltmeisterschaft 2009 für das deutsche Team.

Mitte Juli 2009 wurde Kühnhackl mit einer Förderlizenz ausgestattet, mit der er neben seinem Zweitliga-Stammverein Landshut Cannibals auch für die Augsburger Panther aus der Deutschen Eishockey Liga spielberechtigt war. Während der Saison 2009/10 spielte Kühnhackl hauptsächlich für die Cannibals und konnte die guten Leistungen aus der Vorsaison bestätigen. Bei den Augsburger Panthern kam er darüber hinaus auch erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz und verzeichnete vier Einsätze. Daneben trat er erneut für die deutsche Nationalmannschaft bei der U18-Junioren-B-Weltmeisterschaft 2010 an. Nach Ablauf der Saison wechselte Kühnhackl nach Nordamerika in die kanadische Juniorenliga OHL zu den Windsor Spitfires.[1]

Der talentierte Rechtsaußen wurde im Central Scouting Report in der Kategorie der internationalen Nachwuchsspieler an achter Stelle eingestuft. Am 26. Juni 2010 wurde der Linkshänder in der vierten Runde an 110. Stelle des NHL Entry Draft 2010 von den Pittsburgh Penguins ausgewählt. Laut kanadischer Fachzeitschrift The Hockey News zählt Kühnhackl zu den fünf besten Spielern seines Jahrgangs, die erst an hinterer Stelle gedraftet wurden, obwohl sie vermutlich genug Talent für eine erfolgreiche NHL-Karriere besitzen.[2] In diesem Sinne sei Kühnhackl als „Draft-Schnäppchen“ zu begreifen, da er für einen so spät gezogenen Spieler relativ begabt sei.[3] Am 22. März 2011 unterzeichnete er einen Dreijahres-Einstiegsvertrag bei den Pittsburgh Penguins.[4] In den Play-offs der OHL-Saison 2010/11 erreichte Kühnhackl mit den Spitfires das Finale der Western Conference, in dem das Team gegen den späteren Meister Owen Sound Attack ausschied. Tom Kühnhackl war dabei mit 23 Scorerpunkten drittbester Play-off-Scorer, hinter Owen Sounds Robby Mignardi und Joey Hishon.

Die Saison 2011/12 begann Kühnhackl wiederum bei den Windsor Spitfires in der OHL, die ihn am 2. November 2011 gemeinsam mit einem Zweitrunden-Wahlrecht im CHL Import Draft 2013 im Austausch für Phillip De Giuseppe, Jaroslav Pavelka, Niagaras Zweitrunden-Wahlrechte im CHL Import Draft 2012, 2014 und 2015 sowie dem Erstrunden-Wahlrecht im CHL Import Draft 2013 zu den Niagara IceDogs transferierten.[5] Am 4. November 2011 checkte der deutsche Außenstürmer bei seinem zweiten OHL-Einsatz für die IceDogs in einer Partie gegen die Kitchener Rangers den gegnerischen Verteidiger Ryan Murphy hart. Durch die Aktion erlitt Kühnhackls Gegenspieler eine Gehirnerschütterung. Als Konsequenz erhielt der Stürmer im Spiel eine Fünf-Minuten und eine Spieldauer-Disziplinarsstrafe, nach dem Spiel wurde Kühnhackl bis auf unbestimmte Zeit vom Spielbetrieb der OHL ausgeschlossen. Am 8. November 2011 wurde schließlich die Entscheidung der Liga bekanntgegeben, eine Sperre von 20 Spielen für die laufende Saison zu verhängen.[6] Auf der Liga-Website wurde am Tag der Sperre ein Video veröffentlicht, das die Spielsituation zeigt und die Faktoren für die gewählte Sperre darstellt.[7]

2012 wechselte Kühnhackl zu den Wilkes-Barre/Scranton Penguins aus der American Hockey League. Zusätzlich zu den Spielen in der AHL wurde der Stürmer dort auch im Farmteam Wheeling Nailers in der ECHL eingesetzt. Am 2. Dezember 2012 erlitt er eine Schulterverletzung, die gleichzeitig das Saisonende bedeutete.[8]

Kühnhackl gibt neben seinem Vater den kanadischen Mittelstürmer Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins als sein großes Vorbild an.[9]

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2007/08 EV Landshut DNL 30 21 20 41 102 3 1 0 1 2
2008/09 EV Landshut DNL 6 4 3 7 31 7 5 5 10 27
2008/09 Landshut Cannibals 2.BL 42 11 10 21 34 6 1 0 1 6
2009/10 Landshut Cannibals 2.BL 38 12 9 21 38 6 0 0 0 2
2009/10 Augsburger Panther DEL 4 0 0 0 0
2010/11 Windsor Spitfires OHL 63 39 29 68 47 18 11 12 23 10
2011/12 Windsor Spitfires OHL 4 1 3 4 6
2011/12 Niagara IceDogs OHL 30 7 18 25 29 20 6 5 11 14
2012/13 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 11 2 2 4 6
2012/13 Wheeling Nailers ECHL 2 1 0 1 2
2013/14 Wilkes-Barre/Scranton Penguins AHL 48 8 2 10 22 1 0 0 0 0
2013/14 Wheeling Nailers ECHL 16 7 7 14 12 10 6 0 6 6
DNL gesamt 36 25 23 48 133 10 6 5 11 29
2. Bundesliga gesamt 80 23 19 42 72 12 1 0 1 8
DEL gesamt 4 0 0 0 0 0 0 0 0 0
OHL gesamt 97 47 50 97 82 38 17 17 34 24
ECHL gesamt 18 8 7 15 14 10 6 0 6 6
AHL gesamt 59 10 4 14 28 1 0 0 0 0

International[Bearbeiten]

Vertrat Deutschland bei:

Jahr Team Veranstaltung GP G A Pts PIM
2008 Deutschland WHC-U17 5 4 1 5 2
2009 Deutschland WHC-U17 5 4 3 7 2
2009 Deutschland WJC-U18 6 1 1 2 4
2010 Deutschland WJC-U18 Div. I 5 4 2 6 2
2011 Deutschland WJC-U20 6 1 0 1 16
Junioren gesamt 27 14 7 21 26

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. sport1.de, Kühnhackl greift in Kanada an
  2. forecaster.thehockeynews.com, Draft Sleepers
  3. thehockeynews.com, The Hot List: Draft day steals
  4. penguins.nhl.com, Penguins Sign Draft Pick Kuhnhackl, 22. März 2011
  5. windsorspitfires.com, Kuhnhackl traded to Niagara
  6. OHL: Kuhnhackl suspended 20 games for hit on Murphy. tsn.ca, abgerufen am 17. November 2011.
  7. Tom Kuhnhackl - Nov 8 Disciplinary Action. ohl.com, abgerufen am 17. November 2011.
  8. penguins.nhl.com: Getting to Know: Tom Kuhnhackl (englisch) (abgerufen am 20. März 2014)
  9. penguins.nhl.com, Penguins Day 2 Draft Picks

Weblinks[Bearbeiten]