Würm (Nagold)

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Würm
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Die Würm in der Nähe von Pforzheim

Die Würm in der Nähe von Pforzheim

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238448
Lage Deutschland, Baden-Württemberg
Flusssystem Rhein
Abfluss über Nagold → Enz → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle der Hildrizhauser Würm südlich von Hildrizhausen im Schönbuch
48° 37′ 5″ N, 8° 57′ 43″ O48.6180555555568.9620833333333509
Quellhöhe ca. 509 m ü. NHN[1]
Mündung von rechts und Südosten in Pforzheim in die unterste Nagold48.8783333333338.6986111111111255Koordinaten: 48° 52′ 42″ N, 8° 41′ 55″ O
48° 52′ 42″ N, 8° 41′ 55″ O48.8783333333338.6986111111111255
Mündungshöhe unter 255 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied ca. 254 m
Länge 53,9 km[2]
Einzugsgebiet 418,3 km²[3]
Abfluss am Pegel Pforzheim[4]
AEo: 418 km²
Lage: 1,4 km oberhalb der Mündung
NNQ (21.07.1934)
MNQ 1931/2009
MQ 1931/2009
Mq 1931/2009
MHQ 1931/2009
HHQ (25.05.1983)
147 l/s
1,07 m³/s
2,99 m³/s
7,2 l/s km²
31,7 m³/s
79,2 m³/s
Großstädte Pforzheim

Die Würm ist ein etwa 54 Kilometer langer Fluss durch das Gäu in Baden-Württemberg, der im Schönbuch entspringt und im Schwarzwald bei Pforzheim von rechts und Südosten in die unterste Nagold mündet.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Würm hat zwei Quellbäche bei Hildrizhausen und bei Altdorf („Altdorfer Würm“). Wenige Kilometer nach deren Vereinigung tritt sie bei Ehningen vom Schönbuch in die Oberen Gäue ein, die sie in nord-nordwestlicher Richtung durchfließt. Bei Tiefenbronn-Mühlhausen erreicht sie den Naturraum der Schwarzwald-Randplatten. Am südlichen Stadtrand von Pforzheim im Nordschwarzwald fließt sie, wenig vor deren eigener Mündung, in die Nagold ein. Die Würm ist 53,9 Kilometer lang und entwässert ein Gebiet von 418,3 km², sie ist damit der längste und einzugsgebietreichste Zufluss der Nagold. Im Mittel führt sie etwa 1930 l/s (gemessen in Schafhausen). Das Gefälle zwischen der Würmquelle und der Mündung in die Nagold beträgt ungefähr 250 Meter.

Das Würmtal zwischen Aidlingen und Dätzingen mit Blick südwärts Richtung Aidlingen

Seit 2009 zieht ein Radweg durch das gesamte Würmtal.

Bei Ehningen überquert die Bundesautobahn 81 mit der Würmtalbrücke das Würmtal.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Liste der Zuflüsse und RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Länge[2], Seefläche[5], Einzugsgebiet[6], Höhe[1] in der Regel nach der Onlinekarte des LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Auswahl. Mühlkanäle werden meist nicht mit aufgeführt.

Zusammenfluss der beiden Quellbäche zwischen Hildrizhausen und Ehningen-Mauren auf unter 455 m ü. NHN.

  • Hildrizhauser Würm, linker und südwestlicher Quellbach, Hauptquellbach[7], 3,7 km und 5,7 km². Oberste Quelle Würmursprung auf etwa 509 m ü. NHN an einem Feldwegstern vor dem Hahnenbühl-Wald südlich von Hildrizhausen im Schönbuch.
  • Altdorfer Würm, rechter und südöstlicher Quellbach, 4,6 km und 8,2 km². Oberste Quelle auf etwa 515 m ü. NHN eben noch im Waldgewann Schwendehau südlich von Altdorf. Eine andere Quelle auf etwa 489 m ü. NHN davor am Hangfuß des Flurhügels Erzberger liegt näher am Ort und wird auf Karten, wie der Ursprung der Hildrizhauer Würm, ebenfalls mit Würmursprung bezeichnet, ihr ebenfalls Altdorfer Würm genannter Ast ist deutlich kürzer.
  • Lauchgraben, von rechts und Osten auf etwa 449 m ü. NHN im Altdorfer Rohr, 1,8 km. Entsteht auf etwa 493 m ü. NHN am Westrand von Holzgerlingen an der Auffahrt auf die B 494.
    Zwischen diesem und dem nächsten Zulauf schwenkt die Würm nach links auf ihren großmaßstäblich beständigen Nordwestkurs.
  • Ludlensbach, von rechts und Osten auf etwa 448 m ü. NHN wenig nach dem vorigen, 2,0 km. Entsteht auf etwa 497 m ü. NHN nördlicher als der vorige an einer Feldwegunterführung unter der B 494.
  • Bach aus dem Wald Ketterlenshalde, von links und Westen auf etwa 447 m ü. NHN fast gegenüber Mauren, 1,7 km. Entsteht auf etwa 465 m ü. NHN im Waldgewann Sumpfwiesenbuckel. RiverIcon-SmallLake.svg Durchläuft kurz vor der Mündung einen 0,6 ha großen Weiher.
  • Glemsbach, von rechts und Ostnordosten auf 439,1 m ü. NN[8] im Maurener Tal etwa einen halben Kilometer vor der Unterquerung der A 81, 1,9 km. Entsteht auf etwa 470 m ü. NHN an einer Waldweggabel nordwestlich des Hörnles. Unbeständiger Oberlauf von weiteren ca. 0,3 km[9] Länge, der an einer Quelle an der Nordostseite der B 494 auf etwa 475 m ü. NHN entsteht. RiverIcon-SmallLake.svg Durchläuft kurz vor der Mündung einen 0,8 ha großen Weiher.
  • RiverIcon-SmallLake.svg Zwei Weiher linksseits gegenüber der Mündung des vorigen, zusammen 0,2 ha.
  • Krebsbach, von links und Süden am Ortskern von Ehningen, 12,2 km auf dem Hauptstrang mit dem längeren Quellast Hungergraben und 44,6 km².[10] Der Hungergraben entsteht weit im Westen auf etwa 540 m ü. NHN am Südostrand von Deckenpfronn.
    Kurz nach Verlassen des Ehninger Siedlungsbereichs tritt die Würm in ihr enges Muschelkalktal ein.
  • Aid, von links und Westen auf 411,5 m ü. NN[8] in Aidlingen an der Straßenbrücke der Talstraße, 10,8 km auf dem Hauptstrang mit dem linken Quellbach Irm und 46,8 km².[10] Die auch Sau genannte Irm entsteht auf etwa 535 m ü. NHN an der Spitze der Flurbucht Birklen im Wald südwestlich von Gechingen. Am kürzeren rechten Quellbach Aischbach gibt es einen Aischursprung.[11]
    Von diesem Zufluss an abwärts setzt ein sehr flussmäanderreicher Abschnitt der Würm ein.
  • Schwippe, von rechts und Südosten an der Ölmühle des Stadtteils Schafhausen von Weil der Stadt auf etwa 399 m ü. NN, 18,0 km auf dem Hauptstrang (linker) Diebskarrenbach – Goldbach – Schwippe und 85,3 km².[10] Der Hauptstrang entsteht im Wald nordöstlich von Sindelfingen wenig südlich des Autobahnkreuzes Stuttgart neben der K 1055 auf etwa 501 m ü. NHN.
  • Altbach, von links auf 398 m ü. NN[8] weniger als 200 Meter nach dem vorigen, 5,4 km und 9,7 km². Entsteht auf etwa 490 m ü. NHN am Fuß des Dittenbergs bei den Sportplätzen von Ostelsheim.
  • RiverIcon-SmallLake.svg Zwei Weiher linksseits auf etwa 393 m ü. NHN gegenüber den ersten sporadischen Häusern von Weil der Stadt, zusammen 1,2 ha.
  • Talackerbach, von links und Westen auf etwa 390 m ü. NHN am Südrand von Weil der Stadt, 6,9 km und 13,8 km². Entfließt auf etwa 510 m ü. NHN der Deponie westlich von Simmozheim.
  • Rankbach, von rechts und Nordosten auf 385,8 m ü. NN[8] am Nordrand von Weil der Stadt, 16,7 km und 52,0 km².[10] Entsteht auf unter 490 m ü. NHN im Waldgebiet zwischen Magstadt im Westen und Vaihingen-Büsnau im Osten neben der A 8.
  • Burggraben, von links und Westen auf etwa 380 m ü. NHN an der Riemenmühle von Weil der Stadt, 2,6 km und 3,5 km². Entsteht auf über 480 m ü. NHN an der ehemaligen Kirche von Münklingen.
  • Rotgraben, von links und Südwesten auf unter 375 m ü. NHN in Hausen an der Würm, 1,5 km und 1,3 km². Entsteht auf etwa 450 m ü. NHN am Eisberg.
  • Kotzenbach oder Zieselbach, von rechts und Osten auf 369,4 m ü. NN[8] vor der Hausener Frohnmühle, 5,2 km und 17,0 km². Entsteht auf über 440 m ü. NHN in den Oberen Ziegelwiesen von Heimsheim.
  • Stadelbach, auf einem Abschnitt auch Seebach genannt, von rechts und Nordosten auf über 360 m ü. NHN ungefähr einen Kilometer unterhalb von Mühlhausen an der Würm, 5,4 km und 6,7 km². Entsteht auf etwa 470 m ü. NHN etwas östlich von Friolzheim neben der A 8,
  • Talbach, oberhalb der Waldklinge vor der Mündung Welzgraben, von links und Südwesten auf etwa 360 m ü. NHN etwa hundert Meter nach dem vorigen, 4,7 km und 5,8 km². Entsteht auf unter 500 m ü. NHN am Waldrand zum Dreiviertelshau nordwestlich von Neuhausen.
  • Schwillbach, von rechts und Nordosten auf etwa 350 m ü. NHN zu Füßen von Tiefenbronn auf dem rechten Talhang, 2,9 km und 5,2 km². Entsteht auf unter 445 m ü. NHN im Waldgewann Stockhau nördlich von Tiefenbronn.
  • Seewiesenbach, von links und Südwesten auf etwa 345 m ü. NHN unter der Burg Steinegg bei Neuhausen-Steinegg, 2,9 km. Entfließt auf etwa 495 m ü. NHN einem Waldweiher im Linsenbusch südwestlich von Neuhausen-Hamberg.
  • Bach aus der Immelsklinge, von rechts und Norden auf über 325 m ü. NHN nördlich von Neuhausen-Hamberg, 2,2 km. Entsteht auf etwa 493 m ü. NHN in der Mitte des großen Waldgebietes Schieß zwischen Seilers Kreuz und Brenntenhau.
  • Bach aus der Dollbronnerklinge, von links und Südwesten auf über 320 m ü. NHN an der Würmbrücke vor der Liebenecker Sägmühle des Pforzheimer Stadtteils Würm, 2,6 km und 3,6 km². Entsteht auf etwa 515 m ü. NHN am Nordostrand von Neuhausen- Schellbronn.
  • Bach aus der Drehklinge, von rechts und Osten auf etwa 300 m ü. NHN zu Füßen des beginnenden Stadtteils Würm über dem Gegenhang, 3,8 km und 3,1 km². Entsteht im mittleren Schieß zwischen den Gewannen Schwabeneck und Schmierofen.
  • Lettenbach, von rechts und Osten auf etwa 290 m ü. NHN gegenüber dem nördlichen Würm, 4,7 km und 13,8 km². Entsteht auf unter 470 m ü. NHN im mittleren Schieß im Gewann Schwarze Tannen.

Mündung der Würm auf unter 255 m ü. NHN beim Kupferhammer und gegenüber der Südweststadt von Pforzheim von rechts und Südosten in den letzten Linksbogen der Nagold vor deren eigener Mündung in die Enz. Die Würm ist hier mit ihrem Hauptast Hildrizhauser Würm 53,9 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 418,3nbsp;km²[3] hinter sich.

Orte entlang der Würm[Bearbeiten]

Von der Quelle zur Mündung fließt die Würm durch folgende Orte:

Die Würm im Aidlinger Tal

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  2. a b Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  3. a b Summe der Teileinzugsgebiete nach dem Layer Gewässereinzugsgebiete des Geodatenviewers. Siehe → Weblinks.
  4. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009. Landesamt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Würtemberg, 2011, S. 123, abgerufen am 26. Januar 2013 (PDF, deutsch, 1,85 MB).
  5. Seefläche nach dem Layer Stehendes Gewässer der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  6. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  7. Hat nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) der Onlinekarte des LUBW dieselbe Fließgewässerkennzahl wie die Würm. Siehe → Weblinks.
  8. a b c d e Höhe nach Texteintrag in Blau auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  9. Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  10. a b c d Einzugsgebiet summiert nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.
  11. Beschriftung Aischursprung in Blau auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte der Onlinekarte des LUBW. Siehe → Weblinks.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Würm (Nagold) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien