Ostelsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostelsheim
Ostelsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostelsheim hervorgehoben
48.72758.8511111111111459Koordinaten: 48° 44′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 459 m ü. NHN
Fläche: 9,23 km²
Einwohner: 2356 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75395
Vorwahl: 07033
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 057
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 8
75395 Ostelsheim
Webpräsenz: www.ostelsheim.de
Bürgermeister: Jürgen Fuchs
Lage der Gemeinde Ostelsheim im Landkreis Calw
Ostelsheim Enzkreis Landkreis Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Landkreis Böblingen Landkreis Tübingen Landkreis Rastatt Landkreis Freudenstadt Pforzheim Bad Herrenalb Dobel Höfen an der Enz Unterreichenbach Schömberg (Landkreis Calw) Oberreichenbach (Schwarzwald) Bad Liebenzell Althengstett Calw Bad Teinach-Zavelstein Bad Wildbad Enzklösterle Neuweiler Simmersfeld Altensteig Rohrdorf (Landkreis Calw) Egenhausen Haiterbach Nagold (Stadt) Wildberg (Schwarzwald) Ebhausen Neubulach Gechingen Ostelsheim Simmozheim SimmozheimKarte
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Die Gemeinde Ostelsheim liegt am östlichen Ende des Landkreises Calw im Hecken- und Schlehengäu. Eingebettet in einem Tal, liegt es rund zehn Kilometer von Calw und drei Kilometer von Weil der Stadt entfernt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Ostelsheim liegt an der äußersten Grenze des Schwarzwaldes. Geschützt vor Unwettern ist es von Hügeln und Wäldern umringt. Typisch für die Landschaft um den Ort sind die noch weitgehend in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild erhaltenen Landschaftsteile mit ihren zahlreichen Heckengürteln, Steinriegeln und Schafweiden. Rund ein Viertel der 923 ha großen Markungsfläche besteht aus Wald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An Ostelsheim grenzen die Gemeinden Althengstett, Simmozheim, Weil der Stadt, Grafenau und Gechingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Ostelsheim gehören das Dorf Ostelsheim und der Ort Sägewerk.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort ist eine alemannische Gründung vermutlich aus dem 4. Jahrhundert n. Christus. Im Jahre 1357 kam der Ort zusammen mit Böblingen an die Grafschaft Württemberg. Als Teil des Landes Württemberg-Hohenzollern kam der Ort 1952 zum neu gegründeten Bundesland Baden-Württemberg. Die Gemeinde Ostelsheim behielt auch nach der Gebietsreform 1975 ihre Selbstständigkeit.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:

FWG 100 % ±0 12 Sitze ±0

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft keine Bundesstraße, allerdings befindet sich die Bundesstraße 295 (StuttgartCalw) drei Kilometer nördlich von Ostelsheim bei Simmozheim. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Böblingen-Hulb an der Bundesautobahn 81, etwa zwölf Kilometer südöstlich.

Ostelsheim liegt an der Württembergischen Schwarzwaldbahn, die von Stuttgart her über Weil der Stadt in die Gemeinde kommt und dann nach Calw weiterverläuft. Die Gemeinde wurde jedoch infolge der Stilllegung des Abschnitts zwischen Weil der Stadt und Calw für den Güterverkehr 1988 endgültig vom Schienennetz abgekoppelt, nachdem der Abschnitt bereits 1983 im Personenverkehr stillgelegt wurde. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich nun ca. drei Kilometer entfernt in Weil der Stadt. Von dort verkehren regelmäßig Busse über Ostelsheim nach Calw. Der Landkreis plant jedoch derzeit die Reaktivierung der Bahnstrecke unter der Bezeichnung Hermann-Hesse-Bahn, hierfür soll die Kehrschleife um den bei Schafhausen gelegenen Hacksberg durch einen bergmännisch zu errichtenden Tunnel, die sogenannte „Ostelsheimer Kurve“ abgekürzt werden.

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ostelsheim bezieht ihr Trinkwasser vom Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung, dessen Mitglied sie seit 1976 ist. Bereits seit 1972 bestand ein Wasserlieferungsvertrag mit dem Zweckverband.[3]

Christliche Religionen[Bearbeiten]

Ostelsheim ist seit der Reformation protestantisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde hat ihre Heimat in der zentral gelegenen Dorfkirche, das Pfarrhaus und das Gemeindehaus befinden sich in unmittelbarer Nähe. Katholisch gesehen gehört Ostelsheim zur Pfarrei St. Leonhard Dätzingen, die Kirchengemeinde unterhält in Ostelsheim ein Gemeindehaus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Gottlieb Wilhelm Hoffmann (1771–1846), Notar und Bürgermeister, Gründer der beiden württembergischen Brüdergemeinden in Korntal und Wilhelmsdorf

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 476–477
  3. Karl Walz, Dagmar Kraus: 100 Jahre Trinkwasser. Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung 1896 - 1996. Neuweiler 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien