Weltmeister im Schnellschach

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Magnus Carlsen, amtierender Weltmeister im Schnellschach

Der Weltmeister im Schnellschach wird mit Ausnahme des Jahres 2003 erst seit dem Jahr 2012 regelmäßig vom Weltschachbund FIDE ermittelt. Amtierender Weltmeister ist Magnus Carlsen. Früher wurden Schnellschach-Weltmeisterschaften außerhalb der FIDE organisiert. Zu nennen ist hier insbesondere die Veranstaltung Chess Classic (1996–2010) und ihr elfmaliger Schnellschach-Sieger Viswanathan Anand.

Übersicht[Bearbeiten]

Der Weltschachbund FIDE hat 1987 auf dem Kongress von Sevilla die Austragung von Welt- und Europameisterschaften im Schnellschach empfohlen und entsprechende Turnierregeln erlassen.

Das erste als Weltmeisterschaft im Schnellschach bezeichnete Turnier fand 1988 in Mexiko statt und wurde von Anatoli Karpow gewonnen. Im Jahre 2003 wurde in Cap d'Agde (Frankreich) die erste und bis 2012 einzige von der FIDE anerkannte Schnellschach-Weltmeisterschaft ausgespielt. Sie wurde von Viswanathan Anand gewonnen.

Schon ab 1996 richtete der deutsche Verein Chess Tigers im Rahmen der Veranstaltung Chess Classic (zunächst „Frankfurt Chess Classic“, dann „Chess Classic Mainz“) jährlich ein Schnellschach-Turnier aus, dessen Sieger, Alexei Schirow (1996), Viswanathan Anand (1997, 1998, von 2000 bis einschließlich 2008 jedes Jahr, insgesamt elfmal), Garri Kasparow (1999), Lewon Aronjan (2009) und Gata Kamsky (2010), heute als inoffizielle Schnellschach-Weltmeister gelten. Ab 2005 wurde dieses Turnier vom Finanzunternehmen Grenkeleasing gesponsert und ab 2006 auch öffentlich als Schnellschach-Weltmeisterschaft betitelt. 2010 wurde die letzte Schnellschachweltmeisterschaft der Chess-Classic-Turnierserie ausgerichtet.

Ab dem Jahr 2012 organisiert die FIDE wieder die Ausrichtung der Schnellschach-Weltmeisterschaften, und zwar zusammen mit der Blitzschach-Weltmeisterschaft. 2012 gewann Sergej Karjakin und 2013 Shakhriyar Mamedyarov.

Zu Beginn der 90er Jahre wurden ebenfalls Schnellschachturniere von Weltbedeutung organisiert. Dazu zählt die Trophée Immopar, die 1991 von Jan Timman und 1992 von Garri Kasparow gewonnen wurde, sowie insbesondere der Intel-Grand-Prix der Professional Chess Association, eine Schnellschach-Turnierserie, in der Wladimir Kramnik 1994 und Garri Kasparow 1995 als Gesamtsieger hervorgingen.

Geschichte der prestigeträchtigen Weltturniere und Weltmeisterschaften im Schnellschach[Bearbeiten]

Der Schaukampf Kasparow gegen Short[Bearbeiten]

1987 fand im "Hippodrom", dem größten Londoner Discoclub, ein Schnellschach-Schaukampf zwischen Garri Kasparow und Nigel Short statt. Kasparow gewann 4:2. Die sechs Partien wurden von einer Fernsehgesellschaft ausgestrahlt. Dadurch wuchs das Interesse an Schnellschach, so dass die FIDE noch im gleichen Jahr auf dem Kongress von Sevilla die Austragung von Europa- und Weltmeisterschaften im Schnellschach empfahl und entsprechende Turnierregeln erließ.

Die erste Schnellschach-Weltmeisterschaft in Mazatlán 1988[Bearbeiten]

An der "Aktivschach"-Weltmeisterschaft in Mazatlán (Mexiko) im Dezember 1988 nahmen 61 Spieler teil. Gespielt wurden zunächst 13 Runden im Schweizer System. Die acht Bestplatzierten sollten dann den Sieger im K.o.-System ermitteln. Das Finale erreichten Anatoli Karpow und Viktor Gavrikov. Es endete 5:5 Unentschieden nach Verlängerung, sodass Karpow aufgrund der besseren Platzierung im Vorturnier Weltmeister wurde.[1]

Die Trophée Immopar 1991 und 1992[Bearbeiten]

Im November 1991 fand im Pariser Theâtre des Champs Elysées ein internationales Turnier im Schnellschach statt. Das vier Tage lang dauernde Turnier wurde mit der Musik des Begründers der französischen Komischen Oper und Schachgenies François-André Danican Philidor eröffnet. Es traten 16 der namhaftesten Schachgroßmeister der Welt gegeneinander an, darunter Garri Kasparow, Anatoli Karpow, Jan Timman, Artur Jussupow, Nigel Short und Viswanathan Anand. Der Preisfond betrug 1,2 Millionen Francs. Die Zuschauer konnten mittels in die Armlehnen der Sessel einmontierter Vorrichtungen ihre Zugvorschläge registrieren lassen. Für die meisten richtig vorhergesehenen Züge wurde als Preis ein Schach-Computer überreicht.

Der Sieger wurde im K.o.-System ermittelt. Im Finale trafen Garri Kasparow und Jan Timman aufeinander. Timman gewann die erste der beiden Partien, während die zweite remis endete. Damit wurde Jan Timman Turniersieger des Jahres 1991.

Im Folgejahr ging Garri Kasparow erst im Blitzschach-Tiebreak als Sieger des Turniers hervor, nachdem es nach den beiden Schnellschach-Partien des Finales 1:1 gestanden hatte.

Der Preisfond von 1,2 Millionen Francs zog die gesamte Weltelite an, weshalb die Trophée Immopar als ein Turnier zur Ermittlung des weltbesten Schnellschachspielers gesehen werden kann. Allerdings war beim dort angewandten K.o.-System mit nur zwei Partien pro Runde der Glücksfaktor mit entscheidend. Dies trifft auch für die FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003 zu.

Der Intel-Grand-Prix 1994 und 1995[Bearbeiten]

Der Intel-Grand-Prix der Professional Chess Association (PCA) war eine Serie bestehend aus vier Schnellschach-Turnieren innerhalb eines Jahres, deren Sieger jeweils im K.o.-System ermittelt wurden. Austragungsorte waren die Weltmetropolen Moskau, New York, London und Paris. Als Gesamtsieger von vier Turnieren mit Weltbestbesetzung kann der Intel-Grand-Prix-Sieger als weltbester Schnellschach-Spieler des betreffenden Jahres betrachtet werden.

1994 hießen die Sieger der einzelnen Etappen Viswanathan Anand, Wladimir Kramnik, Wassyl Iwantschuk und Garri Kasparow. Gesamtsieger wurde Wladimir Kramnik. Ihm gelang im Moskauer Kreml ein respektabler Sieg gegen den damaligen Weltmeister Kasparow.

Im Intel-Grand-Prix 1995 hießen die Einzelsieger von Moskau, New York, London und Paris Wassyl Iwantschuk, Garri Kasparow, Michael Adams und wieder Garri Kasparow. Gesamtsieger wurde Garri Kasparow.

Das Schnellschach-Festival in Cap d’Agde und die FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003[Bearbeiten]

Das Schnellschachturnier in Cap d'Agde (Frankreich) begann zunächst einrundig in zwei Gruppen mit jeweils acht Teilnehmern. Die vier Bestplatzierten jeder Gruppe kamen ins Viertelfinale. Hier sowie im Halbfinale und Finale wurden jeweils nur zwei Partien gespielt. Bei einem Stand von 1:1 entschieden Blitzschach-Partien über das Weiterkommen.

In diesem Turnier waren die Spieler der engeren Weltspitze nur schwach vertreten. So zählte beispielsweise das fünfte Schnellschach-Festival 2002 in Cap d’Agde nur zwei Super-Großmeister. Die Elo-Zahl der anderen 14 Teilnehmer lag unter 2700. Das Turnier gewann Super-Großmeister Boris Gelfand. Im Finale besiegte er Anatoli Karpow mit 2:0.[2]

Im Jahre 2003 erkannte der Weltschachbund FIDE das Schnellschach-Turnier in Cap d’Agde, das nun zum sechsten Mal stattfand, als Schnellschach-Weltmeisterschaft an. Folglich waren 12 der 16 Teilnehmer Super-Großmeister. Nach der Gruppenphase kam Viswanathan Anand mit einem geteilten dritten Platz[3] ins Viertelfinale[4], wo er Ruslan Ponomarjow mit 1,5:0,5 bezwang. Das Finale erreichte er mit einem 1,5:0,5-Sieg im Blitzschach[5], nachdem die beiden Schnellschach-Partien keine Entscheidung gebracht hatten. Das andere Halbfinale gewann Wladimir Kramnik 2:0 gegen Alexander Grischtschuk. Im Finale errang Anand mit einem 1,5:0,5-Sieg über Kramnik den Schnellschach-Weltmeistertitel der FIDE.[6]

In den Jahren 2004[7] und 2005[8] schrieb die FIDE erneut eine Schnellschachweltmeisterschaft aus, sie fand aber nicht statt. Stattdessen wurde ein knappes Jahr später (2006) das Schnellschach-Turnier der Chess Classic, das seit 2001 in Mainz ausgetragen wurde und bereits im Rufe einer inoffiziellen Schnellschach-Weltmeisterschaft stand, vom Finanzunternehmen Grenkeleasing öffentlich als Schnellschach-Weltmeisterschaft betitelt und gesponsert.

Das siebte Cap-d’Agde-Chess-Festival[9], das dann im selben Jahr einige Monate später stattfand, hatte nicht mehr den Status einer FIDE-Weltmeisterschaft. Wieder wiesen nur zwei der 16 Teilnehmer eine Elo-Zahl von über 2700 auf; auch fehlte mit dem Vorjahressieger der Weltmeister. Im Finale gewann der Elo-beste Teilnehmer, Teymur Rəcəbov, 1,5:0,5 gegen Serhij Karjakin.

Die Chess Classic 1994-2010 und die Grenkeleasing-Schnellschach-Weltmeisterschaften 2006-2010[Bearbeiten]

Ab 1994 wurde im Rahmen der Turnierreihe Chess Classic jedes Jahr ein Schnellschach-Turnier ausgetragen, bis zum Jahr 2000 in Frankfurt-West („Frankfurt Chess Classic“), seit 2001 bis 2010 in Mainz („Chess Classic Mainz“). Die Turnierform im Schnellschach variierte über die Jahre hinweg. Oft hatte der Vorjahressieger seinen Titel nur gegen einen vom Veranstalter nach gewissen Kriterien ausgewählten, aber stets starken Gegner im Zweikampf zu verteidigen. Oft war dieser Zweikampf als "Duell der Weltmeister" tituliert, einmal als "Duell der Geschlechter", denn 2003 wurde Anand von der seit vielen Jahren mit Abstand stärksten Frau der Welt, Judit Polgár, herausgefordert. Dieses Duell bleibt unvergesslich, da es bis zum 3:3 noch ausgeglichen stand, vor allem aber, da alle acht Partien entschieden wurden. Am Ende siegte Anand 5:3.

Die Schnellschach-Sieger von Frankfurt und Mainz waren Alexei Schirow (1996), Viswanathan Anand (1997-1998, 2000-2008, elfmal!), Garri Kasparow (1999), Lewon Aronjan (2009) und Gata Kamsky (2010).

Im Jahre 2005 übernahm das Finanzunternehmen Grenkeleasing das Sponsoring des Schnellschachs bei der Chess Classic Mainz. 2005 hieß die gesponserte Schnellschach-Veranstaltung noch "GRENKELEASING Championship"[10]. Man sprach aber schon von der Verteidigung des Weltmeistertitels seitens Anands,[11] was bedeutet, dass Anand auch als Schnellschach-Weltmeister des Vorjahres, 2004, betrachtet wird. Ab 2006 wurde die Grenkeleasing-Meisterschaft endgültig als "GRENKELEASING Rapid World Championship",[12] also als Grenkeleasing-Schnellschach-Weltmeisterschaft ausgetragen. Das ist insofern gerechtfertigt, als Anand aufgrund seiner Schnellschach-Siegesserie bei der Chess Classic und zudem als Schnellschach-Weltmeister der FIDE unumstritten als bester Schnellschachspieler der Welt anerkannt war, der als solcher - entsprechend dem überlieferten Schachweltmeistertitel - seinen Titel nur gegen einen Herausforderer zu verteidigen hat. Dennoch wurde die Grenkeleasing-Schnellschach-Weltmeisterschaft ab 2007 wieder in einem Doppelrunden-Turnier von allerdings nur vier starken Teilnehmern ausgetragen, dem dann ein Final-Duell aus vier Partien folgte. Erst 2009 verlor Anand seinen Schnellschach-Weltmeistertitel an Lewon Aronjan, den dieser bereits 2010 an Gata Kamsky abgeben musste; allerdings wurde 2010 mangels Sponsoren der Schnellschach-Weltmeister als Sieger des "Grenke-Opens" in einem 11-rundigen Schweizer System mit 701 Teilnehmern ermittelt. Das Grenke-Open entspricht dem ORDIX-Open, das in vorangegangenen Jahren nur zur Ermittlung von Titel-Herausforderern diente. Nach 2010 fanden keine Chess-Classic-Turniere mehr statt, und seit 2012 organisiert wieder die FIDE die Schnellschach-Weltmeisterschaft zusammen mit der Blitzschachweltmeisterschaft.

Nach seinem FIDE-Schnellschach-Weltmeistertitel 2003 durfte sich Anand von 2006 bis Juli 2009 auch Grenkeleasing-Weltmeister im Schnellschach nennen. Jedoch geriet diese Weltmeisterschaft erst so nach und nach ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. So wird Anand auf einer Chesstigers-Seite über seine Erfolge[13] erst im Jahr 2007 als Grenkeleasing-Weltmeister im Schnellschach bezeichnet, während er 2006 nur Chess-Classic-Sieger im Zweikampf gegen Rəcəbov genannt wird. Auf einer indischen Seite[14] wird er aber bereits ab dem Jahr 2006 als Grenkeleasing-Weltmeister im Schnellschach geführt, im Jahr 2005 aber noch als bloßer Chess-Classic-Sieger.

Heute wird der Schnellschachsieger von Mainz unabhängig vom Jahr, in dem die Chess Classic stattfand, als inoffizieller Schnellschach-Weltmeister bezeichnet. Die von Lewon Aronjan gewonnene Schnellschach-Weltmeisterschaft 2009 etwa wird 14. GRENKELEASING Rapid World Championship (14. Grenkeleasing-Schnellschach-Weltmeisterschaft) genannt, wobei sich die Nummer 14 nur auf das damals zum dreizehnten Mal ausgetragene Schnellschachturnier der Chess Classic beziehen kann. Aussagen wie die vom 4. August 2008: "Viswanathan Anand ist zum neunten Mal in Folge Schnellschachweltmeister geworden"[15] bildeten 2008 die Schlagzeilen. Dabei ist sein Sieg bei der FIDE-Schnellschach-WM 2003 noch gar nicht mitgezählt.

FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaften seit 2012[Bearbeiten]

Seit 2012 organisiert wieder die FIDE die Ausrichtung der Schnellschach-Weltmeisterschaft, und zwar zusammen mit der Weltmeisterschaft im Blitzschach.

Erster FIDE-Schnellschach-Weltmeister der Nach-Chess-Classic-Ära wurde Sergei Karjakin. Im kasachischen Astana, wo die Weltmeisterschaft vom 1. bis zum 11. Juli 2012 ausgetragen wurde, konnte er den lange Zeit führenden Magnus Carlsen durch eine starke Leistung am dritten Turniertag (4,5 Punkte aus 5 Partien) überholen und blieb schließlich mit 11,5 Punkten aus 15 Partien einen Zähler vor Carlsen; dieser beendete das Turnier auf dem 2. Platz, gefolgt von Veselin Topalov und Shakhriyar Mamedyarov, die mit jeweils 9,5 Punkten den 3. und 4. Platz belegten.

Die zweite FIDE-Schnellschachweltmeisterschaft fand vom 6. bis 8. Juni 2013 in Chanty-Mansijsk statt. Nach zwei Turniertagen führte Jan Nepomnjaschtschi mit zwei Punkten Vorsprung. Am dritten Tag kam er aber nur noch auf 2 Punkte aus 5 Partien und musste Shakhriyar Mamedyarov, der alle fünf Partien gewann und damit insgesamt auf 11,5 Punkte aus 15 Runden kam, noch vorbeiziehen lassen.

Liste der Weltmeister und Sieger bestbesetzter Weltturniere im Schnellschach[Bearbeiten]

Da man im Blick auf die Chess Classic nicht immer klar unterscheiden kann, ob oder ab wann die entsprechende Veranstaltung als Schnellschach-Weltmeisterschaft zu sehen ist, und da auch andere Turniere mit Weltbestbesetzung der Ermittlung des weltbesten Spielers dienten, wird in untenstehender Liste folgendermaßen unterschieden.

  • Die Sieger von Turnieren, die von Anfang an als Weltmeisterschaften gekennzeichnet waren, sind im Fettdruck auf hellgrauem Hintergrund gelistet.
  • Die Sieger derjenigen Chess-Classic-Turniere, die erst im Nachhinein als Weltmeisterschaften gesehen wurden, sind im Fettdruck ohne Hintergrundschattierung dargestellt.
  • Die Sieger von Turnieren, die nie als Weltmeisterschaft gegolten haben, jedoch aufgrund ihrer Weltbestbesetzung in der Lage waren, den weltbesten Spieler zu ermitteln, sind im Normaldruck aufgelistet.
Veranstaltung Jahr Ort
Weltmeister /
Turniersieger
Zahl der
Teilnehmer
Turnier-Modus Ergebnis-Kurzfassung
und ggf. Finalgegner
Aktivschach-
Weltmeisterschaft
1988
Mazatlán
(Mexiko)
SowjetunionSowjetunion Karpow
61
13 Runden im Schweizer System,
K.o.-System der 8 Bestplatzierten
5:5 n.V. gegen Gawrikov, bessere
Platzierung im Vorturnier für Karpow
1. Trophée Immopar
1991
Paris
NiederlandeNiederlande Timman
16
K.o.-System,
2 Partien pro K.o.-Runde
1,5:0,5 gegen Kasparow
2. Trophée Immopar
1992
Paris
Russland 1991Russland Kasparow
16
K.o.-System,
2 Partien pro K.o.-Runde
1:1 gegen Anand,
dann ?:? im Blitzschach
1. Intel Grand Prix
(PCA-Turnierserie)
1994
Moskau, New York,
London, Paris
RusslandRussland Kramnik
K.o.-System
in jedem der 4 Turniere
Einzelsieger: Anand, Kramnik,
Iwantschuk, Kasparow
2. Intel Grand Prix
(PCA-Turnierserie)
1995
Moskau, New York,
London, Paris
RusslandRussland Kasparow
K.o.-System
in jedem der 4 Turniere
Einzelsieger: Iwantschuk,
Kasparow, Adams, Kasparow
1. Schnellschach-WM
der Chess Classic
1996
Frankfurt am Main
LettlandLettland Schirow
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
2. Schnellschach-WM
der Chess Classic
1997
Frankfurt am Main
IndienIndien Anand
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
 ?:? gegen Karpow
3. Schnellschach-WM
der Chess Classic
1998
Frankfurt am Main
IndienIndien Anand
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
5:4 gegen Kramnik
nach „Sudden Death“
4. Schnellschach-WM
der Chess Classic
1999
Frankfurt am Main
RusslandRussland Kasparow
4
Vierfachrunde
(ohne Finale)
5. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2000
Frankfurt am Main
IndienIndien Anand
6
Doppelrunde
(ohne Finale)
6. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2001
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 10 Partien
5:5 gegen Kramnik,
dann 1,5:0,5 im Blitzschach
7. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2002
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 8 Partien
4,5:3,5 gegen Ponomarjow
8. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2003
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 8 Partien
5:3 gegen Polgár
(kein einziges Remis)
FIDE-Schnellschach-
Weltmeisterschaft
2003
Cap d'Agde
(Frankreich)
IndienIndien Anand
16
2 Gruppen, einrundig; K.o.-System
der jeweils 4 Bestplatzierten
1,5:0,5 gegen Kramnik
9. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2004
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 8 Partien
5:3 gegen Schirow
(entschieden nach 4,5:2,5)
10. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2005
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 8 Partien
5:3 gegen Grischtschuk
(entschieden nach 5:2)
11. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2006
Mainz
IndienIndien Anand
2
Duell über 8 Partien
5:3 gegen Rəcəbov
12. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2007
Mainz
IndienIndien Anand
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
2,5:1,5 gegen Aronjan
13. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2008
Mainz
IndienIndien Anand
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
3:1 gegen Carlsen
(entschieden nach 2,5:0,5)
14. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2009
Mainz
ArmenienArmenien Aronjan
4
Doppelrunde, dann Finale
der beiden Bestplatzierten
3:1 gegen Nepomnjaschtschi
(entschieden nach 2,5:0,5)
15. Schnellschach-WM
der Chess Classic
2010
Mainz
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kamsky
701
Schweizer System
11 Runden
1. Kamsky: 10; 2. Həşimov: 9,5; 3. Aronjan: 9,5; 4. Barejew: 9,5
FIDE-Schnellschach-
Weltmeisterschaft
2012
Astana
(Kasachstan)
RusslandRussland Karjakin
16
15 Runden, einrundig
1. Karjakin: 11,5; 2. Carlsen: 10,5; 3. Topalov: 9,5; 4. Mamedyarov: 9,5
FIDE-Schnellschach-
Weltmeisterschaft
2013
Chanty-Mansijsk
(Russland)
AserbaidschanAserbaidschan Mamedyarov
58
15 Runden, Schweizer System
1. Mamedyarov: 11,5; 2. Nepomnjaschtschi: 11; 3. Grischuk: 10,5; 4. : 10
FIDE-Schnellschach-
Weltmeisterschaft
2014
Dubai
(VAE)
NorwegenNorwegen Carlsen
113
15 Runden, Schweizer System
1. Carlsen: 11; 2. Caruana: 10,5; 3. Anand: 10,5; 4. Aronjan: 10,5; 5. Morosewitsch: 10,5

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Artur Jussupow, Harald Fietz, Hartmut Metz: Frankfurt Chess Classic 2000. Premiere der Top Ten! Edition FCC, 2000.
  • Isaak und Wladimir Linder: Schach. Das Lexikon. Sportverlag Berlin 1996

Weblinks[Bearbeiten]

Zu den einzelnen Jahren:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SCHACH 3/1989, S. 40
  2. Ergebnisse des 5. Schnellschachturniers in Cap d'Agde
  3. Alle Gruppen-Ergebnisse und erste Hälfte des Viertelfinales der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003
  4. Zweite Hälfte des Viertelfinales der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003
  5. Halbfinale der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003
  6. Finale der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2003
  7. Ankündigung der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2004
  8. Ankündigung der FIDE-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2005
  9. Siebtes Cap-d'Agde-Chess-Festival
  10. Grenkeleasing-Meisterschaft 2005
  11. Anand hat seinen Weltmeistertitel im Schnellschach verteidigt.
  12. Grenkeleasing-Schnellschach-Weltmeisterschaft 2006
  13. Turniererfolge Viswanathan Anand. Auf der Übersichtsleiste links unten können alle Mainzer Chess-Classic-Turniere von 2001-2008 angeklickt werden.
  14. TNQ Sponsorship (India) Private Limited (Liste der Schach-Erfolge Anands)
  15. Vishy Anand bleibt König von Mainz. Sein neunter Sieg in Folge wird als neunter Schnellschach-Weltmeistertitel bezeichnet.