Şəhriyar Məmmədyarov

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Şəhriyar Məmmədyarov im Jahr 2009
Şəhriyar Məmmədyarov
Schreibweisen Shakhriyar Mamedyarov (FIDE)
Land AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
Geboren 12. April 1985
Sumqayıt
Titel Großmeister (2002)
Aktuelle Elo-Zahl 2756 (September 2014)
Beste Elo-Zahl 2775 (Aug.–Sep. 2013)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Şəhriyar Hamid oglu Məmmədyarov (alternative aserbaidschanische Schreibweise: Şähriyar Mämmädyarov), (* 12. April 1985 in Sumqayıt), ist ein aserbaidschanischer Weltklassespieler im Schach. Die Transkription Shakhriyar Mamedyarov, die auf der russifizierten Namensform basiert, hat sich international durchgesetzt und wird in den meisten Sprachen verwendet – auch vom Weltschachbund FIDE, in Schachdatenbanken und zumeist auch in der deutschen Presse, wo er aber auch als Schakrijar Mamedjarow zu finden ist.

Məmmədyarov, neben Teymur Rəcəbov ein aserbaidschanisches Wunderkind im Schach, erlernte das Spiel als Achtjähriger und nahm bereits 1999 an den Landesmeisterschaften seines Landes teil. Er belegte beim gleichen Turnier ein Jahr später den geteilten zweiten Platz. Im selben Jahr gewann er, 15-jährig, die Landesmeisterschaft U18 mit 8,5 aus 9. Bereits in diesem Jahr war Məmmədyarov Mitglied der Nationalmannschaft bei der Schacholympiade in Istanbul (+3, −0, =2).

Im Jahr 2001 bewies er sein Können nochmals durch einen Sieg bei der Landesmeisterschaft. 2002 spielte er für seine Heimat bei der Schacholympiade in Bled. 2003 gewann er die Juniorenweltmeisterschaft U20[1], im aserbaidschanischen Naxçıvan ausgetragen, mit 10 aus 13. Im gleichen Jahr spielte er in einem Wettkampf mit dem iranischen Großmeister Ehsan Ghaem Maghami in Baku unentschieden 3:3 (+1, −1, =4). Məmmədyarov nahm im gleichen Jahr an der Jugendweltmeisterschaft U18 in Kallithea (Chalkidiki) teil und wurde auch in dieser Alterskategorie Weltmeister.[2] Im Jahre 2004 gewann er das starke Open von Dubai. Im ersten Turnier des FIDE Grand Prix 2012–2013 in London teilte er sich den ersten Platz mit Wesselin Topalow und Boris Gelfand.

Für die Nationalmannschaft von Aserbaidschan nahm er nach den Schacholympiaden 2000[3] in Istanbul und 2002[4] in Bled auch an den Schacholympiaden 2004[5] in Calvià und 2008 in Dresden teil.[6] 2005 gelang ihm in Istanbul erneut der Gewinn der Jugendweltmeisterschaft U20[7], eine Leistung, die bislang noch niemand vor ihm erbrachte.

Im Juni 2013 gewann er in Chanty-Mansijsk die Weltmeisterschaft im Schnellschach. Durch fünf Siege in den letzten fünf Runden überholte er noch den lange Zeit führenden Jan Nepomnjaschtschi und gewann das Turnier mit 11,5 Punkten aus 15 Partien. Nur drei Wochen später siegte er auch beim Schnellschach-Turnier in Genf, bei dem er sich im Finale gegen Wladimir Kramnik durchsetzte.

Durch den 2. Platz beim FIDE Grand Prix 2012–2013 qualifizierte sich Məmmədyarov für das Kandidatenturnier 2014, in dem er mit 7 aus 14 den 4. Platz von acht Teilnehmern belegte (+3, -3, =8).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shakhriyar Mamedyarov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Juniorenweltmeisterschaft 2003, 21. Juni bis 4. Juli 2003 in Nakhchivan / Aserbaidschan
  2. Jugendweltmeisterschaft U10 bis U18, 22. Oktober-3. November 2003 in Kallithea (Chalkidiki)
  3. 34. Schach Olympiade, 28. Oktober bis 12. November 2000 in Istanbul / Türkei
  4. 35. Schach Olympiade, 25. Oktober bis 11. November 2002 in Bled / Slowenien
  5. 36. Schach Olympiade 2004, 14. bis 31. Oktober 2004 in Calvià / Mallorca
  6. MEN'S CHESS OLYMPIADS – Mamedyarov, Shakhriyar (Azerbaijan) auf OlimpBase (englisch)
  7. Jugend Weltmeisterschaft U20 (Junioren), vom 8. bis 23. November 2005 in Istanbul / Türkei