Wendeburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Peine | |
| Höhe: | 67 m ü. NN | |
| Fläche: | 59,98 km² | |
| Einwohner: |
10.027 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 167 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 38176 | |
| Vorwahlen: | 05303, 05302 und 05171 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PE | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 57 008 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Anger 5 38176 Wendeburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerd Albrecht (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Wendeburg im Landkreis Peine | ||
Wendeburg ist eine Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen. Der Ortsname ergibt sich aus dem Teil „Burg“ und dem offensichtlichen Bestimmungswort „Winethe“, die germanische Bildung „Win-ithi“, „winja“ bedeutet Weide, zusammen also Weideort, Weidestelle. Der Name kann aber auch auf einer wendischen Siedlung basieren.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Wendeburg liegt unmittelbar am nordwestlichen Stadtrand von Braunschweig. Das Ortsbild ist von der Landwirtschaft geprägt. Es sind in den vergangenen Jahren in allen Ortsteilen Neubaugebiete entstanden. Gleichwohl blieben die traditionellen Strukturen erhalten, so dass von einer „Idylle im Grünen“ mit hoher Lebensqualität zu sprechen ist. In Wendeburg ist zudem ein Freibad, das Auebad, sowie ein großes Einkaufszentrum vorzufinden.
Gemeindegliederung (Ortschaften) [Bearbeiten]
- Bortfeld (2511 Ew.)
- Harvesse (412 Ew.)
- Meerdorf (1138 Ew.)
- Neubrück, einschließlich Ersehof (1364 Ew.)
- Rüper (198 Ew.)
- Sophiental (488 Ew.)
- Wendeburg (4233 Ew.)
- Wendezelle
- Wense (286 Ew.)
- Zweidorf
(Einwohnerstand: April 2013)
Geschichte [Bearbeiten]
Dort, wo früher die Heerstraße von Braunschweig nach Celle die Aue überquerte, wurde irgendwann im hohen Mittelalter (12. oder 13. Jahrhundert) eine Burg angelegt. Die ältesten Bezeichnungen lauten 1196–1197 Winetheburg und Wenedeburch. Es bietet sich an, dass eine Namensgebung vorliegt, die sich auf den Volksstamm der Wenden bezieht. Urkundliche oder archäologische Beweise für die Niederlassung von Wenden gibt es hier nicht. Der Ortsname mit der Silbe „Wende“ könnte auf die Wenden hinweisen, aber auch auf einen Personennamen Winetho, Wendo oder ähnlich oder mit dem Zeitwort „wenden“ oder mit einer Ecke (= Wendung) einer (Gau-)Grenze in Zusammenhang stehen – alles sind Meinungen. Naheliegendst ist jedoch – ausgehend „Winethe“ – die Deutung als „Weide“, was sich mit der Lage in der Aueniederung erklärt. Die „Burg“ mag an der Stelle der heutigen Marienkirche ihren Platz gehabt haben. Die Marienkirche, mit dem Kirchturm aus den Jahren 1250–1300, ist das älteste Gebäude des Ortes. Erhalten aus dem Mittelalter ist an der Westseite des Kirchturms eine Weihetafel, die nach einem wesentlichen Umbau und anschließender Neuweihe der Kirche in etwa 5 m Höhe am Kirchturm angebracht wurde. Dieser Stein zeigt den Gekreuzigten mit Maria und Johannes, ihnen zu Füßen das betende Stifterpaar. Darunter befindet sich ihr Adelswappen und die Jahreszahl 1439.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Bortfeld, Didderse, Harvesse, Meerdorf, Neubrück, Rüper, Sophiental und Wense eingegliedert.[2]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Rat der Gemeinde Wendeburg setzt sich aus 27 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.
| Bürgermeister | CDU | SPD | GRÜNE | Gesamt | |
| 2011 | 1 | 12 | 9 | 5 | 27 Sitze |
Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Zweidorfer Mühle
- Marienkirche
- Weidenkirche zu Wendeburg
In den Monaten Februar bis Mai 2006 haben etwa 100 Menschen aller Altersgruppen eine Weidenkirche in Wendeburg gebaut. Sie haben dabei in vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit u. a. 16 große und kleine Bögen geflochten, die aus weit über 1000 Weidenruten bestehen und mit fast 1000 m Hanfseil zusammengebunden worden sind.
Museen [Bearbeiten]
- Bauernhausmuseum Bortfeld
Geschichte [Bearbeiten]
- Die erste Kraftpost-Omnibuslinie von Heinrich Büssing
Im Jahre 1903 stellte Heinrich Büssing den ersten von ihm konstruierten Motorlastwagen der Öffentlichkeit vor. Kaum ein halbes Jahr später war der erste Motoromnibus mit 20 Sitzplätzen betriebsfertig. Nach vierteljähriger Erprobung richtete Heinrich Büssing am 5. Juni 1904 seine erste Omnibuslinie zwischen Wendeburg und Braunschweig ein. Die Buslinie, die auf die Initiative des damaligen Wendeburger Pastors Otto Hayder einging, gab ihm die Möglichkeit, seinen Omnibus weiter unter seiner ständigen Kontrolle zu erproben. Die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit veranlasste nur wenige Monate später die Kaiserliche Ober-Postdirektion Braunschweig, mit Büssing einen Vertrag über die Beförderung von Postsachen – ab 1. September 1904 – abzuschließen. Die Omnibuslinie Wendeburg–Braunschweig gilt daher als erste erfolgreiche Kraftpost-Omnibuslinie der Welt.
Öffentliche Einrichtungen [Bearbeiten]
Im Zweidorfer Holz (einem Wald zwischen Peine und Wendeburg) ist mit Hilfe der Wendeburger Aueschule, der Gemeindejugendpflege, der Revierförsterei Meerdorf und des Niedersächsischen Forstamtes Braunschweig ein Walderlebnispfad entstanden.
Bildung [Bearbeiten]
- Grundschulen in Bortfeld, Meerdorf und Wendeburg
- Aue-Schule (Oberschule) in Wendeburg
Literatur [Bearbeiten]
- Literatur von und über Wendeburg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Religionen [Bearbeiten]
Die Marienkirche ist die evangelisch-lutherische Kirche in der Ortschaft Wendeburg, in der heutigen äußeren Form im 18. Jahrhundert vollendet. Gegenüber der Kirche, an der Braunschweiger Straße, befindet sich ein evangelischer Kindergarten. Weitere evangelische Kirchen befinden sich in Bortfeld, Ersehof, Harvesse, Meerdorf, Rüper und Sophiental.
Die katholische St. Elisabeth-Kirche, benannt nach Elisabeth von Thüringen, wurde 1962/63 errichtet. Am 17. August 1963 wurde sie geweiht. Seit dem 1. November 2006 gehört die Kirche, die zwischen Pastor-Derks-Weg und Rothbergstraße gelegen ist, zur Pfarrgemeinde Heilig Geist in Braunschweig-Lehndorf.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Persönlichkeiten der Gemeinde [Bearbeiten]
- Carl Heinrich Theodor Knorr (1800–1875), Gründer des Nahrungsmittelunternehmens Knorr, stammt aus dem Ortsteil Meerdorf.
- Konrad Beste (1890–1958), Dichter, stammt aus dem Ortsteil Wendeburg
- Gerhard Schrader (1903–1990), Chemiker, stammt aus dem Ortsteil Bortfeld
- Otto Wolters (* 1938), niederländischer Jazzpianist, stammt aus dem Ortsteil Neubrück (Ersehof)
- Rolf Ahlers (* 1940), Ingenieur, Schriftsteller[3]
- Regina Albrecht (* 1949), Schriftstellerin, Zeitzeugin[4]
- Hans-Dieter Karras (* 1959), Komponist, Kirchenmusiker und internationaler Konzertorganist
Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen [Bearbeiten]
- Carl Friedrich Gauß (1777–1855), sein namensgebender Ururgroßvater Hans Gauß wurde um 1600 in Wendeburg geboren
- Karl Friedrich Julius Brautlecht (1837–1883), erarbeitete in Wendeburg den ersten brauchbaren Nachweis für den Typhusbazillus
- Heinrich Büssing (1843–1929), gründete und betrieb ab 1904 „die erste erfolgreiche Kraftpost-Omnibuslinie der Welt, Wendeburg-Braunschweig“
Weblinks [Bearbeiten]
- www.wendeburg.de – Gemeinde Wendeburg
- Inschriften der Denkmäler in der Gemeinde Wendeburg, PDF, abgerufen am 26. September 2012
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 268.
- ↑ Literaturverzeichnis "Heimatkundliche Themen"
- ↑ ZeitZeugenBüro
