Ilsede
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Peine | |
| Höhe: | 75 m ü. NN | |
| Fläche: | 28,43 km² | |
| Einwohner: |
11.766 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 414 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31241 | |
| Vorwahl: | 05172 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PE | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 57 003 | |
| Gemeindegliederung: | 6 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Eichstraße 3 31241 Ilsede |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilfried Brandes (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Ilsede im Landkreis Peine | ||
Ilsede ist eine Gemeinde im Landkreis Peine in Niedersachsen. Die Einheitsgemeinde Ilsede ist im Südkreis Peine ein Grundzentrum für Wohnen, Handel und Gewerbe.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Gemeindegliederung mit Einwohnerzahlen [Bearbeiten]
- Bülten 1791
- Groß Bülten 1399
- Groß Ilsede 2703
- Klein Ilsede 1912
- Ölsburg 2800
- Solschen 1083
Stand 31. Dezember 2011[2]
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Geschichte [Bearbeiten]
Im Gebiet der Gemeinde Ilsede findet man die am besten zugänglichen Grabhügel im Südwestbereich des „Bültener Holzes“. Sie liegen von dem Weg, der von Groß Bülten nach Rosenthal führt, nur wenige Schritte in den Wald entfernt. Ein kleiner Waldweg führt direkt zu dem alten Grabfeld. Obwohl auf den Grabhügeln inzwischen zum Teil mächtige Bäume gewachsen sind, sind die Grabstellen noch gut zu erkennen.
Am Waldrand weist ein Findling mit der Aufschrift „Gräberfeld der Bronzezeit, ca. 1000 v. Chr.“ auf den historischen Friedhof hin. Die Fundstelle gehört mit zwei weiteren im „Heers“ (das ist das benachbarte, nordwestlich anschließende Waldstück) und im „Gräwig“ (nordöstlich der Ortschaft Klein Ilsede) zu den geschützten archäologischen Kulturdenkmälern im Landkreis Peine.
Die Betriebsaufnahme der Ilseder Hütte im Jahr 1858 begründete für die Ilseder Region einen neuen, den industriellen Abschnitt seiner Geschichte. Bis dahin waren die Gemeinden dieses Gebietes rein ländlich bestimmt. Von nun an prägten Eisenerzbergbau und Hochofenbetrieb Arbeitswelt und Wirtschaft. Dennoch blieb die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Die Gemeinde Ilsede als Gebietskörperschaft besteht seit dem 1. Februar 1971.[3] Die hierin zusammengefassten Gemeinden Bülten, Groß Bülten, Groß Ilsede, Klein Ilsede, Ölsburg und Solschen wurden durch die vielen Gemeinsamkeiten bezüglich Eisenerzbergbau und der Ilseder Hütte bereits vor dem Zusammenschluss als Einheit betrachtet.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Gemeinde Ilsede zeigt einen goldenen welfischen Löwen. Groß Ilsede lag im Grenzgebiet des welfischen und des bischöflich-hildesheimischen Machtbereichs. Das spiegelt sich noch heute im Groß Ilseder Wappen wider, das den Braunschweiger Löwen enthält, aber ganz in den Hildesheimer Farben gelb und rot (wie das Peiner Wappen auch das Wappen Stadt Peine) gehalten ist, weil das Bistum Hildesheim als Territorialmacht dort bis 1802 herrschte.[4]
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die 28 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:
- SPD 13 Sitze
- CDU 6 Sitze
- Grüne 3 Sitze
- FBI 3 Sitze
- FDP 1 Sitze
- Piratenpartei Niedersachsen 1 Sitz
- Die Linke 1 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1971 bis 1996 – Otto Heinz Ohlendorf (SPD)
- 1996 bis 1997 – Hans-Jörg Noack (SPD)
- 1997 bis 2006 – Werner Otte
- 2006 – Wilfried Brandes (SPD)
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Ilsede pflegt seit 1976 eine Partnerschaft mit der belgischen Gemeinde Asse. Eine freundschaftliche Verbindung besteht seit 1990 mit der Stadt Luckau in Brandenburg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Alte Kapelle in Bülten aus dem 15. Jahrhundert
- Gelände der Ilseder Hütte mit dem Kugelwasserturm von 1921
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
In Ilsede fand alljährlich das Ilseder Löwenfest statt, das mittlerweile unter dem Namen Ilseder Weinfest in Groß Ilsede gefeiert wird. Zudem findet jedes Jahr – wie in allen anderen Orten der Gemeinde – ein Schützenfest statt. So findet das Groß Ilseder Volksfest (Schützenfest) am zweiten Juni-Wochenende statt; das in Ölsburg am Wochenende um den 1. Sonntag im August.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Der Bergbau und die Hüttenindustrie (Ilseder Hütte) bestehen nicht mehr. Auf dem Areal der ehemaligen Ilseder Hütte wurde gemeinsam mit der Nachbargemeinde Lahstedt der Gewerbepark Ilseder Hütte entwickelt.
Bildung [Bearbeiten]
- Gymnasium Groß Ilsede
- Realschule Groß Ilsede
- Grund- und Hauptschule Groß Ilsede
- Astrid Lindgren Schule, Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung
- Janusz-Korczak Schule, Förderschule Schwerpunkt Lernen
- Schule Ilseder Hütte, Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Bruno Brandes (1910–1985), CDU-Politiker
- Dieter Warzecha (1934–2005), Künstler, lebte und arbeitete in Groß Ilsede
- Hartmut Möllring (* 1951), CDU-Politiker
- Caren Miosga (* 1969 in Peine), seit 2007 Moderatorin der Tagesthemen, aufgewachsen in Groß Ilsede
- Herma Auguste Wittstock (* 1977 in Peine), Performance-Künstlerin, aufgewachsen in Ölsburg
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Seite der Gemeinde Ilsede
- Informationen über Klein Ilsede
- Homepage Klein Bülten
- Informationen über Ölsburg
- Groß Bülten – Ein Dorf mit Charme und Charakter
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ gemeinde-ilsede.de
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 216.
- ↑ Geschichte zum Wappen der Gemeinde Ilsede
Bülten | Groß Bülten | Groß Ilsede | Klein Ilsede | Ölsburg | Solschen
