Werbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Main-Tauber-Kreis | |
| Höhe: | 187 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,18 km² | |
| Einwohner: |
3435 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 80 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97956 | |
| Vorwahlen: | 09341, 09348, 09349 | |
| Kfz-Kennzeichen: | TBB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 28 128 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 59 97956 Werbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ottmar Dürr | |
| Lage der Gemeinde Werbach im Main-Tauber-Kreis | ||
Werbach ist eine Gemeinde in Tauberfranken und gehört zum Main-Tauber-Kreis im Nordosten von Baden-Württemberg. Bekannt wurde die Gemeinde durch ihre Wallfahrtskapelle Liebfrauenbrunn.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Werbach liegt im Taubertal zwischen Tauberbischofsheim, Wertheim und Würzburg.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zu Werbach gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Brunntal, Gamburg, Niklashausen, Wenkheim und Werbachhausen. Zur ehemaligen Gemeinde Brunntal gehört das Dorf Brunntal. Zur ehemaligen Gemeinde Gamburg gehören das Dorf Gamburg, Gehöft und Haus Eul(Eil)schirben, die Häuser Bimssteinfabrik, Dorfmühle, Bahnstation Gamburg, Gasthof Tauberperle, Möbelfabrik und das Schloss Schloßberg. Zur ehemaligen Gemeinde Niklashausen gehören das Dorf Niklashausen sowie die abgegangene Ortschaft Helzenberg. Zur ehemaligen Gemeinde Wenkheim gehören das Dorf Wenkheim und die Höfe Neumühle, Öl- und Sägmühle und Seemühle. Zur Gemeinde Werbach in den Grenzen vom 31. Dezember 1973 gehören das Dorf Werbach und die Häuser Fischzuchtanstalt, Schneidmühle und Welzmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Werbachhausen gehören das Dorf Werbachhausen und die Häuser Emmentaler Mühle und Mühlenbau-Werkstätte.[2]
Wenkheim ist, mit nur zwei Kilometern Abstand zur bayerischen Landesgrenze, der östlichste Ort der Gemeinde. Der Ort hat 770 Einwohner und ist mit 1193 Hektar der größte Ortsteil.
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung Werbachs stammt von 1248. 1563 tötet die Pest in Werbach fast 500 Menschen.
Religionen [Bearbeiten]
Bekannt ist Wenkheim für seine jüdische Geschichte, insbesondere seine frühere Synagoge und den jüdischen Friedhof Wenkheim.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden zum 1. Januar 1974 die bisher selbständigen Gemeinden Wenkheim, Werbachhausen und Brunntal zur neuen Gemeinde Werbach zusammengeschlossen. Zum 1. Januar 1975 kamen Gamburg und Niklashausen dazu.
Ortsteile [Bearbeiten]
Brunntal [Bearbeiten]
Brunntal wird erstmals 1222 urkundlich erwähnt. Damals kamen Teile des Dorfes durch Schenkung an Würzburg. In Brunntal war im 14. Jahrhundert auch das Kloster Bronnbach begütert. Bis 1803 gehörte das Dorf zu Kurmainz. Im Rahmen der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde der Ort dem Fürstentum Leiningen zugeteilt. Nach dessen Auflösung 1806 im Zuge der Rheinbundakte kam es zum Großherzogtum Baden.
Gamburg [Bearbeiten]
Bereits 1139 wird Gamburg erstmals urkundlich erwähnt. 1806 kam der Ort unter die Hoheit Würzburgs und ein Jahr danach durch einen Staatsvertrag zwischen Würzburg und Baden unter die Souveränität des Großherzogtum Baden.
Das Wahrzeichen Gamburgs ist die Burg Gamburg.
Niklashausen [Bearbeiten]
Nicozeshusen, wie das Dorf früher hieß, wurde urkundlich erstmals 1170 erwähnt. Das Dorf gehörte zur alten Grafschaft Wertheim, der späteren Grafschaft Löwenstein-Wertheim. Hans Böhm, der Pauker von Niklashausen, tritt 1476 als Prediger vor die Wallfahrer in Niklashausen. Ihm gelingt es, 40.000 Bauern um sich zu scharen. Trotzdem wird er festgenommen und in Würzburg als Ketzer verbrannt. 1806 kommt das Dorf unter die Landeshoheit des Großherzogs von Baden.
Wenkheim [Bearbeiten]
Urkundlich wird "Weggencheim" erstmals 1149 genannt. Mann nimmt an, dass die Herren von Wenkheim, die in Thüringen saßen, ursprünglich von hier stammen. Ab 1625 war es Bestandteil der Grafschaft Löwenstein-Wertheim. 1673 brannten die Franzosen das Wenkheimer Schloss nieder. 1750 brannte ein Großteil von Wenkheim nieder. 1776 wurde das Dorf bei einem Unwetter schwer verwüstet. 1806 kam Wenkheim unter die Landeshoheit des Großherzogs von Baden.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen zeigt ein rotes Mainzer Rad auf weißem Grund über zwei weißen Rosen auf blauem Grund.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Werbach ist Weinort des Bereichs Tauberfranken.
Verkehr [Bearbeiten]
Die Ortsteile Niklashausen und Gamburg sind durch die Taubertalbahn (Crailsheim–Wertheim) an das überregionale Schienennetz angebunden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Im Ortsteil Wenkheim gibt es einen jüdischen Friedhof, der im 17. Jahrhundert oder früher östlich des Ortes im Gewann „Großer Wald“ (heute unmittelbar an der Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern) angelegt und bis 1938 belegt wurde (Flurstück 10321, Fläche 55,80 a).
Bauwerke [Bearbeiten]
- Liebfrauenbrunnkapelle zwischen Werbach und Werbachhausen
- Ehemalige Synagoge in Wenkheim - durch einen Förderverein restauriert
- Evangelische Kirche Wenkheim
- Gamburger Pfarrkirche von 1895
- Burg Gamburg bei Gamburg
- Eulschirbenmühle bei Gamburg
Freizeit [Bearbeiten]
- In Wenkheim befindet sich ein Freibad.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Georg Hund von Wenkheim (1520–1572) Hochmeister des Deutschritterordens
- Franz Anton Buscher (1825–1879), Bildhauer
- Sebastian Buscher (1849–1926), Bildhauer
- Clemens Buscher (1855–1916), Bildhauer
- Thomas Buscher (1860–1937), Bildhauer
- Brigitte Wohlfarth, * um 1967, Konzert- und Opernsängerin
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 354–357
Weblinks [Bearbeiten]
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