Ahorn (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ahorn
Ahorn (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahorn hervorgehoben
49.5008333333339.5397222222222360Koordinaten: 49° 30′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 53,96 km²
Einwohner: 2173 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74744
Vorwahlen: 06296, 07930, 09340
Kfz-Kennzeichen: TBB, MGH
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 138
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossstraße 24
74744 Ahorn
Webpräsenz: www.gemeindeahorn.de
Bürgermeister: Elmar Haas (CDU)
Lage der Gemeinde Ahorn im Main-Tauber-Kreis
Ahorn Assamstadt Bad Mergentheim Boxberg Creglingen Freudenberg Großrinderfeld Grünsfeld Igersheim Igersheim Königheim Külsheim Lauda-Königshofen Niederstetten Tauberbischofsheim Weikersheim Werbach Wertheim WittighausenKarte
Über dieses Bild

Ahorn ist eine Gemeinde im Main-Tauber-Kreis im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ahorn liegt mit rund 400 m ü. NN Höhe auf einem der höchsten Punkte im Main-Tauber-Kreis im östlichen Bauland.

Im Ortsteil Buch am Ahorn entspringen die Erfa und die Umpfer.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinden Hardheim im Neckar-Odenwald-Kreis sowie Königheim und die Stadt Lauda-Königshofen, im Osten die Stadt Boxberg, im Süden die Stadt Ravenstein und im Westen die Gemeinde Rosenberg, letztere beide wieder im Neckar-Odenwald-Kreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ahorn besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Berolzheim, Buch am Ahorn, Eubigheim, Hohenstadt und Schillingstadt. Zur ehemaligen Gemeinde Berolzheim gehört das Dorf Berolzheim. Zur ehemaligen Gemeinde Buch am Ahorn gehören das Dorf Buch am Ahorn und der Weiler Schwarzenbrunn sowie die abgegangenen Ortschaften Arnoldesfelden, Habihetal, Osternach und Rumphsthusen. Zur ehemaligen Gemeinde Eubigheim gehören das Dorf (Unter-)Eubigheim und der Weiler Obereubigheim. Zur ehemaligen Gemeinde Hohenstadt gehört das Dorf Hohenstadt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Ahorn durch den Zusammenschluss der damaligen Gemeinden Eubigheim (samt Obereubigheim), Buch am Ahorn und Hohenstadt gegründet. Nach Buch war bereits 1936 Schwarzenbrunn eingemeindet worden. Namensgeber war der rund 2.000 Hektar große Ahornwald. 1973 wurde der Weiler Neidelsbach nach einer Abstimmung der Bevölkerung eingemeindet. Zum 1. Januar 1975 wurde Ahorn durch das Gemeindereformgesetz mit der Gemeinde Berolzheim vereinigt, zugleich wurde Schillingstadt in die neue Gemeinde eingemeindet.

Seit dessen Gründung 1973 gehört die Gemeinde dem Main-Tauber-Kreis (1973 bis 1974 Tauberkreis) an. Zuvor waren die einzelnen Kommunen dem aufgelösten Landkreis Buchen zugeordnet und sollten mit diesem dem ebenfalls neu gebildeten Neckar-Odenwald-Kreis angeschlossen werden. Die Entfernung zur Kreisstadt Mosbach von rund 40 Kilometern und die mit einer Orientierung Richtung Neckar verbundene Trennung des Ahornwaldes, von welchem Teile der Stadt Lauda-Königshofen angehören, sprachen jedoch gegen diesen Schritt und für das verkehrsgünstigere Tauberbischofsheim als neue Kreisstadt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Hauptorte der ehemaligen Gemeinden haben jeweils eigene Verwaltungsstellen.

Berolzheim

Berolzheim[Bearbeiten]

Berolzheim wurde erstmals 1050 urkundlich erwähnt. Zunächst Königsgut gehörte Berolzheim ab dem 15. Jahrhundert zu Kurmainz, wo es zum Amtsbezirk Tauberbischofsheim zählte. Im Rahmen der Mediatisierung kam der Ort aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses Anfang 1803 zunächst zum Fürstentum Leiningen und nach dessen Auflösung 1806 zum Großherzogtum Baden.

Buch am Ahorn

Buch am Ahorn[Bearbeiten]

Buch am Ahorn wurde erstmals 1101 urkundlich erwähnt. Für das 13. Jahrhundert ist die Grundherrschaft der Edlen von Krautheim nachgewiesen. Später gehörte der Ort den Mönchen von Rosenberg.

Eubigheim

Eubigheim[Bearbeiten]

Im Jahre 850 wurde Eubigheim erstmals urkundlich erwähnt.

Hohenstadt

Hohenstadt[Bearbeiten]

Hohenstadt wurde erstmals 1242 urkundlich genannt. Der Ortsadel der Ritter von Hohenstaden beherrschte lange den Ort.

Schillingstadt

Schillingstadt[Bearbeiten]

Der Lorscher Codex erwähnt Schillingstadt erstmals für das Jahr 773.

Religionen[Bearbeiten]

Für 1557 ist die Einführung der Reformation im heutigen Ortsteil Buch durch Albrecht von Rosenberg belegt. Buch und Hohenstadt sind bis heute evangelisch geprägt. In Eubigheim, Berolzheim und Schillingstadt befinden sich römisch-katholische Kirchen, Eubigheim und Schillingstadt haben je eine evangelische Kirche.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bei den Gemeinderatswahlen vom 7. Juni 2009 traten die Bürgerliste und die Freiwillige Wählervereinigung an. Alle 13 Mitglieder des Gemeinderats gehören der Bürgerliste an. Auf die beiden Kandidaten der Freiwilligen Wählervereinigung entfielen nur 3,67 % bzw. 2,86 % der Stimmen.[3]

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,6 % und war damit um 3,3 Prozentpunkte geringer als bei der Kommunalwahl 2004. Dem Gemeinderat gehören 12 Männer und eine Frau an.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens von Ahorn lautet: „In Rot ein schräges silbernes Ahornblatt.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ahorn hat eine gleichnamige Anschlussstelle an die Bundesautobahn 81 (WürzburgStuttgart), für die nördlichen Ortsteile und eine weitere mit dem Namen Boxberg bei Berolzheim. Im Ortsteil Berolzheim durchquert die Bundesstraße 292 (MosbachLauda-Königshofen) das Gemeindegebiet und verbindet es mit Tauberfranken und dem Odenwald.

Der Bahnhof in Eubigheim liegt an der Frankenbahn (Stuttgart–Würzburg) mit der Anbindung an den Regionalverkehr.

Bildung[Bearbeiten]

Ahorn verfügt seit Mitte der 1970er-Jahre über eine gemeinsame Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule im Ortsteil Eubigheim, das „Lernhaus Ahorn“. Das Lernhaus ist eine der 34 Starterschulen, die ab dem Schuljahr 2012/2013 die ersten baden-württembergischen Gemeinschaftsschulen sein werden.[5] Zuvor besaßen Berolzheim, Buch und Schillingstadt zusätzlich eigene Grundschulen. Die Gemeinde hat vier kirchlich organisierte Kindergärten, je zwei evangelische und römisch-katholische.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Plesder in Frankreich. Hierfür wurde in den 1990er-Jahren der Verein Freundeskreis Ahorn - Plesder gegründet.

Museen[Bearbeiten]

Im Ortsteil Berolzheim betreibt der vHeimatverein Zehntweghütte ein Heimatmuseum, das sich mit dem Handwerk und dem Lebensalltag im 19. Jahrhundert befasst.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elmar Weiß: Ahorn – im Wandel der Zeiten. Herausgegeben von der Gemeindeverwaltung Ahorn 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ahorn (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 302–305
  3. Wahlergebnis vom 7. Juni 2009 - abgerufen am 1. Dezember 2009
  4. Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg - abgerufen am 1. Dezember 2009
  5. Gesamtliste der Starterschulen der Gemeinschaftsschule bei kultusportal-bw.de (PDF; 39 kB; abgerufen am 11. März 2012)
  6. Beschreibung des Museums auf der Website des Heimatvereins