Baden (Weinbaugebiet)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Daten
Weinbaugebiet: Baden
Bundesland: Baden-Württemberg
Weinbaufläche: 159 km² (2008)
Weinproduktion/Jahr: 1,1 Mio. Hektoliter
Weinkönigin: Natalie Henninger
Website: www.badischerwein.de
WeinbaugebieteDeutschland.svg
Deutsche Weinbaugebiete

Baden ist das südlichste und mit rund 15.906 Hektar Rebfläche und einem Durchschnittsmostertrag von 1,1 Millionen Hektoliter das drittgrößte Weinbaugebiet in Deutschland.[1] Als einziges deutsches Weinbaugebiet gehört es zur Weinbauzone B der Europäischen Union, wie auch das benachbarte Elsass, die Champagne und das Loire-Tal, die sämtlich in Frankreich liegen.

Bereiche[Bearbeiten]

Weinbaubereiche in Baden sind Badische Bergstraße, Bodensee, Breisgau, Kaiserstuhl, Kraichgau, Markgräflerland (Markgräfler Wein), Ortenau, Tauberfranken sowie Tuniberg, und Klettgau.

Weinreben am Kaiserstuhl

Rebsorten[Bearbeiten]

Weißwein[Bearbeiten]

Für Weißwein angebaut werden unter anderem die Rebsorten Grauburgunder (Ruländer), Müller-Thurgau, Bacchus, Gutedel, Kerner, Klingelberger oder Riesling, Scheurebe, Sauvignon Blanc, Muskateller, Nobling, Auxerrois und Weißburgunder Silvaner, Gewürztraminer.

Rotwein[Bearbeiten]

Für Rotwein angebaut werden vor allem Spätburgunder, Regent, Schwarzriesling, Dornfelder.

Cuvée/Verschnitt[Bearbeiten]

Badisch Rotgold, manchmal auch Badischer Rotling genannt, ist keine Rebsorte, sondern ein Verschnitt aus mindestens 51 % Trauben der weißen Rebsorte Grauer Burgunder mit höchstens 49 % Trauben der roten Rebsorte Spätburgunder.[2]

Bekannte Weinbauorte[Bearbeiten]

Bekannte Weinbauorte sind Auggen, Achkarren, Bahlingen, Beckstein, Berghaupten, Bickensohl, Bischoffingen, Bötzingen, Buchholz, Bühl, Burkheim, Durbach, Eichstetten, Endingen am Kaiserstuhl, Fremersberg, Gengenbach, Glottertal, Hagnau, Hohberg, Ihringen, Istein, Jechtingen, Kappelrodeck, Königheim, Lauda-Königshofen, Laufen, Malsch, Malterdingen, Meersburg, Michelfeld, Müllheim, Neuweier, Oberbergen, Oberkirch, Oberrotweil, Ohlsbach, Ortenberg, Pfaffenweiler, Rauenberg, Salem, Sasbach, Sasbachwalden, Schliengen, Tauberbischofsheim, Überlingen, Waldulm und Weingarten.

Renommierte Weinerzeuger[Bearbeiten]

VDP-Mitglieder[Bearbeiten]

Dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter (VDP) gehören an:

DLG-empfohlene Weingüter[Bearbeiten]

Von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) werden empfohlen:

Winzergenossenschaften[Bearbeiten]

Badische Weinkönigin[Bearbeiten]

Die Badische Weinkönigin wird seit 1950 gewählt. Von 2014 bis 2015 hat das Amt Josefine Schlumberger aus Sulzburg-Laufen im Markgräflerland inne.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Dziersk: Die historisch-geographische Verbreitung des badischen Weinbaues zwischen Bodensee, Hochrhein und Baar, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 90. Jg. 1972, S. 155–234 (Digitalisat)
  • Gebhard Spahr: Geschichte des Weinbaus im Bodenseeraum, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 99/100. Jg. 1981/82, S. 189–230 (Digitalisat)
  • Horst Dippel, Cornelius Lange & Fabian Lange: Das Weinlexikon. S. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15867-2.
  • Natalie Lumpp: Ortenau – Weine aus dem Herzen Badens. DRW-Verlag Weinbrenner, Leinfelden-Echterdingen 2003, ISBN 3-87181-487-3.
  • Gabriele Damasko & Klaus Henning Damasko: WeinAdel – Natalie Lumpp entdeckt Schlossweine in Baden und Württemberg. Hampp-Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-936682-20-5.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Deutsches Weininstitut: Statistik 2009/2010, (PDF; 219 kB). Mainz 2009.
  2. Wein-Ratgeber: Rotling. Abgerufen am 7. Dezember 2011.