Winger

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Winger (Begriffsklärung) aufgeführt.
Winger
Winger in Santa Clara, 1. März 2007
Winger in Santa Clara, 1. März 2007
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock, Hair Metal
Gründung 1987
Auflösung 1993
Neugründung 2002, 2006
Website http://www.kipwinger.com
Aktuelle Besetzung
Kip Winger (1987-1993, 2002, seit 2006)
Reb Beach (1987-1993, 2002, seit 2006)
Gitarre
John Roth (1990-1993, seit 2006)
Keyboard, Gitarre
Paul Taylor (1987-1990, 2002, seit 2006)
Rod Morgenstein (1987-1993, 2002, seit 2006)

Winger sind eine US-amerikanische Hardrock-Band aus New York. Die Band feierte ihre größten Erfolge Ende der 1980er Jahre / zu Beginn der 1990er Jahre vornehmlich in den USA und ist nach ihrem Sänger Kip Winger (* 21. Juni 1961 in Denver) benannt. Der abwertende Begriff Poser Metal wurde, auch aufgrund des Images der Bandmitglieder, oftmals für den kommerziellen Hardrock-Stil der Band angewendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Winger entstehen 1987 nach dem Ende der Constrictor-Tour von Alice Cooper, bei der Bassist Kip Winger und Keyboarder Paul Taylor zur Liveband gehörten. Die beiden Musiker finden in Reb Beach einen passenden Gitarristen und in Rod Morgenstein (ehemals Steve Morse Band) einen geeigneten Schlagzeuger. Die Band nennt sich zu Beginn Sahara, ändert diesen Bandnamen aber noch vor Erscheinen des selbstbetitelten Debütalbums um in Winger.

Die Band geht anschließend als Support für Ozzy Osbourne, die Scorpions und King’s X auf Tour, eine weitere Tournee mit Cinderella und den Bulletboys folgt. Das Album (#21) und die Singles Seventeen (#26), Headed for a Heartbreak (#19) und Hungry (#85) sind in den USA sehr erfolgreich. Das Album erreicht in den USA sogar Platin, in Kanada und Japan Gold.

Das zweite Album In the Heart of the Young übertrifft diesen Erfolg noch und landet auf Platz 15 der amerikanischen Billboard Charts. Bis zum Jahresende verkauft es sich allein in den USA zwei Millionen Mal und erreicht wie der Vorgänger Platinstatus. Darüber hinaus enthält In the Heart of the Young drei Single-Hits, Can't Get Enuff (#42), die Ballade Miles Away (#12) und Easy Come Easy Go (#41). Für die Tour wird Paul Taylor durch John Roth ersetzt. Die Band tourt u. a. mit KISS, den Scorpions, Extreme, ZZ Top und Slaughter.

Das dritte Album Pull (#83) und die daraus ausgekoppelte Single Down Incognito aus dem Jahr 1993 passen sich dem Zeitgeist an und floppen. Winger werden in dieser Zeit ein willkommenes Opfer von Beavis and Butt-Head, den Hauptdarstellern einer MTV-Zeichentrickserie, die 1993 anläuft. Die Band löst sich Ende 1993 auf.

2001 erscheint eine Best-of-CD der Band mit dem neuen Song On the Inside. Eine gleichnamige Reuniontour in Originalbesetzung folgt im Jahr 2002. Im Mai 2006 unterschreiben Winger beim italienischen Label Frontiers Records einen neuen Plattenvertrag. Das neue Studioalbum Winger IV erscheint im Oktober 2006, gefolgt von einer Europatournee, die ihre Dokumentation Ende 2007 auf der Doppel-Live-CD Live und der gleichnamigen DVD findet.

2009 erscheint das neue Studioalbum Karma, das sehr positive Kritiken in einschlägigen Magazinen bekam. Die Band trat, soweit für die einzelnen Mitglieder terminlich machbar, in Europa und den USA live auf. Erst 2014 konnte mit Better Days Comin’ ein weiteres Album präsentiert werden.

Trivia[Bearbeiten]

  • Sämtliche Mitglieder sind durchweg exzellente und profund ausgebildete Musiker. Kip Winger selbst studierte Ballett, klassische Gitarre und Songwriting.
  • Der ursprüngliche Bandname Sahara ist auf dem Cover des Debütalbums noch zu erkennen.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Winger
  US 21 17.09.1988 (64 Wo.)
In the Heart of the Young
  US 15 11.08.1990 (42 Wo.)
Pull
  US 83 05.06.1993 (5 Wo.)
Singles[1]
Seventeen
  US 26 25.02.1989 (16 Wo.)
Headed for a Heartbreak
  US 19 03.06.1989 (18 Wo.)
Hungry
  US 85 23.09.1989 (6 Wo.)
Can't Get Enuff
  US 42 28.07.1990 (15 Wo.)
Miles Away
  UK 56 19.01.1991 (3 Wo.) [2]
  US 12 13.10.1990 (22 Wo.)
Easy Come, Easy Go
  US 41 09.02.1991 (11 Wo.)
[2]

Studioalben[Bearbeiten]

Livealben und Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2001: The Very Best of Winger
  • 2007: Demo Anthology (2-CD)
  • 2007: Live (2-CD)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • 1988: Madelaine
  • 1989: Hungry
  • 1989: Headed for a Heartbreak
  • 1989: Seventeen
  • 1990: Easy Come Easy Go
  • 1990: Can't Get Enuff
  • 1991: Miles Away
  • 1991: Headed for a Heartbreak '91
  • 1993: Down Incognito

Videos and DVDs[Bearbeiten]

  • 1989: Winger: The Videos Volume One (VHS)
  • 1990: In the Heart of the Young (VHS)
  • 1991: In the Heart of the Young Part 2 (VHS)
  • 1993: The Making of Pull (VHS)
  • 2007: Live (DVD)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955-2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1 / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  2. a b British Hit Singles & Albums, 18th Edition, Guinness World Records Limited 2005, ISBN 9781904994008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Winger – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien