Wurzbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Orla-Kreis | |
| Höhe: | 525 m ü. NN | |
| Fläche: | 72,31 km² | |
| Einwohner: |
3.378 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 47 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07343 | |
| Vorwahl: | 036652 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SOK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 75 133 | |
| LOCODE: | DE WZB | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt; 6 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Leutenberger Str. 10 07343 Wurzbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jan Schübel | |
| Lage der Stadt Wurzbach im Saale-Orla-Kreis | ||
Wurzbach ist eine Kleinstadt im thüringischen Saale-Orla-Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Die Stadt Wurzbach liegt am Nordwestrand des Frankenwaldes an der Sormitz, ist 72,31 km² groß und befindet sich in einer Höhenlage von 500 bis 725 m über NN.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zur Stadt Wurzbach (Urkundliche Ersterwähnung 23. Juni 1250) gehören die Ortsteile Grumbach (1616), Heberndorf (17. Dezember 1413), Heinersdorf (23. Juni 1250), Oßla (23. Juni 1250), Titschendorf (1616) und Weitisberga (18. Januar 1380).[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Der als Waldhufendorf angelegte Ort wurde am 23. Juni 1250 als Besitz der Herren von Lobdeburg erstmals genannt. Von 1848 bis 1918 gehörte Wurzbach zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie. 1930 wurde Wurzbach das Stadtrecht verliehen.
[Bearbeiten] Technikgeschichte
Im 15. Jahrhundert wurde bereits das Handwerk der Hammerschmiede erwähnt und ist somit das älteste. Teller und Löffelmacher kamen im 16 Jahrhundert hinzu sowie die Entstehung der Hüttenwerke in Benignengrün und Solmsgrün. Durch diese Entwicklung wurde 1729 die Heinrichshütte (ursprünglich im Besitz der Familien Meier und Kämmerer, enteignet) gegründet, welche als Technisches Schaudenkmal erhalten geblieben ist.
Heute können Touristen im Technischen Schaudenkmal die größte Dampfmaschine in ihrer Bauart Europas besichtigen und am Schaugießen teilnehmen.
[Bearbeiten] Politische Geschichte
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 18 Arbeitskräfte aus den besetzten Ländern Osteuropas Zwangsarbeit verrichten: bei der Eisengießerei Heinrichshütte und beim Forstamt Jägersruh. Ein Zwangsarbeiter aus Polen, der in Wurzbach eingesetzt war, wurde wegen "Selbstverstümmelung" 1943 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet.[3]
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Am 1. Juli 1999 wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Grumbach, Heberndorf, Heinersdorf, Oßla, Titschendorf und Weitisberga sowie die bisherige Stadt Wurzbach (alter Gemeindeschlüssel 16 0 75 126), die zuvor gemeinsam die Verwaltungsgemeinschaft Region Wurzbach bildeten, aufgelöst und zur Stadt Wurzbach zusammengelegt.[4]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: jeweils 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
Von den 3515 Einwohnern waren am 31. Dezember 2008 1758 männlichen und 1757 weiblichen Geschlechts.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kunst
Der Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltete den alten Trafo-Turm am Markt neu. Die Initiative hierfür kam von Bärbel Müller, die eine Galerie am Markt, direkt neben dem Turm betreibt. Das Projekt wurde durch Spenden finanziert. Im August 2008 wurde das Kunstwerk eingeweiht.[5]
[Bearbeiten] Museen
- Das technische Museum Heinrichshütte informiert über die Entwicklung der Gießereitechnik. Als besondere Sehenswürdigkeit gilt eine der größten erhaltenen Dampfmaschinen Europas.
- Das Museum Zschachenmühle illustriert als technisches Denkmal die Geschichte der Landwirtschaftstechnik in der Region. Es verfügt zudem über eine Mineralien-Schausammlung, einen Kunst- und Skulpturenpark mit teils skurrilen Schrottfiguren sowie einen Paradiesgarten.
[Bearbeiten] Gedenkstätten
Seit 1985 erinnert am Ortsausgang Richtung Lobenstein eine Stele an den Todesmarsch von KZ-Häftlingen des Außenlagers "Laura" bei Lehesten im Frühjahr 1945.
[Bearbeiten] Tourismus und Freizeit
Das alte Rathaus am Markt (WurzBachHaus) ist ein alter Familienbesitz und wird auch heute noch bewohnt. Einzelne Räume werden außerdem als Naturparkinformationsstelle genutzt. Nur wenige Meter entfernt informieren Tafeln über die Stadtgeschichte. In der Nähe des Familienhotels "Aparthotel - Am Rennsteig" befindet sich der 320m lange Skilift mit Abfahrts-, Langlauf-Ski- und Rodel-Möglichkeit. Wurzbach besitzt auch ein Kino und eine Bibliothek. Wer sich beim Wandern durch den angrenzenden Frankenwald erholen möchte, kann dies auf ca. 120km ausgeschilderten Wanderwegen tun.
[Bearbeiten] Bilder von Wurzbach
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung: „In Silber auf grünem Berg ein schreitender goldener Kranich.“ [6]
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Fritz Spindler (1817–1905), Pianist und Komponist
- Bruno Meier, Maschinenbaumeister und Fabrikant
- Alfred Meier, Fabrikant
- Knut Herschel (1948–1999), Deutscher Großmeister im Fernschach
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer, Verlag Rockstuhl, Bad-Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 321, 104, 114, 116, 214, 286, 309
- ↑ Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 230, ISBN 3-88864-343-0
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
- ↑ Sammlung von Zeitungsberichten der OTZ. Abgerufen am 16. Januar 2011.
- ↑ Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 48; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X
[Bearbeiten] Weblinks
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