„Martin Tomczyk“ – Versionsunterschied

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'''Martin Georg Tomczyk''' (* [[7. Dezember]] [[1981]] in [[Rosenheim]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Automobilsport|Automobilrennfahrer]]. Er ist der Sohn des Motorsportfunktionärs [[Hermann Tomczyk]]. Er tritt seit [[DTM-Saison 2001|2001]] in der [[DTM]], in der er 2011 die Fahrerwertung gewann, an. 2011 startete er für das [[Team Phoenix]]. Ab 2012 wird er in einem [[BMW (Motorsport)|BMW]] für [[Reinhold Motorsport]] (RMG) an den Start gehen.
'''Martin Georg Tomczyk''' (* [[7. Dezember]] [[1981]] in [[Rosenheim]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Automobilsport|Automobilrennfahrer]]. Er ist der Sohn des Motorsportfunktionärs [[Hermann Tomczyk]]. Er tritt seit [[DTM-Saison 2001|2001]] in der [[DTM]], in der er 2011 die Fahrerwertung gewann, an. 2011 startete er für das [[Team Phoenix]]. Ab 2012 wird er in einem [[BMW (Motorsport)|BMW]] für [[Reinhold Motorsport]] (RMG) an den Start gehen.
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Version vom 24. Februar 2012, 16:11 Uhr

Martin Tomczyk
Nation:
DTM
Erstes Rennen:
Teams (Hersteller)
Statistik
Starts Siege Poles SR
Podestplätze:
Gesamtsiege:
Punkte:

Martin Georg Tomczyk (* 7. Dezember 1981 in Rosenheim) ist ein deutscher Automobilrennfahrer. Er ist der Sohn des Motorsportfunktionärs Hermann Tomczyk. Er tritt seit 2001 in der DTM, in der er 2011 die Fahrerwertung gewann, an. 2011 startete er für das Team Phoenix. Ab 2012 wird er in einem BMW für Reinhold Motorsport (RMG) an den Start gehen.

Karriere

Anfänge im Motorsport

Tomczyk begann seine Karriere wie die meisten Motorsportler im Kartsport, in dem er von 1992 bis 1997 aktiv war. 1998 wechselte er in den Formelsport und wurde auf Anhieb hinter André Lotterer Vizemeister der deutschen Formel BMW Junior. 1999 wechselte Tomczyk in die deutsche Formel BMW und wurde im BMW Rookie Team Teamkollege von Lotterer. Während Lotterer die Meisterschaft gewann, schloss Tomczyk die Saison auf dem vierten Platz ab. Darüber hinaus trat Tomczyk in der portugiesischen Formel BMW an und entschied die Meisterschaft für sich. 2000 ging Tomczyk für das Opel Team KMS in der deutschen Formel-3-Meisterschaft an den Start. Er beendete die Saison als Zwölfter, während sein Teamkollege Giorgio Pantano Meister wurde.

DTM

2001 wechselte Tomczyk in die DTM ins Juniorteam von Abt Sportsline. In einem Abt-Audi TT-R startend wurde er im Alter von 19 Jahren zum bis dahin jüngsten DTM-Piloten.[1] Mit einem vierten Platz, den er bei seinem zweiten Rennen auf dem Nürburgring erzielte, als bestes Resultat beendete er seine erste DTM-Saison auf dem 13. Gesamtrang. 2002 verbesserte sich Tomczyk auf den elften Platz in der Meisterschaft. Seine beste Platzierung, einen fünften Platz, erzielte er erneut auf dem Nürburgring. 2003 erhielt Tomczyk einen sogenannten „Jahreswagen“ von Abt-Audi und wurde mit einem Punkt 16. in der Fahrerwertung.

Mit dem werksseitigen Einstieg von Audi erhielt Tomczyk 2004 mit dem Audi A4 DTM wieder eine aktuelles Fahrzeugmodell, das von Abt Sportsline eingesetzt wurde. Beim zweiten Rennen in Estoril erzielte er mit einem dritten Platz seine erste DTM-Podest-Platzierung. Zwar blieb ihm auch in diesem Jahr ein Sieg verwehrt, im weiteren Verlauf der Saison folgten allerdings drei zweite Plätze. Als drittbester Audi-Pilot schloss er die Saison auf dem fünften Platz in der Meisterschaft ab. Tomczyk war damit in dieser Saison der beste deutsche DTM-Fahrer. 2005 vermochte Tomczyk nicht an die Ergebnisse aus dem Vorjahr anzuknüpfen. Er beendete die Saison auf dem 13. Meisterschaftsrang und war der schlechteste Pilot, der einen aktuellen Audi A4 DTM pilotierte.

Tomczyk im Audi A4 DTM 2006

2006 gelang es Tomczyk, bei neun von zehn Rennen Punkte zu erzielen. Nach zwei dritten Plätzen folgte beim achten Saisonlauf auf dem Circuit de Catalunya sein erster Sieg in der DTM. Tomczyk, der sich markenintern nur Tom Kristensen geschlagen geben musste, belegte am Saisonende den vierten Platz in der Meisterschaft. 2007 entschied er die Rennen auf dem Nürburgring und in Zandvoort für sich. Zwar war Tomczyk in dieser Saison der Audi-Pilot mit den meisten Siegen, den DTM-Titel gewann allerdings sein Teamkollege Mattias Ekström. Tomczyk beendete die Saison auf dem dritten Platz.

Tomczyk beim Saisonauftakt der DTM-Saison 2009

2008 gelang es Tomczyk nicht, an die Leistungen der vorherigen zwei Saisons anzuknüpfen. Sein bestes Resultat war ein zweiter Platz in Oschersleben und er beendete die Saison auf dem siebten Gesamtrang. Die Saison 2009 begann für Tomczyk mit drei punktelosen Rennen. Im weiteren Saisonverlauf fuhr er allerdings insgesamt vier Mal aufs Podium. Dabei erzielte er seinen vierten DTM-Sieg auf dem Nürburgring. In der Meisterschaft wurde er als drittbester Audi-Pilot Sechster. 2010 bestritt Tomczyk seine zehnte DTM-Saison für Abt Sportsline. Tomczyk kam bei acht von elf Rennen in die Punkteränge, eine Podest-Platzierung gelang ihm allerdings nicht. Beim Rennen in Oschersleben nahm Tomczyk zum 100. Mal an einem DTM-Rennen teil.[2] Ein Rennen später folgte sein 100. Start beim DTM-Rennen in Hockenheim. In der Meisterschaft schloss er die Saison auf dem achten Rang ab.

Tomczyk im Phoenix-Audi 2011 in Zandvoort

Nach zehn Jahren bei Abt Sportsline verließ Tomczyk zur Saison 2011 den Rennstall und wurde durch Mike Rockenfeller ersetzt. Tomczyk wechselte innerhalb der Audi-Teams zu Phoenix, die im Gegensatz zu Abt Sportsline das ein Jahr ältere Modell des Audi A4 DTM verwenden.[3] Bereits im zweiten Saisonrennen in Zandvoort erzielte Tomczyk als Dritter seine erste Podest-Platzierung im neuen Team. Dabei hatte er in der Schlussphase des Rennens Chancen auf den zweiten Platz.[4] Ein Rennen später in Spielberg erzielte Tomczyk zunächst die Pole-Position und anschließend den Sieg.[5] Es war der erste Sieg für das Team Phoenix seit 2000[6] und der erste Sieg eines Audi-„Jahreswagens“. Ein Rennen später, auf dem EuroSpeedway Lausitz, gelang ihm sein zweiter Saisonsieg. Es war der erste Audi-Sieg auf dieser Strecke seit sechs Jahren. Mit dem Sieg übernahm Tomczyk als erster „Jahreswagenpilot“ überhaupt die Führung in der Meisterschaft.[7] Ein Rennen später, auf dem Norisring, startete Tomczyk vom zehnten Startplatz, arbeitete sich aber bis auf den dritten Platz vor. Damit wurde er wieder bester Audi-Pilot. Zwei Rennen später gewann er in Brands Hatch ein weiteres Rennen und übernahm erneut die Führung in der Fahrerwertung. Mit einem zweiten Platz beim anschließenden Rennen in Oschersleben baute er seine Führung weiter aus. Ein dritter Platz in Valencia reichte schließlich zum vorzeitigen Titelgewinn. Tomczyk wurde damit zum ersten Rennfahrer, der in einem „Jahreswagen“ DTM-Champion wurde. Am Saisonende lag er mit 72 zu 52 Punkten vor seinem Markenkollegen Ekström. Tomczyk beendete jedes DTM-Rennen der Saison 2011 auf einem der ersten fünf Plätze.

Nach seinem Titelgewinn wechselte Tomczyk zur Saison 2012 als Werksfahrer zu BMW.[8] Er fährt einen BMW M3 DTM von Reinhold Motorsport.[9]

Persönliches

Unterschrift von Martin Tomczyk

Er ist der Sohn von Hermann Tomczyk, ein Motorsportfunktionär und ADAC-Sportpräsident.[10] Manager von Martin Tomczyk ist seit 1996 sein Bruder Tobias.[11] Seit 2008 ist Martin Tomczyk mit Christina Surer liiert und seit Februar 2010 verlobt.[10][12]

Martin Tomczyk ist gelernter Bürokaufmann[13] und lebt in Aesch.[14]

Sonstiges

Am 29. November 2008 gewann Tomczyk bei der TV total Stockcar Crash Challenge das Rodeorennen.[15] 2008 und 2011 wurde er ADAC Motorsportler des Jahres.[10][16]

Tomczyk unterstützt die Stiftung Wings for Life, die sich der Erforschung und Heilung von Querschnittslähmung widmet.[17]

Statistik

Karrierestationen

  • 2002: DTM (Platz 9)
  • 2003: DTM (Platz 16)
  • 2004: DTM (Platz 5)
  • 2005: DTM (Platz 13)
  • 2006: DTM (Platz 4)
  • 2007: DTM (Platz 3)

Einzelergebnisse in der DTM

Saison Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Punkte Rang
2001 Abt Sportsline HO1
DNF
NÜ1
4
OSC
20
SAC
7
NOR
10
LAU
6
NÜ2
DNF
A1R
15
ZAN
DNF
HO2
16
  23 13.
2002 Abt Sportsline HO1
DNF
ZOL
DNF
DON
DNF
SAC
DNF
NOR
DNS
LAU
9
NÜR
5
A1R
DNF
ZAN
18
HO2
DNF
  7 9.
2003 Abt Sportsline HO1
12
ADR
DNF
NÜ1
18
LAU
 
NOR
18
DON
DNF
NÜ2
DNF
A1R
8
ZAN
DNF
HO2
13
  1 16.
2004 Abt Sportsline HO1
5
EST
3
ADR
8
LAU
14
NOR
5
SHA1
DNF
NÜR
DNF
OSC
2
ZAN
2
BRN
DNF
HO2
2
39 5.
2005 Abt Sportsline HO1
DNF
LAU
12
SPA
6
BRN
14
OSC
DNF
NOR
5
NÜR
11
ZAN
6
LAU
10
IST
16
HO2
DNF
10 13.
2006 Abt Sportsline HO1
7
LAU
8
OSC
6
BRH
4
NOR
16
NÜR
3
ZAN
3
CAT
1
LEM
4
HO2
5
  42 4.
2007 Abt Sportsline HO1
2
OSC
5
LAU
9
BRH
2
NOR
DNF
MUG
DNF
ZAN
1
NÜR
1
CAT
DNF
HO2
9
  40 3.
2008 Abt Sportsline HO1
5
OSC
2
MUG
17
LAU
4
NOR
DNF
ZAN
4
NÜR
DNF
BRH
5
CAT
4
LEM
DNF
HO2
8
32 7.
2009 Abt Sportsline HO1
DNF
LAU
DNF
NOR
11
ZAN
4
OSC
3
NÜR
1
BRH
3
CAT
3
DIJ
7
HO2
DNF
  35 6.
2010 Abt Sportsline HO1
DNF
VAL
DSQ
LAU
6
NOR
8
NÜR
13
ZAN
8
BRH
7
OSC
8
HO2
5
ADR
6
SHA
4
20 8.
2011 Team Phoenix HO1
5
ZAN
3
RBR
1
LAU
1
NOR
3
NÜR
5
BRH
1
OSC
2
VAL
3
HO2
2
  72 1.
2012 BMW Team RMG HO1 LAU BRH RBR NOR NÜR ZAN OSC VAL HO2  
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8 Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

1 Das Rennen in Shanghai zählte nicht zur Meisterschaft.

Einzelnachweise

  1. „Fahrerporträt – Martin Tomczyk“ (auto-motor-und-sport.de; abgerufen am 25. Juni 2011)
  2. „Audi WerksfahrerMartin Tomczyk (D)“ (audi.at; abgerufen am 25. Juni 2011)
  3. „Drei Neuzugänge für Audi in der DTM“ (Motorsport-Total.com am 22. Februar 2011)
  4. „Tomczyk sorgt im Jahreswagen für Unterhaltung“ (Motorsport-Total.com am 15. Mai 2011)
  5. „Bärenstark: Tomczyk siegt in Spielberg“ (Motorsport-Total.com am 5. Juni 2011)
  6. „DTM - Haug: Höhepunkt einer grandiosen Epoche“ (Motorsport-Magazin.com am 5. Juni 2011)
  7. „Strike 2! Tomczyk erster Tabellenführer im Jahreswagen“ (magdeburger-nachrichten.de am 19. Juni 2011)
  8. „BMW bestätigt: Tomczyk kommt!“ (Motorsport-Total.com am 23. November 2011)
  9. „BMW: Teamzuordnungen stehen fest“ (Motorsport-Total.com am 3. Februar 2012)
  10. a b c „Martin Tomczyk“ (auto-motor-und-sport.de; abgerufen am 25. Juni 2011)
  11. „Tobias im Seat Leon Supercopa auf den Spuren von Bruder Martin Tomczyk“ (speed-magazin.de am 21. April 2009)
  12. „Ein massgeschneiderter Heiratsantrag“ (schweizer-illustrierte.ch am 22. Mai 2010)
  13. „Martin Tomczyk“ (speed-academy.de; abgerufen am 25. Juni 2011)
  14. „DTM-Countdown: Martin Tomczyk – die Chance auf den Neustart“ (audi-mediaservices.com am 24. März 2011)
  15. „Scheider und Tomczyk siegen bei Stock-Car-Rennen“ (dtm.com am 30. November 2008)
  16. „Tomczyk ist ADAC Motorsportler des Jahres“ (Motorsport-Total.com am 27. Oktober 2011)
  17. „DTM - Tomczyk engagiert sich“ (Motorsport-Magazin.com am 7. Juni 2011)
Commons: Martin Tomczyk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien