Autodromo Internazionale del Mugello

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Autodromo Internazionale del Mugello
Blank - Spacer.png

Adresse:
Autodromo Internazionale del Mugello
Via Senni 15
50038 Scarperia (FI)

Autodromo Internazionale del Mugello (Italien)
Red pog.svg
ItalienItalien Mugello, Italien
Streckenart: 1914–1970: temporär
ab 1974 permanente Rennstrecke
Eröffnung: 23. Juni 1974
Austragungsort
Formel 1:
Teststrecke
Streckenlayout
Circuit Mugello (test).png
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
Motorrad-WM, DTM
Streckenlänge: 5,245 km (3,26 mi)
Kurven: 14
Rekorde
Streckenrekord:
(Automobil)
1:34,316 min.
(Gary Hauser, Dallara-Renault, 2014)
Streckenrekord:
(Motorrad)
1:47,639 min.
(Marc Márquez, Honda, 2013)
http://www.mugellocircuit.it

Koordinaten: 43° 59′ 48″ N, 11° 22′ 18″ O

Das Autodromo Internazionale del Mugello ist eine italienische Rennstrecke in der Gemeinde Scarperia e San Piero, in der Region Mugello nördlich von Florenz.

Die Strecke hat eine Länge von 5,245 km, Eigentümer ist Ferrari.

Zurzeit findet jährlich der Große Preis von Italien zur Motorrad-Weltmeisterschaft sowie einige Läufe der DTM statt. Außerdem wird die Strecke oft für Formel-1-Testfahrten, vor allem von Ferrari genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenkurs (Circuito)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Rennen wurden bei Mugello im Jahr 1914 auf einer 66 km langen Strecke über öffentliche Straßen ausgetragen, ähnlich der Targa Florio in Sizilien. Nach dem Ersten Weltkrieg erlebte der Kurs eine erste Blütezeit. Fahrer wie Alberto Ascari oder Enzo Ferrari traten hier an. Es folgten Jahre im Schatten der Mille Miglia. 1955 wurde die Streckenlänge auf 19 km reduziert. Das Ende der Mille Miglia nach dem schweren Unfall in Guidizzolo und zunehmendes Interesse am Rennsport lenkte die Aufmerksamkeit zu dieser Zeit wieder auf Mugello, wo von 1964 bis 1969 wieder auf den ursprünglichen 66 km Rennen ausgetragen wurden, die 1965 bis 1967 zur WM zählten.

Startplatz war im Süden bei San Piero a Sieve. An Scarperia, wo das Autodrom errichtet wurde, führt die SP 503 nach Norden über den Pass Passo del Giogo, weiter nach Firenzuola, von dort nach Westen, um bei Selva auf die SR 65 zu treffen, die bei der Mille Miglia das Teilstück zwischen Bologna und Florenz bildete, das über den Futapass führte. Über Barberino di Mugello wurde die Runde gegen den Uhrzeigersinn geschlossen.[1][2]

Den letzten WM-Lauf gewannen[3] Udo Schütz und Gerhard Mitter auf Porsche 910, nachdem Günter Klass tödlich verunglückt war. 1968 gewann der Alfa Romeo Tipo 33 von Lucien Bianchi, Nanni Galli und Nino Vaccarella gegen den Porsche von Rico Steinemann und Jo Siffert, und 1969 siegte Arturo Merzario auf Abarth 2000.

Im Juni 1970 wurde bei einem Verkehrsunfall in Ospedaletto di Firenzuola eine Gruppe Fußgänger verletzt und ein Baby[4] getötet. Es stellte sich heraus, dass der Unglücksfahrer Spartaco Dini zuvor beim Werksteam von Alfa Romeo entlassen worden war und vermutlich illegal trainiert hatte. Das drei Wochen später geplante Rennen wurde abgesagt.

Rundstrecke (Autodromo)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Juni 1974 wurde schließlich ein Rundkurs in Betrieb genommen, der die Basis für die heutige Rennstrecke bildet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Autodromo Internazionale del Mugello – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.gdecarli.it/php/circuit.php?var1=1521&var2=1
  2. http://www.gdecarli.it/Circuiti/ITA/ITA%20Bologna%20Firenze.jpg
  3. http://wspr-racing.com/wspr/results/wscc/ms1967.html#9
  4. Lorenzo Zini (englisch)