94,3 rs2

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94,3 rs2
Logo von 94,3 rs2
Allgemeine Informationen
Empfang terrestrisch (UKW, DAB+), Kabel, web
Sendegebiet BerlinBerlin Berlin
BrandenburgBrandenburg Brandenburg
Geschäftsführer Bertram Schwarz
Sendestart 1. Juni 1992
Rechtsform Privatrechtlich
Claim „Mein Supermix“
Liste der Hörfunksender

94,3 rs2 ist, laut der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, ein privater Zwei-Länder-Hörfunksender für Berlin und Brandenburg und bietet ein Vollprogramm mit Popmusiktiteln von den 1980er Jahren bis heute.

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

94,3 rs2 wird betrieben von der Radio-Information Audio-Service Zwei GmbH, deren Gesellschafter zu 43 % die NWZ Funk- und Fernsehen GmbH & Co. KG, zu 43 % die REGIOCAST GmbH & Co. KG, zu 7 % Reinhard Köser treuhänderisch für die NWZ und zu 7 % Stefanie Pehlke sind.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Umstrukturierung der Rundfunklandschaft nach der deutschen Wiedervereinigung entstand 94,3 rs2 aus dem ehemaligen zweiten Programm des Rundfunks im amerikanischen Sektor (RIAS). Zum 1. Juni 1992 wurde RIAS 2 privatisiert, und der Nachfolgesender hat die seinerzeitige Berliner Frequenz 94,3 MHz übernommen.

Der Sender wurde nach der Privatisierung zunächst vom ehemaligen NDR-Intendanten Peter Schiwy geleitet, der auch einen Anteil von 44 % an der Station besaß.[2]

Altes Logo von 94,3 rs2

Das Programm wird heute weniger aufwendig produziert als zu West-Berliner Zeiten, und die Mitarbeiterzahl ist entsprechend deutlich niedriger als bei RIAS 2. Die Berliner Zeitung schreibt rückblickend über den Start von 94,3 rs2: „Der Sender fiel im Kampf um Quote vor allem durch Hörer-Bestechung und bizarre Aktionen auf. So belohnte man Radiohörer mit 500 Mark in bar, die sich auf der Straße dazu bekannten, zu 94,3 rs2 gewechselt zu haben.“[3]

Ende der 1990er Jahre und Anfang der 2000er schaltete 94,3 rs2 Frequenzen im Oderland, in der Uckermark und im Süden Brandenburgs auf.

94,3 rs2 ist offizieller Medienpartner von Hertha BSC.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm von 94,3 rs2 besteht aus Nachrichten, Servicemeldungen, Unterhaltung, Beiträgen und einer Mischung aus aktuellen Liedern und älteren Titeln ab etwa der 1980er Jahre aufwärts. Der Sender wird auf den Frequenzen in vier Bereiche für regionale Nachrichten, Beiträge, Veranstaltungstipps und Servicemeldungen aufgeteilt. Abgesehen von den Regionalisierungen auf den Brandenburger Frequenzen, wird der programmliche Schwerpunkt des Senders allerdings eindeutig auf Berlin gesetzt.

Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Moderatoren: Gerlinde Jänicke, Frank Nitzschmann, Nico Karasch, Felina Schmitz, Claudia Campus, Katrin Schifelbein, Peer Kusmagk, Patty Gerndt, Tino Gasel, Rik de Lisle, Astrid Broege, Udo Knierim, Jessica Witte-Winter.

Sendersitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sitz von 94,3 rs2 befindet sich heute, neben dem Berliner Rundfunk 91.4 und 98.8 Kiss FM, im Gebäude des Einkaufszentrums „Das Schloss“, in Berlin-Steglitz.

Sendegebiet und Frequenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Sendegebiet gehören die Bundesländer Berlin und Brandenburg. Empfangbar ist 94,3 rs2 über UKW nicht oder nur schlecht in der Prignitz, im westlichen und südlichen Landkreis Elbe-Elster und im äußersten Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Via DAB+ ist der Sender auf Kanal 7B in Berlin und dem Umland zu hören. Der Berlin-Brandenburg-Mux 12D, der unter anderem auch in Teilen der Lausitz und dem Oderland zu empfangen ist, wird von dem Zweiländerradio nicht genutzt.

Analog (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UKW-Standort Frequenz in MHz Regionalisierung Leistung
Berlin, Fernsehturm am Alexanderplatz 94,3 Berlin und Umland 25 kW
Angermünde 107,3 Uckermark 20 kW
Frankfurt (Oder) 94,7 Oderland 3 kW
Cottbus 95,6 Lausitz 1,3 kW
Forst 103,9 Lausitz 6,3 kW
Lübben 100,1 Lausitz 3 kW
Finsterwalde 96,7 Lausitz 1 kW
Spremberg 106,3 Lausitz 4 kW
Lauchhammer 91,3 Lausitz 1 kW

Digital (DAB+)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DAB+-Standort Mux Regionalisierung kByte/s Leistung
Berlin, Fernsehturm am Alexanderplatz 7B Berlin und Umland 72 kbps 10 kW

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien in Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 94,3 rs2 Berlin-Brandenburg – Medienanstalt Berlin-Brandenburg. In: mabb.de. Abgerufen am 14. August 2016.
  2. Schiwys Flop-Station. In: Der Spiegel. Nr. 38, 1994 (online).
  3. Brenda Stohmaier: Radio im anderen Sektor. In: Berliner Zeitung, 30. September 2005.