Medien in Berlin

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Werbefilmproduktion in Berlin

Berlin ist eines der umsatzstärksten Medienzentren in Deutschland und Europa.[1][2] Die Berliner Medienlandschaft umfasst eine breite Palette von Fernsehsendern, Radiostationen, Verlagen, Filmfirmen, Musiklabels, Printmedien, Werbeagenturen, Produzenten von Computerspielen, Pressediensten und Internetmedien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1600–1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Königlich Privilegirte Berlinische Zeitung“ (1848)

Berlin kann auf 400 Jahre Pressegeschichte zurückblicken und zählt damit zu den Pionieren im Gewerbe. Vom ältesten für Berlin herausgegebenen gedruckten Nachrichtenblatt, der Frischmann-Zeitung, ist ein Exemplar aus dem Jahre 1617 erhalten geblieben.[3]

Die seit 1785 in Umlauf gebrachte „Königlich Privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen“ wurde später zur Vossischen Zeitung und war bis zu ihrer Einstellung 1934 die am längsten durchgängig in Berlin publizierte Tageszeitung.

Leopold Ullstein gründete 1877 den Ullstein Verlag, nachdem er das „Neue Berliner Tagblatt“, die dazugehörige Druckerei „Stahl und Aßmann“ und die „Berliner Zeitung“ erworben hatte. Im Jahr 1894 kaufte Ullstein die 1892 gegründete „Berliner Illustrirte Zeitung“, die er zur bedeutendsten deutschen Wochenzeitung fortentwickelte.

Die Brüder Skladanowsky zeigten im Wintergartenpalais zu Berlin 1895 erstmals in Deutschland kurze Filme auf einem Überblendprojektor.

Die Deutsche Grammophon Gesellschaft wurde 1898 gegründet und 1917 nach Berlin verlegt. Sie ist gegenwärtig (Stand: 2017) das älteste Schallplattenlabel bzw. Tonträgerunternehmen der Welt.[4]

1900-heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ullsteinhaus (1961)

Die Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H. wurde 1903 in Berlin gegründet. Als Unternehmen der Funk- bzw. Nachrichtentechnik baute die Firma Sende- und Empfangsgeräte für den Rundfunk sowie die drahtlose und kabelgebundene Übertragungstechnik.

Im Jahre 1905 erschienen in Berlin 59 Zeitungen und Zeitschriften. Die bekanntesten erschienen in Morgen- und Abendausgabe. Es gab aber auch die „B.Z. am Mittag“ oder die Nachtausgabe der Nationalzeitung zu Zeiten der Reichstagsdebatten.

Auflagenhöhe einzelner Blätter 1905: Berliner Lokal-Anzeiger (mehr als 200.000 Exemplare), Berliner Morgenpost (mehr als 300.000 Exemplare), Berliner Tageblatt (mehr als 90.000 Exemplare).

Die Universum Film AG (UFA) wurde 1917 in Berlin als Zusammenschluss privater Filmfirmen gegründet. In der Folgezeit wurden Filmstudios in Potsdam-Babelsberg und Berlin-Tempelhof aufgebaut.[5]

Am 22. März 1935 wurde in Deutschland das erste regelmäßige Fernsehprogramm der Welt live über den Fernsehsender Paul Nipkow in Berlin ausgestrahlt. Der Betrieb war anfangs auf etwa zwei abendliche Stunden an drei Wochentagen beschränkt.

Konrad Zuse entwickelte mit dem Z3 im Jahre 1941 den ersten funktionstüchtigen, vollautomatischen und frei programmierbaren Computer der Welt.

Von 1956 bis 1990 hatte der Rundfunk der DDR seinen Sitz im Funkhaus Nalepastraße (Ortsteil Oberschöneweide).

Zeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tages- und Wochenzeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild-Automat

Berlin ist die Stadt Deutschlands, in der die größte Zahl an Tageszeitungen erscheint. Die größten Abonnementzeitungen sind Der Tagesspiegel (Dieter von Holtzbrinck Medien) und die Berliner Zeitung (Dumont Berliner Verlag). Es folgt die Berliner Morgenpost (Funke Mediengruppe).[6]

Überregionale Tageszeitungen aus Berlin sind Die Welt (Axel-Springer-Verlag), sowie die von großen Verlagen unabhängig erscheinenden Blätter die tageszeitung, Neues Deutschland und junge Welt. Daneben erscheinen noch die nur über Einzelverkauf vertriebenen Boulevardzeitungen B.Z. und Bild Berlin (beide Axel Springer) und der Berliner Kurier (Berliner Verlag).

Die zehn täglich meistverkauften Tageszeitungen in Berlin zwischen 2014 und 2016: B.Z. 100.379 Exemplare, Berliner Zeitung 85.083, Der Tagesspiegel 81.363, Berliner Morgenpost 73.533, Berliner Kurier 57.703, Bild 35.615, Die Welt und Welt Kompakt 18.807, Süddeutsche Zeitung 16.547, Frankfurter Allgemeine Zeitung 14.701, Handelsblatt 8.750.[7]

Darüber hinaus werden auch die Wochenzeitungen Focus, der Freitag, Junge Freiheit und Jungle World sowie die zweiwöchentlich erscheinenden Zeitschriften Das Blättchen, Ossietzky in Berlin verlegt.

Alle in Berlin verlegten Zeitungen betreiben täglich aktualisierte Internetpräsenzen. Spiegel Online und die Zeit Online sind in Berlin mit großen Redaktionsbüros vertreten.

Anzeigen- und Spartenzeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben diesen Zeitungen erscheinen in Berlin noch eine Reihe Anzeigenblätter, u.a. das Berliner Abendblatt (Berliner Verlag), die Berliner Lokalnachrichten, die Berliner Woche (Funke Mediengruppe), die Gazette-Berlin, die Prenzlberger Ansichten und weitere.

Eine Übersicht über fast alle Veranstaltungen in der LGBT-Szene gibt das monatlich erscheinende Magazin Siegessäule, das bereits seit 1984 in Berlin veröffentlicht wird. Weiterhin erscheint seit 1997 die blu (ehemals Sergej) ebenfalls monatlich.

Berlin hat drei regelmäßig erscheinende, meist von obdachlosen oder armen Menschen verkaufte Straßenzeitungen. Der strassenfeger erscheint vierzehntäglich. Die Motz erscheint ebenfalls vierzehntäglich.

Magazine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin erscheinen im alternierenden 14-täglichen Rhythmus die beiden Stadtmagazine Tip (Berliner Verlag) und zitty Holtzbrinck) mit dem kompletten Kino-, Veranstaltungs-, Fernseh- und Radioprogramm. Der Exberliner, ein englischsprachiges Stadtmagazin und Il Mitte, ein italienischsprachiges Online-Stadtmagazin[8] werden auch in Berlin produziert. Weiterhin gibt es das kostenlose Magazin [030] Magazin Berlin alle zwei Wochen. Zweimonatlich erscheint das kostenlose "HIMBEERE Stadtmagazin" mit einem umfangreichen Veranstaltungskalender für Kinder und Familien. Außerdem erscheinen online noch Berlinmagazine, wie beispielsweise berlinonline.de, meinberlin.de oder top10berlin.de.

Bekannte Printmagazine die in Berlin produziert werden sind u.a. Dummy, Capital, Business Punk, 11 Freunde, Cicero und das 032c-Kulturmagazin.

Verlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Cornelsen Verlagsgebäude

Berlin hat nach der Jahrtausendwende München als deutsche Verlagshauptstadt abgelöst[9] und hatte Ende 2016 mit 151 Verlagen[10] die zweitgrößte Zahl an Verlagen weltweit, nur noch übertroffen von New York City.[11]

Rundfunksender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlich-rechtliche Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) ist seit 2003 die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt für die Bundesländer Berlin und Brandenburg. Die meisten öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme des rbb senden für die gesamte Region Berlin-Brandenburg. Der rbb betreibt zwei Studios, eines in Berlin-Charlottenburg, das sog. Haus des Rundfunks, und eines in Potsdam-Babelsberg. Das Fernsehprogramm des rbb hatte im Jahr 2015 einen Marktanteil von 6,3 % im Berlin-Brandenburgischen Sendegebiet. Verglichen mit allen Dritten Programmen der ARD erreichte der Sender damit die niedrigste Einschaltquote.[13]

Im Haus des Rundfunks werden speziell für Berlin das Hörfunkprogramm Radio Berlin und die Fernsehsendung Berliner Abendschau produziert - in Analogie zu Antenne Brandenburg und Brandenburg aktuell, welche der rbb in Potsdam nur für Brandenburg produziert. Alle übrigen Programme und Sendungen des rbb richten sich an die gesamte Region Berlin-Brandenburg: die in Berlin produzierten Hörfunkprogramme Inforadio und Kulturradio und die aus Potsdam senden Programme Fritz und Radio Eins sowie das rbb-Fernsehprogramm.

Das ARD-Hauptstadtstudio während einer Fernsehsendung.

Der rbb betreibt eine eigene Sendeanlage, den Sender Scholzplatz, von dem die Hörfunkprogramme Inforadio, Kulturradio und Radio Berlin 88,8 ausgestrahlt werden, außerdem Radio Cosmo, das der rbb vom WDR übernimmt, sowie zwei private Sender. Die Programme Fritz, Radio Eins und Antenne Brandenburg werden hingegen vom Berliner Fernsehturm aus verbreitet. Im digitalen Radiostandard DAB+ betreibt der rbb einen Mux mit allen seinen eigenen Programme sowie Cosmo, Bayern 2, BR-Klassik, SWR3, MDR Jump und WDR 2 über die Sender Scholzplatz und Berliner Fernsehturm. Die digitalen Fernsehsignale (DVB-T) des rbb werden in Gleichwelle über die Sender Scholzplatz, Berliner Fernsehturm und den Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg verbreitet. In den DVB-T-Muxen des rbb werden die Programme Das Erste, rbb Fernsehen, Phoenix, tagesschau24, Arte, NDR Fernsehen, MDR Fernsehen und hr-fernsehen verbreitet.

In Berlin befindet sich ferner das ARD-Hauptstadtstudio, welches jedoch als ARD-Gemeinschaftseinrichtung außerhalb der rbb-Organisation steht. Zweiter Sitz des Deutschlandradio ist das RIAS-Gebäude am Hans-Rosenthal-Platz in Berlin-Schöneberg, wo das Programm von Deutschlandradio Kultur produziert wird. Das Berliner Studio des ZDF befindet sich Unter den Linden im Zollernhof. Das ZDF verbreitet in Berlin – wie auch sonst bundesweit – die Programme ZDF, ZDFinfo, ZDFneo/KiKA und 3sat.

Private Hörfunksender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berliner Radiomarkt gilt aufgrund der hohen Anzahl an Stationen als der wettbewerbsintensivste in Deutschland. Insgesamt 17 private Berliner Radiosender strahlen ihr Programm über UKW aus. 104.6 RTL das Teil des Radio Center Berlin ist zählt zusammen mit 105’5 Spreeradio zu den Marktführern.

Ein weiterer wichtiger Sender auf dem Berliner Radiomarkt ist 94,3 rs2. rs2 sendet mit dem Oldiesender Berliner Rundfunk 91.4 und dem Jugendsender 98.8 KISS FM aus dem medienzentrum Berlin im Einkaufszentrum Das Schloss. Beim jungen Publikum im Alter zwischen 10 und 29 Jahren erfreut sich Energy Berlin und 98.8 Kiss FM einiger Beliebtheit.

Ein dritter nennenswerter Senderverbund ist das im Ortsteil Wannsee gelegene Radiohaus Berlin, zu dem der christliche Sender Radio Paradiso und das auf Black Music spezialisierte Jam FM zählen. Zu der Vermarktungseinheit gehörte für einige Jahre auch JazzRadio.

Sowohl inhaltlich als auch musikalisch sticht der Sender Flux FM mit kulturellen Themen und Indie- sowie elektronischer Musik hervor. Auch Radio B2 bietet ein umfassendes Wortprogramm und hebt sich mit einer Musikmischung aus Oldies und deutschem Schlager von der restlichen privaten Konkurrenz ab. Weitere Spartensender sind der Rocksender Star FM, das türkischsprachige Radyo Metropol FM und das russischsprachige Radio Russkij Berlin. Aus Berlin sendet zudem der auf den Brandenburger Radiomarkt ausgerichtete Sender Power Radio.

Ebenfalls in Berlin über UKW empfangbar sind die Babelsberger Sender BB Radio und Radio Teddy, sowie Klassik Radio. Zu den internationalen Hörfunksendern, die in Berlin zu empfangen sind gehören BBC World Service, NPR Berlin und Radio France Internationale.

Hörerzahlen in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle listet die in Berlin über UKW und DAB+ empfangbaren Radiosender mit den jeweiligen Hörerzahlen in einigen ausgewählten Zielgruppen auf (Stand: 2012).[14]

Anja Caspary (links), Moderatorin und Musikchefin von Radio Eins
Radiosender Hörer 10+ Hörer 14-49 Hörer 14-29 Hörer 10-19 Hörer 50+
94,3 rs2 94.000 54.000 11.000 5.000 38.000
98.8 KISS FM 44.000 37.000 20.000 10.000 2.000
100,6 FluxFM 14.000 13.000 6.000 1.000 1.000
104.6 RTL 134.000 92.000 31.000 8.000 39.000
105'5 Spreeradio 81.000 42.000 9.000 3.000 39.000
Antenne Brandenburg 69.000 23.000 8.000 47.000
BB RADIO 36.000 26.000 4.000 1.000 10.000
Berliner Rundfunk 91.4 87.000 33.000 9.000 1.000 53.000
ENERGY Berlin 38.000 32.000 13.000 3.000 5.000
Fritz 44.000 41.000 21.000 1.000 3.000
Inforadio 38.000 17.000 5.000 1.000 21.000
JAM FM Berlin 27.000 25.000 12.000 2.000 1.000
Jazzradio 8.000 4.000 1.000 1.000 4.000
Klassik Radio Berlin 46.000 17.000 7.000 29.000
radioBERLIN 88,8 75.000 17.000 4.000 2.000 57.000
radioeins 73.000 55.000 16.000 1.000 17.000
Radio Paradiso 20.000 11.000 4.000 1.000 9.000
Radio TEDDY 16.000 13.000 2.000 1.000 2.000
STAR FM 87.9 47.000 43.000 20.000 2.000 4.000
sunshine live 6.000 1.000 5.000
Radio Paloma 6.000 1.000 5.000

Private Fernsehsender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Akademie

Berlin ist Sitz von etwa 1.800 Filmunternehmen, die 2015 einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Euro erwirtschafteten.[15] Besonders bekannt sind die Kinofilme, die in Kooperation mit dem Studio Babelsberg in Potsdam entstanden. Mit jährlich über 300 Filmproduktionen ist Berlin in Deutschland der größte Standort für die Filmwirtschaft. Da jedoch die in Deutschland hergestellten Filme insgesamt nur wenig Popularität genießen und einen geringen jährlichen Marktanteil von 20-25 % an der Kinokasse im Heimatmarkt erzielen, ist auch die Bedeutung der Berlin-Filme eher schwach ausgeprägt. International sind die in der Stadt von deutschen Produzenten kreierten Filme seit 1990 mit wenigen Ausnahmen eher erfolglos und können kaum Publikum anziehen.

Verleihung des europäischen Filmpreises (2015)

Die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH ist ein staatliches Unternehmen für Filmförderung der deutschen Länder Berlin und Brandenburg und Ansprechpartner für Film- und Medienschaffende. Sie verfügt über einen Förderetat von rund 30 Mio. Euro im Jahr.

Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) ist eine seit 2007 auf Initiative des Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Kraft getretene Filmförderung mit Sitz in Berlin. Ab 2018 werden über den DFFF und DFFF 2 erstmals jährlich 125 Millionen Euro für die Produktion von Kinofilmen in Deutschland zur Verfügung gestellt.[16]

Zu den bedeutenden Institutionen der Stadt zählt u. a. die Deutsche Filmakademie, die jährlich den Deutschen Filmpreis in Berlin verleiht. Die Europäische Filmakademie, gegründet 1988, hat ihren Sitz ebenfalls in Berlin und verleiht den Europäischen Filmpreis alle 2 Jahre in der Stadt.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universal Music Deutschland

Labels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internet-Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Internet-Portal von Berlin ist www.berlin.de. Im Rahmen des Antragsverfahrens der Internetbehörde ICANN hat sich Berlin im Jahr 2012 neben anderen Metropolen wie New York, Paris, London oder Tokio für eine eigene generische Top-Level-Domain (gTLD) beworben. Die Aktion für eine .berlin-Domain wurde von der Initiative dotBERLIN ins Leben gerufen, die von mehreren Unternehmen unterstützt wird.[18][19][20] Seit März 2014 ist ".berlin" im Internet allgemein verfügbar.[21]

Blogs, Podcasts und Magazine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videoblogger aus Berlin

In Berlin sind einige der deutschlandweit populärsten Podcast-, Blog- und Videoblog-Produzenten vertreten deren Inhalte stark weiterverbreitet werden. Außerdem leben in der Stadt eine Vielzahl von häufig geklickten deutschsprachigen Twitter-, Facebook-, und Instagram-Persönlichkeiten.[22]

  • Stil in Berlin [23]
  • iHeartBerlin [24]
  • Gründerszene, Wirtschaftsmagazin
  • T-Online.de, Zentralredaktion

Netzwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agenturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firmensitz von Scholz & Friends

Nachrichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medientechnologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendeanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Funkturm Berlin (im Vordergrund) und der Berliner Fernsehturm in der Stadtlandschaft

Im Stadtgebiet von Berlin befinden sich zahlreiche Rundfunksendeanlagen für alle Wellenbereiche (außer Langwelle). Neben dem 368 Meter hohen Berliner Fernsehturm, von dem aus die meisten Programme abgestrahlt werden, sind dies der 212 Meter hohe Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg (Sendeanlagen für UKW und TV), der UKW- und TV-Sender Scholzplatz (1963 errichteter 230 Meter hoher, abgespannter Rohrmast) und die Sendeanlage für Mittelwelle, Kurzwelle und UKW von Deutschlandradio (früher RIAS) in Britz.

Als Sendeantennen für UKW und MW waren zwei gegen Erde isolierte, abgespannte Stahlfachwerkmasten mit Höhen von 160 beziehungsweise 144 Metern vorhanden, die 1948 errichtet wurden; der niedrigere wurde 2012, der höhere 2015 rückgebaut. Der 180,7 Meter hohe, abgespannte Stahlfachwerkmast beim Olympiastadion Berlin, der Sender Olympiastadion, wurde 2005 demontiert. Die Antennenanlagen des Mittelwellen-Senders des rbb in der Stallupöner Allee wurden 2006 demontiert. Die Anlage bestand u.a. aus einem 1987 errichteten, gegen Erde isolierten 130 Meter hohen Stahlfachwerkmast sowie bis 1998 einem zweiten ebenfalls gegen Erde isolierten Sendemast, der 1948 errichtet wurde.

Die IFA, eine der weltweit größten Messen für Medientechnologien.

Der Berliner Funkturm dient seit 1973 nicht mehr zur Verbreitung von Rundfunkprogrammen, sondern nur noch als Relaisstation für Funkdienste des nichtöffentlichen Landfunkdienstes und des Amateurfunks. Bis 2002 existierte in Köpenick eine Sendeanlage mit einem 248 Meter hohen gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlrohrmast. Diese Anlage ist inzwischen abgebrochen worden. Der Betrieb der dort befindlichen UKW-Sender wurde zum Berliner Fernsehturm, der der MW-Sender nach Zehlendorf (Oranienburg) verlegt.

Eine weitere bemerkenswerte funktechnische Anlage im Stadtgebiet war die Richtfunkanlage Berlin-Frohnau, die über einen 358,70 Meter hohen abgespannten Stahlfachwerkmast verfügte, der 2009 gesprengt wurde. Heute existiert nur noch ein 117 Meter hoher Stahlgitterturm auf dem Areal der Anlage.[26]

Von 1933 bis 1948 war Tegel Standort des Rundfunksenders für Berlin. Die Gebäude stehen noch und werden von der Deutschen Telekom AG zu Meßzwecken benutzt, während die Antennenträger 1948 demontiert wurden. In Adlershof befand sich vor dem Zweiten Weltkrieg die zentrale Funkstelle der Polizei mit zwei 120 Meter hohen, selbststrahlenden Sendemasten. Zu Beginn der 1950er Jahre wurde in Adlershof ein Radioteleskop mit 36 Meter Durchmesser errichtet.

Nahe Berlin, aber auf Brandenburger Territorium, liegt der Sendeort Nauen, wo Graf Arco 1906 mit ersten drahtlosen Übertragungen experimentierte und zeitweise weltweit Rundfunksendungen ausgestrahlt wurde.[27]

Burmester Verstärker

Telekommunikationsfirmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei größten Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen im Raum Berlin sind:

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medienkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsbibliothek zu Berlin mit über zehn Millionen Druckschriften ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschen Sprachraum. Weitere große wissenschaftliche Bibliotheken sind die Universitätsbibliothek der Freien Universität, die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität und die Zentralbibliothek der TU und UdK. Die Berliner Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stellt mit ihrem Bestand von 400.000 Bände eine der umfangreichsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in Deutschland dar. Zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin gehört die Amerika-Gedenkbibliothek.

Das Computerspielemuseum

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum für Kommunikation Berlin ist einer von mehreren Standorten der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und befindet sich im Ortsteil Mitte. Das Computerspielemuseum Berlin wurde im Jahr 1997 gegründet und verfügt (Stand 2010) über ca. 16.000 originale Spieletitel, ca. 10.000 Fachmagazine und viele historische Heimcomputer und Konsolensysteme. Es besitzt somit eine der größten Sammlungen von Spielesoft- und -hardware in Europa. Das Filmmuseum Berlin präsentiert Teile der Sammlung der Stiftung Deutsche Kinemathek im Filmhaus am Potsdamer Platz.

Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internationale Literaturfestival Berlin ist ein alljährlich im September in Berlin stattfindendes Literaturfestival. Ebenfalls jährlich findet die transmediale, ein Festival für Medienkunst und digitale Kultur, statt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leading cities in cultural globalisations/Media (englisch), GaWC, abgerufen am 14. April 2010.
  2. Die Weltstadt der Kreativität, Die Zeit vom 4. September 2014, abgerufen am 5. September 2017.
  3. 400 Jahre Zeitungsstadt Berlin: Wie Frischmann die erste Berliner Zeitung erfand, Berliner Zeitung, abgerufen am 2. September 2017
  4. books.google.de: Deutsche Grammophon
  5. Deutsches Historisches Museum, DHM, abgerufen am 4. September 2017.
  6. Medienwandel: Springer-Verlag verkauft Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Hörzu Spiegel Online, 25. Juli 2013
  7. Zeitungsmarkt Berlin: B.Z. baut Vorsprung aus, Berliner Morgenpost, Welt und F.A.Z. verlieren deutlich Meedia, 22. September 2016
  8. Stadtmagazin ‚Il Mitte‘: Italiener erzählen ihr Berlin. Bei: cafébabel.de, abgerufen am 3. Juli 2017.
  9. Tagesspiegel: Kopf-an-Kopf-Rennen, 29. Mai 2005
  10. Statista: Ranking der Städte mit den meisten Verlagen in Deutschland im Jahr 2016, nach Daten des Börsenvereins
  11. Buchreport: Premiere für New York Book Week, 25. Mai 2010
  12. The World's 50 Largest Publishers, 2017, Publishers Weekly, abgerufen am 12. September 2017.
  13. NDR und MDR vorn, rbb hinten, Tagesspiegel, 29. Dezember 2015. Abgerufen am 6. Juli 2016.
  14. MA 2012 Radio II, Hörer pro Durchschnittsstunde, Montag bis Freitag, 6:00-18:00 Uhr
  15. Wie geht's eigentlich Klaus Wowereit?, Tagesspiegel, abgerufen am 5. September 2017.
  16. Erhöhung des Deutschen Filmförderfonds - DFFF II in Kraft getreten, Professional Production, abgerufen am 5. September 2017.
  17. Ileana Grabitz: So will Bertelsmann wieder zum Musikriesen werden. In: welt.de. 3. März 2013, abgerufen am 7. Dezember 2014.
  18. dotBERLIN - Die Initiative für .berlin - Das Original, dot.BERLIN. Abgerufen am 15. Juni 2012
  19. Dot.Berlin: Das zieht sich hin, Spiegel online, 21. Juni 2007. Abgerufen am 15. Juni 2012
  20. Vorhang auf für neue Webadressen, ZDF, 12. Januar 2012. Abgerufen am 15. Juni 2012.
  21. Neue Domains: Bei ".berlin" fällt die Mauer, heise.de, 18. März 2014. Abgerufen am 16. Juni 2016.
  22. Top 100 Twitter-Personen in Deutschland, abgerufen am 2. September 2017.
  23. Stil in Berlin – Berlin ist eine Mittagessensstadt. In: Die Zeit, abgerufen am 17. Juni 2017
  24. Lifestyle-Blog in Berlin iHeartBerlin wächst mit dem Berlin-Hype, Berliner Zeitung, abgerufen am 17. Juni 2017
  25. Nachrichtenagenturen und Presseagenturen, abgerufen am 4. September 2017.
  26. Frohnauer Sendemast: Bildschön kollabiert
  27. Geschichtlicher Abriss der Funkstadt Nauen, abgerufen am 3. September 2017.