Altenberg an der Rax

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Altenberg an der Rax (Katastralgemeinde)
Ortschaft Altenberg; Greith; Steinalpl
Historisches Wappen von Altenberg an der Rax
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Wappen
Katastralgemeinde Altenberg
Altenberg an der Rax (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Bruck-Mürzzuschlag (BM), Steiermark
Gerichtsbezirk Mürzzuschlag
Pol. Gemeinde Neuberg an der Mürz
Koordinaten 47° 40′ 37″ N, 15° 38′ 39″ OKoordinaten: 47° 40′ 37″ N, 15° 38′ 39″ Of1
Höhe 782 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 324 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 168 (2001f1)
Fläche d. KG 57,49 km²
Postleitzahl 8691f1
Vorwahl +43/3857f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15910, 15911, 15912
Katastralgemeinde-Nummer 60501
Zählsprengel/ -bezirk Altenberg an der Rax (62144 002)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Altenberg an der Rax (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) war bis 31. Dezember 2014 eine selbstständige Gemeinde in der Steiermark im Gerichtsbezirk Mürzzuschlag und im politischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag mit 324 Einwohnern (Stand 31. Oktober 2013).[1] Seit 2015 ist Altenberg an der Rax gemeinsam mit den vordem ebenfalls selbstständigen Gemeinden Kapellen und Mürzsteg im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform bei der Gemeinde Neuberg an der Mürz eingemeindet.[2]

Der Ort befindet sich im Naturpark Mürzer Oberland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Altenberg wird umrahmt von den wuchtigen Gebirgsstöcken der Rax und Schneealm, die größtenteils aus Wetterkalkstein und Dolomit aufgebaut sind. Am Ende des Alttertiärs waren beide Berge bereits zu einer Hügellandschaft abgetragen, die sich am besten auf den Plateaubergen der östlichen Kalkalpen, wie eben Rax und Schneealm, erhalten hat.

Aufgrund seiner reizvollen Lage, der sich auf das Befinden der Menschen günstig auswirkenden Höhenlage von 800 Metern und nicht zuletzt wegen des Fehlens jeglichen Durchzugsverkehrs wurde Altenberg im Jahre 1976 das Prädikat „Erholungsdorf“ zuerkannt. Der niedrigste Punkt von Altenberg liegt bei 725 m. Der höchste Punkt ist auch gleichzeitig der höchste Punkt der Schneealm und befindet sich auf dem Windberg (1904 m) mit seinem sehenswerten Gipfelkreuz.

Im Norden von Altenberg liegt der Naßkamm, über den eine alte Wegeverbindung in das Tal von Naßwald und zur Schwarza führt. Durch diesen Kamm wurde unter Georg Hubmer ab 1811 und nach einer Unterbrechung ab 1822 ein 430 Meter langer Schwemmtunnel gesprengt. 1827 war mit diesem Tunnel eine ingenieurmäßige Pioniertat vollbracht. Durch Umleiten mehrerer Bäche durch den Tunnel konnte das Holz jetzt auf die andere Seite der Wasserscheide hinüber getriftet werden. Dieser Tunnel wurde später durch einen zweiten, längeren Tunnel ersetzt. Von diesem und einigen Schwemmkanälen sind noch Reste im Gelände erkennbar.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsgebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[3]):

  • Altenberg (286)
  • Greith (41)
  • Steinalpl (7)

Weiterhin gehören folgende Schutzhütten dazu:

Die frühere Gemeinde entspricht der jetzigen Katastralgemeinde Altenberg mit 5.748,5 ha Fläche.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenberg an der Rax liegt in der Klimaregion Oberes Mürztal. Das Gebiet reicht vom Raum Mürzzuschlag bis zu zur Wasserscheide mit dem Salzatal. Im Norden und Osten begrenzen Rax und Schneealpe das Gebiet.

Es handelt sich um mäßig winterkaltes Klima. In den Becken treten zum Teil stärkere Fröste und Inversionswetterlagen auf. Die Sommer sind mäßig warm, was auf maritime Einflüsse hindeutet. Ebenso weisen die Niederschlagsverhältnisse auf leicht maritimes Klima hin (Station Mürzsteg: Jänner 48 mm, Juli 142 mm, Jahr 1072 mm, Zahl der Tage mit Schneedecke 106 d/a).

Im Süden wirken die östlichen Ausläufer der Zentralalpen als Barriere. Dadurch ist die Region im Winter weniger schneereich als etwa der Mariazeller Raum. Der Hochnebel aus dem Mürztal reicht im Winterhalbjahr oft bis zum Lahnsattel und hat meist eine Obergrenze von ca. 1000 m Seehöhe. Im Winter bleibt es oft ganztägig trüb durch Hochnebel. Kaltluftrückstau vom Mürztal her schränkt die Durchlüftung v. a. im Winter oft stark ein. Bei Strahlungswetterlagen ist die Nebelwahrscheinlichkeit erhöht.[4]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung Gesteine Altenberg

Die Region um Altenberg an der Rax ist maßgeblich von der Geologie der Kalkalpen und der Grauwackenzone geprägt. Die Grauwackenzone unter Altenberg entstand im Paläozoikum im Bereich der heutigen Antarktis. In dieser Zeit bildeten sich als älteste in Altenberg vorkommende Gesteine Phyllit und Grünschiefer. Aufbauend auf diesen Schichten wurde als weiteres Gestein der Grauwackenzone Blasseneck Porphyroid gebildet. Der Blasseneck Porphyroid ist durchzogen von Siderit, welcher im Paläozoikum von unten in Klüfte, Hohlräume und Risse eingedrungen ist. Eisenerze wie dieses bildeten die Grundlage für den früheren Eisenerzabbau in der Region.

Blasseneck Porphyroid mit Sideriteinlagerung

In weiterer Folge sammelten sich im Mesozoikum aufbauend auf die Grauwackenzone Ablagerungen am Meeresgrund, die späteren Bestandteile der Kalkalpen. Während dieser Prozesse befand sich Altenberg auf Höhe des Äquators und bewegte sich weiter nordwärts. So entstanden die Gesteine der Werfener Schichten, später der Gutensteiner Kalk und darauffolgend der Wettersteinkalk. Während der Gebirgsbildung der Alpen wurden diese Gesteinsschichten emporgehoben. Durch Steinfunde an verschiedenen Stellen in Altenberg ist diese Schichtfolge heute noch nachvollziehbar. Während der nachfolgenden Eiszeiten prägten Gletscherbewegungen die Landschaft. Von den Gletschern übrig ist heute in Altenberg nur noch unsortiertes kalkhaltiges Moränenmaterial.

Böden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut eBod[5] liegen im nicht bewaldeten Gebiet von Altenberg an der Rax vorwiegend Felsbraunerden, Lockersediment-Braunerden (nach neuer Nomenklatur seit 2002[6] Braunerden) sowie Gebirgsschwarzerden vor. Nördlich der Ortschaft (Koordinaten: N 17° 41,008‘, E 15° 38,074‘) wurde eine Bodenprofilansprache durchgeführt. Die Bodenprofilgrube wurde auf einer Wiese mit leichter Hanglage zwischen zwei Bächen, in der Nähe des Lohmgrabens, ausgehoben, wobei der genaue Standort nach Bohrstock-Sondierungen auf der Wiese ausgewählt wurde. Mittels der Profilansprache konnte der Boden als carbonathaltiger Schwemmboden klassifiziert werden. Dabei wurden folgende Horizonte abgegrenzt:

Carbonathaltiger verbraunter Auboden aus Altenberg an der Rax (Koordinaten: N 17° 41,008‘, E 15° 38,074‘)
  • Ah: Humoser, skelettreicher, intensiv durchwurzelter A-Horizont mit krümeliger Struktur, was auf biogene Aktivität von Regenwürmern hinweist.
  • C1 und C2: Übergangshorizonte, die sich in der Korngröße unterscheiden. Die hangparallele Schichtung ergibt sich aus der Ablagerung unterschiedlicher Korngrößen bei verschiedenen Hochwasserereignissen. Die Verbraunungsmerkmale im BC2-Horizont sind durch Verwitterung des kalkhaltigen Ausgangssubstrates vor der Ablagerung (ex-situ) entstanden.
  • Cu: Nicht an der Bodenbildung beteiligtes Material aus einer Seitenmoräne.

Sondierungen mit dem Bohrstock zeigen eine kleinräumige Verzahnung mit den Bodentypen carbonathaltiger verbraunter Auboden, brauner Auboden und Braunerde. Das Ausgangsmaterial ist stark carbonathaltig, der Ah-Horizont ist durch die Wurzel-Exsudate weitgehend entkalkt. Der Carbonatgehalt nimmt mit der Bodentiefe zu. Die Böden sind sehr flachgründig und skelettreich, daher nur für Grünlandnutzung geeignet.

Botanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünlandvegetation in Altenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leicht zu bewirtschaftendes Grünland wird zumeist intensiv genutzt. In steileren oder schwer zugänglichen Lagen, auf privaten Kleinwiesen im Talbereich, sehr feuchten Standorten oder Randlagen sind jedoch oft artenreiche und/oder schützenswerte und wertvolle Pflanzengesellschaften und -arten zu finden. Folgende Auswahl von Grünland-Vegetationstypen aus der Gemeinde Altenberg an der Rax, die nach dem Verfahren von dem Schweizer Botaniker Braun-Blanquet (1964) aufgenommen wurden, beschreiben Typen dieser extensiven Wiesen. Die Benennung der Biotoptypen wurde nach dem Biotoptypenkatalog des Landes Steiermark vorgenommen.[7]

Mitteleuropäischer basenreicher Mäh-Halbtrockenrasen

Vom Wasserhaushalt relativ trockene, nährstoffarme sowie basenreiche Standorte, die nicht gedüngt und nur einmal im Jahr gemäht oder beweidet werden, weisen einen hohen Artenreichtum auf. Die im Juni 2014 aufgenommene Fläche wies 56 Arten auf und war somit die artenreichste Aufnahme im Rahmen der Vegetationsaufnahmen. Charakterart ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus). Weiters kommen die laut Roter Liste gefährdete Art [Tauben-Skabiose] (Scabiosa columbaria), die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) und der Wundklee (Anthyllis vulneraria) vor.

Frische artenreiche Fettwiese der Tieflagen bzw. der Bergstufe

Je nach Exposition und Neigung ist ein Übergang zwischen Tieflagen und Bergstufe zu erkennen. Auf südexponierten Steilhängen dominieren der Glatthafer (Arrhenatherum elatius) und andere Tieflagenzeiger wie beispielsweise der Wiesen-Pippau (Crepis biennis). Nordexponierte Hänge sind z. B. geprägt von Goldhafer (Trisetum flavescens) oder der Großen Sterndolde (Astrantia major). Auch die unterschiedliche Ausprägung im Basenhaushalt spiegelt sich in der Artenzusammensetzung und v. a. in der Artenvielfalt wider. So waren durchschnittlich 42 Arten auf basenreichen und 32 Arten auf basenarmen Böden zu finden. Generell sind die Bestände auf basenreichen Böden artenreicher. Dieser Wiesentyp ist auch optisch sehr ansprechend: So kommen etwa häufig [Margeriten] (Leucanthemum ircutianum), Wiesen-Bocksbart (Tragopogon orientalis), Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) und viele anderen Arten vor.

Zu den naturschutzfachliche Raritäten des Altenberger Grünlandes zählen verschiedene Orchideen-Arten wie beispielsweise die Zweiblättrigen Waldhyazinthe (Platanthera bifolia) und das häufige Gefleckten Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), sowie die Rote Liste[8] Arten Feuerlilie (Lilium bulbiferum – gefährdet), Gelber Frauenschuh (Cypripedium calceolus – gefährdet), Sumpf-Stendelwurz (Epipactis cf. palustris – gefährdet), Dachige Gladiole (Gladiolus imbricatus – vom Aussterben bedroht) und Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria – gefährdet). Neben den seltenen oder gefährdete Pflanzenarten, sondern kommen auch schützenswerte und wertvolle Biotoptypen, wie die oben erwähnten Halbtrockenrasen und frischen artenreichen Fettwiesen sowie sehr kleinflächig auch bodensaure Magerrasen und Kleinseggenriede vor.

Geflecktes Knabenkraut Dactylorhiza maculata

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fledermäuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2014 wurden im Gebiet Altenberg folgende Arten mittels akustischer Auswertung festgestellt: Eptesicus nilssonii (Nordfledermaus), Pipistrellus pipistrellus (Zwergfledermaus), Nyctalus noctula (Abendsegler), Myotis myotis (Mausohr), Vespertilio murinus (Zweifarbfledermaus), Brandtfledermäuse (Myotis mystacinus und/oder Myotis brandtii), Nyctalus leisleri (Kleinabendsegler) und Barbastella barbastellus (Mopsfledermaus).[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Höhlen, die sich in der Umgebung von Altenberg befinden, haben schon in der Vorzeit steinzeitlichen Jägern als Unterschlupf gedient. In der Bleiweißgrube bei Kapellen fand man eine Speerspitze aus der letzten Zwischeneiszeit (183.000 bis 118.000 v. Chr.). Das ganze Gebiet war damals von einem dichten Urwald, dem Cerewald, bedeckt. Nur die Gipfel der Rax und der Schneealm waren unbewaldet.

Eine ständige Besiedelung des Tales erfolgte von Niederösterreich aus wohl erst nach der Völkerwanderung am Beginn des Frühmittelalters. Um 1100 gehörten große Teile Altenbergs zum Herrschaftsbereich der Grafen Formbach-Pitten.

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Altenbergs in lateinischer Sprache wurde in einer Urkunde aus dem Jahre 1327 gefunden. Erst nach der Gründung des Zisterzienserstiftes Neuberg durch Herzog Otto den Fröhlichen 1327 kam das Gebiet nach und nach in den Besitz des Klosters, so dass im Jahre 1458 von der Mürz bis zum Ameisbichl die heutige Landesgrenze zustande kam.

Der wirtschaftliche Aufschwung, den der Ort durch das Bergwerk im 19. Jahrhundert erfuhr, schlug sich in einer Zunahme der Bevölkerung von ca. 300 auf 857 im Jahre 1880 nieder. In diese Zeit fällt auch die Errichtung einer zunächst ein-, später zweiklassigen Volksschule (1879).

In den Jahren 1892 und 1893 wurde das Bergwerk in Altenberg aufgelassen. Zeugen des einstigen Bergwerkbetriebes sind heute noch das Grubenhaus, bewaldete Schutthalden, der Name „Knappendorf“ für den nordöstlichen Ortsteil und der mächtige Erzbrocken auf dem Kriegerdenkmal, der ursprünglich für die Weltausstellung in Paris bestimmt war.

Als Folge der Bergwerksauflassung und der beiden Weltkriege (1914–1918 und 1939–1945) kam es zu einem Bevölkerungsrückgang. Trotzdem gab es vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg eine rege Bautätigkeit, wodurch der Bestand an Häusern verdoppelt werden konnte. Noch vor dem Krieg erfolgte 1938 die Elektrifizierung Altenbergs durch den Bau einer Niederspannungsfreileitung bis zur Trafostation in Altenberg. In den Jahren 1956 und 1965 wurde ein Ortswasserleitungsnetz verlegt.

Das größte Bauvorhaben der Gemeinde Altenberg war der Kanalbau (1984, 1986) im Rahmen des Abwasserverbandes Oberes Mürztal. Zwischen 1994 und 1997 wurde ein neues Feuerwehrhaus im Obergeschoss errichtet.

Altenberg zwischen Rax und Schneealm (Schneealpe) um 1877 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Dem Gemeindezentrum mit der Volksschule, dem Gemeindeamt, dem Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Altenberg mit dem Kultursaal, sowie dem Groschenlochbrunnen wurde das Prädikat „einzigartig und sehenswert“ verliehen. Durch das internationale Wasserforum (1997–2001) hat die Gemeinde weit über die Bezirks-, Landes- und Bundesgrenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erfahren.

Literarische Erwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine detaillierte Aufarbeitung der Geschichte der Gemeinde und des Ortes wurde von Erwin Gruber im Jahre 2007 unter dem Titel Vom Eisenerz zum Wasser - Geschichte Altenberg/Rax im Eigenverlag herausgegeben.

Das umfangreiche Werk im A4-Format enthält auf 702 Seiten zahlreiche Fakten und Begebenheiten aus der Geschichte des seinerzeitigen Bergwerksdorfes und ist mit mehr als 1000 Fotos, Bildern, Skizzen und Diagrammen illustriert.

Neben der allgemeinen Geschichte der Gemeinde Altenberg/Rax gibt es darin auch noch umfangreich Sonderkapitel zu den Themen Bergwerke, Geologie, Landwirtschaft, Almwirtschaft und Sennerei, Handwerk und Gewerbe, Forstwirtschaft und Jagd, öffentliche Einrichtungen (Volksschule u. a.), Vereine usw. Auf mehr als 100 Seiten wird auch die detaillierte Geschichte sämtlicher seinerzeit 40 Bauernhöfe Altenbergs und Greiths in Wort und Bild beschrieben.

Dem Buch liegt eine CD mit Tondokumenten bei, auf der neben musikalischen Beiträgen zum Teil schon längst verstorbene Zeitzeugen mit persönlichen Erlebnissen von der Monarchie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zu Wort kommen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister war bis 31. Dezember 2014 Jakob Holzer (ÖVP), Vizebürgermeister war Werner Stieninger (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Wappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Oktober 2007.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In blauem Schild über grünem Schildfuß in Tannenwipfelschnitt ein silberner dreispitziger Berg mit erhöhter mittlerer Spitze, belegt mit einem Gamshaupt.“[10]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lurgbauermühle in Altenberg

Altenberg hat viel zu bieten. Nicht nur die Aquazelle-Altenberg wird von Touristen gern besucht, auch der Groschenlochbrunnen sowie Schneealm und Rax. Auf der Schneealm befindet sich das Schneealpenhaus (Österreichischer Alpenverein), das sich als Übernachtungsort anbietet. Beliebt ist in Altenberg „Nass“-Wasserfallklettern, sowie Klettern(verschiedene Klettersteige in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden), Wandern, Langlaufen und Nordic Walking. Außerdem gibt es einen Eisstockschießplatz sowie einen Eislaufplatz. Nahe dem Altstoffsammelzentrum befindet sich eine Tankstelle für E-Bikes. Diese können in Mürzzuschlag ausgeliehen werden. In Altenberg gibt es zahlreiche natürliche Wasserläufe. Die kleine Ortschaft ist zudem Veranstaltungsort des internationalen Wasserforums.

Lehrpfade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montanrundweg Altenberger Erzberg[11][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalkstein in Altenberg

Auf den Spuren des Bergbaus am Altenberger Erzberg wandelt der Besucher auf diesem etwa zwei Kilometer lange Lehrpfad, der vom Zentrum über historische Stätten zu verschiedenen Relikten führt. Vorbei an historischen Häusern, Halden, Stollen und Pingen wird dem Besucher die Geschichte des seinerzeitigen Bergwerksbetriebs näher gebracht. Vom Ausgangspunkt bei der Signalschale beim Groschenlochbrunnen am Dorfplatz führt der Rundweg über das Kriegerdenkmal, durch das Knappendorf auf den Alternberger Erzberg und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Der Weg ist ganzjährig begehbar, dauert ca. 1½ Stunden und ist für Familien, Erwachsene und Schulklassen geeignet. Die Selbstbegehung ist kostenlos, Führungen können nach Vereinbarung organisiert werden.

Aquazelle Altenberg[12][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Quellenweg in Altenberg wird man durch verschiedene Stationen dem Ursprung des Wassers entgegen geführt. Der Weg liegt entlang eines Baches im Lohmgraben und erklärt die Wechselwirkung von Wasser und Gestein. Durch den Lehrpfad wird die Funktion des Ortes als Quellschutzgebiet aufgegriffen und thematisiert. An einigen Standorten erhält man Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Gemeinde. Höhepunkte des Weges sind die 200 Jahre alte Lurgbauermühle, eine Kneippstelle und eine interaktive Hochwassersimulation. Der Ausgangspunkt liegt am Dorfplatz beim Groschenlochbrunnen. An zwei Stellen kann man in die Quelle und Quellstube hineinsehen. Der Weg ist von Mai bis Oktober begehbar, dauert 1,5 bis 2 Stunden und ist für Familien, Erwachsene, Schulklassen und Kindergartengruppen geeignet. Die Selbstbegehung ist kostenlos, und Führungen können nach Vereinbarung organisiert werden.

Lebensraum Hecke und Ökolehrpfad[13][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Motto Hecken sind die Lebensadern der Landschaft werden einerseits der Ökologische Wert und andererseits der Wert für den Menschen der einzelnen Heckengehölze thematisiert. Der Ökolehrpfad befindet sich gegenüber vom Heckenlehrpfad. Ein angelegter Teich bietet Amphibien, Vögeln und Wasserpflanzen einen geeigneten Lebensraum.

Der Weg ist ganzjährig begehbar, dauert etwa 30 bis 45 Minuten und ist für Familien, Erwachsene, Schulklassen und Kindergartengruppen geeignet. Die Selbstbegehung ist kostenlos, Führungen können nach Vereinbarung organisiert werden.

Wald der Sinne[14][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwas außerhalb des Dorfzentrums befindet sich dieser sensorische Lehrpfad. Über eine Vielfalt von Stationen wird die Wahrnehmung gestärkt und verschiedene Sinne angeregt. Der Weg und einige Stationen sind rollstuhl- und kinderwagengerecht. Die 23 Stationen sind interaktiv: Von Balanzierbalken über Barfußparcours bis zum Duftbett sind abwechslungsreiche Aktionen vorhanden. Der Weg ist von Mai bis Oktober begehbar, kostenpflichtig und ist für alle Nutzergruppen geeignet. Führungen und Veranstaltungen können nach Vereinbarung organisiert werden.

Kultur- und Naturschätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Gemeindeamt Altenberg

Auffallend ist das gepflegte Ortsbild mit den vielen noch erhaltenen historischen Häusern. Diese sind teilweise noch aus der Zeit der Bergbautätigkeit erhalten, wie zum Beispiel das Grubenhaus, das Bergmeisterhaus und diverse Knappenhäuser. Zahlreiche Häuser werden durch Blumenschmuck eingerahmt, ebenso viele öffentliche Flächen. In unmittelbarer Nähe des Nah&Frisch-Marktes befindet sich ein neu errichteter, öffentlich zugängiger Kinderspielplatz.

Kriegerdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kriegerdenkmal in Altenberg

Das Kriegerdenkmal befindet sich im Zentrum von Altenberg, es bildet die zweite Station des „Montanrundweges Altenberger Erzberg“. Auf dem Denkmal befindet sich ein Eisenerzstein, welcher um das Jahr 1870 aus dem Bergwerk am Altenberger Erzberg befördert wurde. Er hat ein Gewicht von circa zwei Tonnen. An der rechten Seite des Kriegerdenkmals befindet sich ein Kalkstein, welcher typisch für die geologische Form der Kalkalpen ist.

Bergwerksmuseum Montanarum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das "Bergwerksmuseum Montanarum" wurde am 27. März 2015 eröffnet und befindet sich in einem Nebengebäude des Altenbergerhofes. Es zeigt interessante montanhistorische Relikte aus der Altenberger Bergwerksvergangenheit des 18. und 19. Jahrhunderts: Vermessungsinstrumente, Werkzeuge, Grubenlampen, Bergmannsbekleidung, Grubenpläne, Fotos, Dokumente, Alltagsgegenstände, Mineralien usw. Die Informationen spannen einen Bogen vom in Altenberg abgebauten Eisenerz bis zum Eisen- und Hüttenwerk Neuberg und den dort hergestellten Produkten. Das Museum Montanarum ist täglich gegen Voranmeldung geöffnet.

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet von Altenberg gibt es eine hohe botanische Artenvielfalt, insbesondere auf dem Gebiet der Schneealpe. Besonders hervorzuheben sind die vielfältigen Blumenwiesen und das Vorkommen von Arten der Roten Liste.

Quellenschutzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet befindet sich im Quellenschutzgebiet. Die Quellen der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung entspringen im Gebiet der Rax und Schneealpe.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aktuellen Veranstaltungen können auf folgender Seite abgerufen werden:

Anreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Auto[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Graz: Graz – Bruck/Mur – Abfahrt Mürzzuschlag – Richtung Neuberg ca. 9 km, bei der Kreuzung in Kapellen rechts abbiegen Richtung Reichenau, nach 1,5 km links abbiegen nach Altenberg an der Rax. Nach ca. 2 km ist das Zentrum erreicht.

Aus Wien: Südautobahn – Semmering Schnellstraße S 6 bis Abfahrt Mürzzuschlag – Richtung Neuberg ca. 9 km, bei der Kreuzung in Kapellen rechts abbiegen Richtung Reichenau, nach 1,5 km links abbiegen nach Altenberg an der Rax. Nach ca. 2 km ist das Zentrum erreicht.

Mit der Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südbahn bis Station Mürzzuschlag. Eine Abholung vom Bahnhof ist nach Vereinbarung mit dem Vermieter sicherlich möglich.

Bahn- Busauskunft:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Schuster, A. Daurer, H.G. Krenmayr, M. Linner, G.W. Mandl, G. Pestal, J.M. Reitner: Rocky Austria – Geologie von Österreich – kurz und bunt. 3. Auflage. Geologische Bundesanstalt, Wien 2013, ISBN 978-3-85316-066-4, S. 80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenberg an der Rax – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31. Oktober 2013. (MS Excel; 85 kB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Kundmachung (PDF) der Steiermärkischen Landesregierung vom 21. November 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Neuberg an der Mürz und der Gemeinden Altenberg an der Rax, Kapellen und Mürzsteg, alle politischer Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 6. Dezember 2013. Nr. 148, 35. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 680.
  3. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011 (PDF)
  4. umwelt.steiermark.at Abgerufen am 21. Juni 2014
  5. Digitale Bodenkarte von Österreich, abgerufen am 21. Juni 2014.
  6. Mitteilungen der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft (2002): Schlüssel zur Bestimmung der Böden Österreichs
  7. H. Kirchmeir, Ch. Keusch, St. Lieb, M. Jungmeier: Kartierungsrichtlinie für die Biotopkartierung Steiermark, Version 1.2 vom 25. Januar 2008. Bearbeitung: E.C.O. Institut für Ökologie. Im Auftrag von: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachabteilung 13C-Naturschutz
  8. H. Niklfeld: Rote Listen gefährdeter Pflanzen Österreich. 1. Auflage. Bundesministerium f. Gesundheit und Umweltschutz, Wien 1986
  9. Artinventarisierung der Fledermäuse Altenbergs
  10. Landesgesetzblatt Steiermark Nr. 88/2007 (PDF)
  11. altenberg-rax.at
  12. altenberg-rax.com
  13. altenberg-rax.com
  14. wald-der-sinne.com