Anna Franziska Schwarzbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Anna Franziska Schwarzbach, 2013

Anna Franziska Schwarzbach geb. Brockhage (bis 1990 Franziska Lobeck; * 21. September 1949 in Rittersgrün, Sachsen) ist eine deutsche Architektin, Medailleurin und Bildhauerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochter des Bildhauers und Formgestalters Hans Brockhage besuchte die Bertolt-Brecht-Oberschule in Schwarzenberg/Erzgeb., danach studierte sie Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Selman Selmanagić. Das Studium schloss sie 1973 mit Diplom ab und war anschließend von 1973 bis 1975 als Architektin am Berliner Palast der Republik mit Arbeiten am Theatersaal beschäftigt. Von 1975 bis 1979 absolvierte sie ein Abendstudium der Portraitplastik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 1977 ist sie freischaffende Bildhauerin.

Anna Franziska Schwarzbach ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst[1] und gehört dem Künstlerkreis der Berliner Medailleure an.

Ihr Arbeitsgebiet reicht von der Kunst im öffentlichen Raum über Skulpturen aus Bronze, Stein, Holz und Eisenguss bis zur Kleinplastik und Medaillen. Anna Franziska Schwarzbach ist eine der wenigen Bildhauerinnen, die sich mit dem Eisenguss befassen, der sie besonders fasziniert. Ebenso ist sie grafisch tätig, dabei pflegt sie neben anderen Drucktechniken besonders die Radierung.

Sie lebt und arbeitet in Berlin und ist mit dem Restaurator Peter Schwarzbach verheiratet.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983–1989: Galerie Sophienstraße 8 Berlin, Galerie Bunte Stube Ahrenshoop, Schloss Oppurg, Galerie Oben Karl-Marx-Stadt, Galerie Rotunde, Altes Museum Berlin, Galerie Silberstein Schwarzenberg mit P. Schwarzbach
  • 1990–1995: Brecht-Haus-Weißensee Berlin mit E. König, Galerie Berliner Grafikpresse mit Wienkowsky, Galerie-ODER-Form Berlin mit Hans Brockhage, Schloss Rheinsberg mit E. König, Galerie Netuschil Darmstadt; Galerie Hintersdorf mit H. D. Sailer, Hofgalerie Bullmann & Wunsch Chemnitz; Kunstgussmuseum Lauchhammer; Rathaus Leonberg; VBK Berlin; ARAG Düsseldorf
  • 1996–1999: Havelberger Dom; Kunsthof Halberstadt; Galerie Netuschil; Alte Völklinger Hütte Saarland; Böll Bibliothek Berlin; Galerie Mite Berlin mit Dietrich Noßky; Kulturforum Villa Oppenheim Berlin; Galerie Himmelreich Magdeburg; Galerie im Kloster Ribnitz Damgarten; GEHAG-Forum Berlin
  • 2000–2004: Magdeburger Dom; Schloss Wolkenburg; Rathaus Fürstenwalde; Galerie Petra Lange Berlin mit Guy Michels; Galerie d´Art du Théatre d´Esch/Alzette Luxemburg; Exhibition of contemporary art from Germany CERN Genf; Botanischer Garten Berlin; Museum der Stadt Zerbst; Galerie Rosenkranz; Schlossbergmuseum Chemnitz; Evangelische Kirche Hückelhoven; Roter Turm Jena
  • 2009/2010: Kunstgießerei Flierl, Berlin[2][3]
  • 2013: Galerie Forum Amalienpark, Berlin-Pankow: Konrad Knebel & Anna Franziska Schwarzbach – Malerei und Skulptur[4]
  • 2018 Porträts kluger Frauen, Humboldt-Universität Berlin, Kustodie. Diese Ausstellung wurde von Anna Franziska Schwarzbach und Dr. Angelika Keune kuratiert.

Ausstellungsbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015/2016 Schadow-Haus in Berlin Prinzessinnen[5]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skulptur 'Knieende Dame mit Schale' in Berlin-Prenzlauer Berg, genannt die Nackte vom Ostseeplatz

Medaillenkunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Bischofskreuz, Silber und Gold, Evangelische Landeskirche in Mitteldeutschland[6]

Arbeiten im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildhauersymposien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur/Katalogerwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Franziska Schwarzbach. Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen, Dresden [1999], ISBN 3-930382-42-3.
  • Signifikante Signaturen 2001. 4 x junge Kunst (Jörg Jantke, Hans-Wulf Kunze, Anna Franziska Schwarzbach, Iris Thürmer). Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen, Dresden 2002, ISBN 3-930382-65-2.
  • Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst.
    • Band 1, 1992: Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1988–1991.
    • Band 2, 1994: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1991–1993.
    • Band 4, 1996: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille in Deutschland 1993–1995, mit Nachträgen seit 1988. ISBN 3-7861-1926-0.
    • Band 10, 1999: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille in Deutschland 1995–1998. ISBN 3-7861-2329-2.
    • Band 14, 2000: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. ISBN 3-88609-443-X.
  • Eva Wipplinger (Katalog): Medaillenkünstlerinnen in Deutschland : Kreativität in Geschichte und Gegenwart; Staatliche Galerie Moritzburg Halle 15. November 1992 – 21. März 1993; Frauen Museum, Bonn 18. April – 30. Mai 1993. Staatliche Galerie Moritzburg, Halle 1992, ISBN 3-86105-066-8.
  • Wolfgang Steguweit: Europäische Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Wissenschaftszentrum Bonn, 28. September 1995 – 14. Januar 1996; Schlossmuseum Gotha, 24. Februar 1996 – 14. Januar 1996; Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 24. Juni 1996 – 31. August 1996. Münzkabinett, Berlin 1995, ISBN 3-88609-379-4. (auch: Gebr. Mann, Berlin, ISBN 3-7861-1911-2)
  • Ulf Dräger, Andrea Stock (Bearbeiter): Die Welt »en miniature« : Deutsche Medaillenkunst heute, 2000–2006. (= Die Kunstmedaille in Deutschland. Band 23). Stiftung Moritzburg, Halle 2007, ISBN 978-3-937751-54-2, S. 301–303. (Anlässlich der Ausstellung Die Welt "en Miniature". Deutsche Medaillenkunst Heute vom 15. Juli bis 7. Oktober 2007 in der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt)
  • Bernd Kluge, Bernhard Weisser (Hrsg.): Gold gab ich für Eisen. (= Das Kabinett. 14). Berlin 2014, ISBN 978-3-88609-748-7.
  • Bernhard Weisser: Die Medaillenedition 'Friedrich 300'. In: H. Kahnt (Hrsg.): Münzen und Sammeln. März 2012, S. 14–17. PDF auf der Website der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anna Franziska Schwarzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Künstler. Anna Franziska Schwarzbach (-Lobeck). Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V., abgerufen am 13. Juli 2014.
  2. Kunstkopf: Anna Franziska Schwarzbach. In: tip Berlin. 30. Dezember 2009. Kurzinterview.
  3. Ausstellung in der Kunstgießerei Flierl.@1@2Vorlage:Toter Link/www.kunstgiesserei-flierl.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Ausstellung in der Galerie Forum Amalienpark, 2013; abgerufen am 4. Juni 2018.
  5. Prinzessinnen. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 11. März 2016.
  6. Das Bischofskreuz. (Memento vom 24. Dezember 2014 im Webarchiv archive.is) Abgerufen am 8. September 2012.
  7. Jens Reiche, Christian Scholl (Hrsg.): Göttinger Kirchen des Mittelalters. Universitätsverlag, Göttingen, 2015.
  8. Bonhoeffer-Kirche, mit Abbildung der Plastik. Abgerufen am 13. Dezember 2014.
  9. Lise Meitner - Große Physikerin, späte Ehrung. In: Der Tagesspiegel. 9. Juli 2014, Abgerufen am 30. August 2015.
  10. Tobias Miller: Kunst der Politik, In: Berliner Zeitung, 18. April 2018, S. 6.
  11. Pressemitteilung des MDC Nr. 21, 14. September 2000. (Memento des Originals vom 13. November 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mdc-berlin.de Abgerufen am 4. August 2011.
  12. Kressbronner Jahrbuch; Band 24, 2011, S. 95.