Ben Stiller

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Ben Stiller (2019)

Benjamin „Ben“ Edward Stiller (* 30. November 1965 in New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Comedian, Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ben Stiller (2010)

Stiller wuchs als Sohn der Schauspieler Jerry Stiller und Anne Meara in New York City auf. Er hat jüdische Wurzeln; sein Großvater William Stiller war der Sohn jüdischer Immigranten aus Österreich, seine Großmutter Bella Citrin die Tochter russisch-jüdischer Einwanderer. Außerdem konvertierte seine Mutter Anne Meara vor seiner Geburt zum Judentum. Schon früh war klar, dass er und seine Schwester Amy Stiller beruflich in die Fußstapfen der Eltern treten würden. Seine Eltern hatten häufig Cameoauftritte in seinen Filmen.

Nach zahlreichen Kurzfilmen, die Stiller mit der Super-8-Kamera seines Vaters drehte, hatte er im Alter von zehn Jahren einen Auftritt in der Fernsehserie Kate McShane. Später brach er sein Studium ab und drehte eine Parodie auf den Film Die Farbe des Geldes,[1] in der er die Rolle von Tom Cruise übernahm. Im Jahr 1987 wurde der Film von Saturday Night Live ausgestrahlt, was Stiller nationale Bekanntheit und eine Rolle in der Steven-Spielberg-Produktion Das Reich der Sonne einbrachte. Ende der 1980er Jahre war er regelmäßig in Saturday Night Live zu sehen, vor allem in der Rolle des „Tom Crooze“. Von MTV bekam er 1990 seine eigene Fernsehshow, die ab 1991 von FOX ausgestrahlt wurde. Nach drei Staffeln wurde die Sendung jedoch abgesetzt – trotz eines Emmy Awards, den Stiller dafür bekommen hatte.

Im Jahr 1994 führte er Regie bei der Tragikomödie Reality Bites, in der er neben Winona Ryder und Ethan Hawke auch in einer Nebenrolle zu sehen ist. Doch der Film über die Generation X war ein Flop. Seine nächste Regiearbeit, Cable Guy – Die Nervensäge mit Jim Carrey (1996), erhielt von Publikum und Medien gemischte Kritiken. In Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein (Regie: David O. Russell) von 1996 entwickelte Ben Stiller die Rolle des sympathischen Durchschnittstypen, der von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Diesen Charakter perfektionierte er in seinen folgenden Filmen.

Seinen Durchbruch schaffte Stiller 1998 mit Verrückt nach Mary. Im Jahr 2000 hatte er einen weiteren großen Erfolg mit der Komödie Meine Braut, ihr Vater und ich, in der er neben Robert De Niro zu sehen ist. 2004 erschien mit Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich eine Fortsetzung des Filmes, in dem neben der alten Besetzung auch Barbra Streisand und Dustin Hoffman zu sehen sind. Eine weitere Fortsetzung erschien 2010 unter dem Titel Meine Frau, unsere Kinder und ich, in der auch seine Schwester Amy Stiller mitspielt.

Sein deutscher Synchronsprecher ist seit 1998 Oliver Rohrbeck.

Im Jahr 2008 zählte Stiller laut dem US-amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar und rangierte auf dem siebten Platz der Top-Verdiener in Hollywood.[2]

2018 und 2019 kehrte er für mehrere Sketche zu Saturday Night Live zurück, um Donald Trumps Anwalt Michael Cohen zu porträtieren.[3]

Stiller war seit dem 13. Mai 2000 mit seiner Schauspielkollegin Christine Taylor verheiratet. Die beiden haben eine Tochter (* 2002) und einen Sohn (* 2005). Am 26. Mai 2017 gab das Paar seine Trennung bekannt.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit seinem Freund Owen Wilson stand Stiller zwölfmal vor der Kamera. Die beiden Schauspieler gehören zum Frat Pack.

Stiller ist Fan der schottischen Band Travis und spielte in deren Musikvideo Closer mit.[5] Er spielte eine Hauptrolle im Musikvideo zu Taylor (2004) von Jack Johnson und hatte Cameoauftritte in Musikvideos verschiedener Künstler, z. B. im Video Tribute der Band Tenacious D, Bad Boy for Life von P. Diddy, mit Stephen Dorff im Musikvideo zu Rollin’ der US-Band Limp Bizkit oder All Star von Smash Mouth.

Im Jahr 2010 unterstützte Stiller gemeinsam mit Jennifer Aniston, Courteney Cox, Woody Harrelson und anderen Hollywood-Stars die Kampagne The Cove PS: My Friend is… zum Schutz von Delfinen.

In der Folge Shrink Wrap der Serie King of Queens ist Ben Stiller in einer Rückblende als Vater von Jerry Stiller zu sehen, welcher im wahren Leben sein Vater war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Regisseur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Drehbuchautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987: The Hustler of Money
  • 1987: Saturday Night Live (sieben Folgen)
  • 1989: Elvis Stories
  • 1992–1993: The Ben Stiller Show (Fernsehserie)
  • 2001: Zoolander
  • 2008: Tropic Thunder
  • 2016: Zoolander 2

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ben Stiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Hustler of Money bei imdb.com
  2. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood’s Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST
  3. Ben Stiller Reveals How He Started Playing Michael Cohen on ‘SNL’. Abgerufen am 28. Juli 2020 (englisch).
  4. EXCLUSIVE: Ben Stiller and Christine Taylor Split After 17 Years of Marriage. In: Entertainment Tonight. (etonline.com [abgerufen am 27. Mai 2017]).
  5. NME.com: Ben Stiller stars in new Travis video