Braunau TG

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TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Braunauf zu vermeiden.
Braunau
Wappen von Braunau
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Münchwilen
BFS-Nr.: 4723i1f3f4
Postleitzahl: 9502
Koordinaten: 722661 / 262299Koordinaten: 47° 30′ 0″ N, 9° 4′ 0″ O; CH1903: 722661 / 262299
Höhe: 670 m ü. M.
Fläche: 9,2 km²
Einwohner: 765 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 83 Einw. pro km²
Website: www.braunau.ch
Blick auf Braunau

Blick auf Braunau

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Braunau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Münchwilen des Schweizer Kantons Thurgau.

Die Ortsgemeinde Braunau wurde 1999 von der Munizipalgemeinde Tobel abgetrennt und in die politische Gemeinde Braunau umgewandelt. Gleichzeitig vereinigten sich die verbleibenden Ortsgemeinden Tägerschen und Tobel zur politischen Gemeinde Tobel-Tägerschen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braunau liegt auf einer kleinen Passhöhe im Süden des Kantons Thurgau, dem sogenannten Hinterthurgau oder Tannzapfenland, eingebettet zwischen dem Braunauer Berg und der Braunauer Höchi. Zu Braunau gehören die Orte Beckingen, Hittingen und Oberhausen und 17 Weiler. Nördlich der Kerngemeinde Braunau durchfliesst der Hartenauerbach, ein Zufluss der Lauche, von Ost nach West das Gemeindegebiet. Gegen Süden wird Braunau vom Wiesentalerbach durch das Wiesental in Richtung Bronschhofen entwässert.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St.-Michaels-Kapelle dürfte aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen.[3]

Braunau wurde wahrscheinlich im Jahre 762 als Pramacunauia erstmals erwähnt. Nach 762 gehörte das Gebiet um Braunau mehrheitlich zur Grundherrschaft des Klosters St. Gallen und kam mit den Gerichtsrechten vermutlich über die Toggenburger und deren Dienstleute zu Heitnau und ab 1228 sukzessive an die Johanniterkomturei Tobel. Deren Herrschaft unterstand es bis 1798. Ursprünglich war Braunau nach Affeltrangen kirchgenössig, die St.-Michaels-Kapelle gehörte jedoch bereits vor 1228 zur Pfarrei Märwil. 1529 Reformation. Die verbliebenen Katholiken waren nach Tobel kirchgenössig – wobei sich in Braunau eine Kapelle befindet, die Reformierten nach Märwil. 1806 bis 1807 erfolgte der Bau der Kirche. 1810 löste sich Braunau kirchlich von Märwil ab und wurde 1861 eine Kirchgemeinde mit Pfarrwahlrecht.

Die Offnung von 1519 regelte den Alltag im Dorf. Der Getreidebau wurde in drei Zelgen betrieben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte Umstellung auf Vieh- und Milchwirtschaft mit Käsereien und auf Obstbau. Im frühen 19. Jahrhundert spielte die Kattun- und Leinen­weberei als Hausindustrie. eine Rolle. Seit ca. 1895 besteht Holzbaugeschäft mit Zimmerei und Sägerei.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Braunau[2]
Bevölkerungsentwicklung der Orts- und Einheitsgemeinde[5][2]
Jahr 1634 1850 1880 1900 1930 1950 1980 2000 2010 2018
Einwohner ca. 300 687 594 550 554 547 459 661 685 778

Von den insgesamt 778 Einwohnern im Jahr 2018 waren 77 bzw. 9,9 % ausländische Staatsbürger.[6]

Die 685 Einwohner (2010) verteilen sich auf 267 Haushalte. 47 % der Bewohner sind evangelisch-reformiert, 35 % katholisch, während 5 % eine andere Konfession haben und der Rest sich als konfessionslos betrachtet. 51 Einwohner haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. 33 Personen sind als Landwirte tätig.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Braunau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. a b c 2000 T4 Wohnbevoelkerung ab 1850.xlsx. und 2018_2017_1990_BevGmd.xlsx (Bevölkerung in ausgewählten Jahren, 1990, 2000, 2010, 2017-2018, Vorjahresveränderung). Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
  3. Spätromanische Kapelle Braunau. Auf: freizeit.thurbo.ch, einer Webseite der Bahngesellschaft Thurbo, abgerufen am 1. November 2019
  4. André Salathé: Braunau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  5. a b Politische Gemeinde Braunau (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.braunau.ch (PDF; 73 kB), www.braunau.ch, abgerufen am 8. Juni 2011
  6. 2018_2015_BevGmd_Geschl_Nat.xlsx (Bevölkerung nach Geschlecht und Nationalität, 2015-2018) Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
Blick vom Braunauer Berg/Hüenersädel auf Braunau und einige Weiler (v. l. n. r.): Breitenacker und Hölzli; Üeterschen; Heid; Brunauer Höchi mit dem Hüttli; ganz rechts beginnt das Wiesental