Chihuahua (Bundesstaat)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Chihuahua
Wappen von Chihuahua
Vereinigte StaatenGuatemalaBelizeHondurasEl SalvadorBaja CaliforniaBaja California SurSonoraChihuahuaSinaloaDurangoCoahuilaNuevo LeónTamaulipasZacatecasNayaritColimaColimaAguascalientesGuanajuatoMichoacánMexiko-StadtTlaxcalaMorelosGuerreroMichoacánHidalgoPueblaQuerétaroMéxicoJaliscoSan Luis PotosíVeracruzOaxacaTabascoCampecheChiapasQuintana RooCampecheYucatánKarte
Über dieses Bild
Hauptstadt Chihuahua
Fläche 247.938 km² (Rang 1)
Einwohnerzahl 3.406.465 (Rang 11)
Bevölkerungsdichte 13,7 Einwohner pro km²
(Zensus 2010)
Gouverneur Javier Corral Jurado (PRI)
(2016–2022)Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren
Bundesabgeordnete Morena = 4
PAN = 3
PT = 1
MC = 1
(9 Bundeswahlkreise)
Senatoren Morena = 2
PAN = 1
ISO 3166-2 MX-CHH
Postalische Abkürzung Chih.
Website www.chihuahua.gob.mx

Chihuahua [tʃiˈwawa], offiziell Freier und Souveräner Staat Chihuahua (spanisch Estado Libre y Soberano de Chihuahua) ist mit 247.938 km² der größte Bundesstaat Mexikos und hat etwa 3,4 Mio. Einwohner. Er grenzt im Westen an Sonora, im Norden an die Vereinigten Staaten (New Mexico und Texas), im Osten an Coahuila, im Südwesten an Sinaloa, im Süden an Durango. Die größte Stadt ist nicht die Hauptstadt Chihuahua, sondern Ciudad Juárez, am Río Bravo del Norte gegenüber von El Paso. Chihuahua ist weiter untergliedert in 67 Municipios.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staat wird von einem wüstenartigen Hochplateau eingenommen, das nach Westen hin stark abfällt. In diesem Gebirge ist auch die größte Touristenattraktion des Staates, die malerische Barranca del Cobre („Kupferschlucht“). Den Norden des Bundesstaates bildet die Chihuahua-Wüste, die außerdem den benachbarten Bundesstaat Coahuila beinahe vollständig sowie Teile der südlichen USA einnimmt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[1]
1970 1.612.525
1980 2.005.477
1990 2.441.873
1995 2.793.537
2000 3.052.907
2005 3.241.444
2010 3.406.465
2015 3.556.574

Die auffälligste, wohlhabendste und bemerkenswerteste Bevölkerungsgruppe Chihuahuas sind die deutschstämmigen und deutschsprachigen Mennoniten. Ab 1920 gründeten sie im Norden Mexikos verschiedene protestantisch-mennonitische Kirchengemeinden und Kolonien. Die Kolonien sind oft gleichzeitig landwirtschaftliche Genossenschaften. Mittlerweile ist die Zahl der Mennoniten aufgrund ihres Kinderreichtums von 7.000 auf 80.000 angewachsen. Ihre Gottesdienste ähneln denen der Lutheraner, aber sie praktizieren die Erwachsenentaufe und sind besonders friedliebend. Deshalb lehnen sie jede Art von Militärdienst ab. Das Plattdeutsche ist Alltagssprache; Hochdeutsch wird im Gottesdienst gesprochen und in der Schule gelehrt. Es gibt eine deutschsprachige Zeitschrift und mehrere Mitteilungsblätter sowie ein Radioprogramm auf Deutsch.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Chihuahua (state) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mexiko: Bundesstaaten und Großstädte - Einwohnerzahlen in Karten und Tabellen. Abgerufen am 26. Juli 2018.
  2. Auswärtiges Amt: Kulturerhaltprojekt „Wir räde“ - Wir sprechen – Video- und Fotodokumentation der plautdietschen Sprache der Mennoniten in Mexiko. Abgerufen am 21. Juni 2020.

Koordinaten: 28° 49′ N, 106° 26′ W