Constantin Braun

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DeutschlandDeutschland  Constantin Braun Eishockeyspieler
Geburtsdatum 11. März 1988
Geburtsort Lampertheim, Deutschland
Größe 190 cm
Gewicht 89 kg
Position Rechter Flügel
Nummer #90
Schusshand Links
Draft
NHL Entry Draft 2006, 6. Runde, 164. Position
Los Angeles Kings
Karrierestationen
2003–2004 Jungadler Mannheim
2004–2006 Eisbären Juniors Berlin
seit 2006 Eisbären Berlin

Constantin Braun (* 11. März 1988 in Lampertheim) ist ein deutscher Eishockeyspieler, der seit der Saison 2006/07 in der Deutschen Eishockey Liga für die Eisbären Berlin spielt. Ursprünglich als Flügelstürmer eingesetzt, wurde er während der Spielzeit 2008/09 zum Verteidiger umgeschult. Sein Bruder Laurin ist Eishockeyspieler beim ERC Ingolstadt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braun begann seine Eishockeykarriere in der Nachwuchsabteilung der Adler Mannheim. Durch gute Leistungen machte er dort auf sich aufmerksam und wechselte zur Saison 2004/05 zu den Eisbären Juniors Berlin in die dritthöchste deutsche Spielklasse. Allerdings kam er überwiegend für das Berliner DNL-Team zum Einsatz und absolvierte lediglich ein Spiel in der Oberliga.

In den folgenden zwei Jahren spielte Braun für drei verschiedene Teams der Eisbären Berlin, sowohl bei den Profis in der DEL als auch bei den Junioren in der Deutschen Nachwuchsliga und Oberliga. Des Weiteren kam er auf insgesamt 40 Spiele in der DEL.

Im NHL Entry Draft 2006 wurde Constantin Braun von den Los Angeles Kings aus der National Hockey League in der sechsten Runde an insgesamt 164. Stelle ausgewählt. Der Flügelstürmer blieb zunächst in Deutschland und schaffte schließlich den endgültigen Durchbruch bei den Eisbären Berlin. Die Spielzeit 2007/08 gehörte zu den erfolgreichsten seiner bisherigen Karriere, da er sich in der DEL-Mannschaft etablierte und am Saisonende die deutsche Meisterschaft gewann.

Mit den Eisbären gewann er 2009, 2011, 2012 und 2013 erneut die deutsche Meisterschaft und 2010 erstmals die European Trophy. Im Oktober 2009 erhielt er eine Förderlizenz für die Dresdner Eislöwen, den Kooperationspartner der Eisbären in der 2. Bundesliga, um nach überstandener Schulterverletzung Spielpraxis zu sammeln.[1] Er kam jedoch zu keinem Einsatz bei den Eislöwen.

Am 2. August 2013 gab Braun bekannt, dass er sich in einer persönlichen Krise befände und sich zu diesem Zeitpunkt eine Auszeit nehme, da er sich in medizinische Behandlung begeben habe.[2] Am 22. November 2013 stand er erstmals wieder im Kader der Eisbären. Nach erneuter knapp dreimonatiger Pause im Herbst 2017[3] kehrte er am 1. Dezember 2017[4] in den aktiven Spielbetrieb zurück.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nachwuchsbereich nahm Braun zunächst an den U18-Weltmeisterschaften 2005 und 2006 in der Top-Division teil. Mit der deutschen U20-Auswahl spielte er bei der Weltmeisterschaft 2007 ebenfalls in der Top-Division, konnte dort aber die Klasse nicht halten, so dass er im Folgejahr bei der Weltmeisterschaft der Division I antrat, wo der sofortige Wiederaufstieg gelang.

2010 bekam er die erste Berufung in das Herren-Nationalteam,[5] mit der er bei der Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland den vierten Platz belegte. Auch bei den Weltmeisterschaften 2011, 2014 und 2016 gehörte er zum deutschen Kader. Darüber hinaus spielte er auch bei der Olympiaqualifikation für die Winterspiele in Sotschi 2014.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2008 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2008 Aufstieg in die Top-Division bei der U20-Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A
  • 2009 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2010 Gewinn der European Trophy mit den Eisbären Berlin
  • 2011 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2012 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2013 Deutscher Meister mit den Eisbären Berlin
  • 2013 MVP der Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga[6]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T A Pkt SM Sp T A Pkt SM
2003/04 Jungadler Mannheim DNL 30 12 5 17 42
2004/05 Eisbären Juniors Berlin OL 1 0 0 0 0
2004/05 Eisbären Juniors Berlin DNL 29 14 20 34 125 6 4 5 9 16
2005/06 Eisbären Berlin DEL 6 0 0 0 0
2005/06 Eisbären Juniors Berlin OL 14 5 5 10 18
2005/06 Eisbären Juniors Berlin DNL 7 8 4 12 14 1 1 0 1 6
2006/07 Eisbären Berlin DEL 34 1 3 4 14
2006/07 Eisbären Juniors Berlin OL 12 6 4 10 37
2007/08 Eisbären Berlin DEL 50 4 7 11 32 14 3 7 10 2
2008/09 Eisbären Berlin DEL 43 6 9 15 20 12 0 2 2 2
2008/09 Eisbären Juniors Berlin OL 2 1 4 5 2
2009/10 Eisbären Berlin DEL 40 6 12 18 24 5 0 2 2 2
2010/11 Eisbären Berlin DEL 51 6 12 18 48 12 2 3 5 8
2011/12 Eisbären Berlin DEL 37 5 13 18 14 13 2 1 23 8
2012/13 Eisbären Berlin DEL 40 8 18 26 26 13 2 20 22 8
2013/14 Eisbären Berlin DEL 30 2 11 13 26 3 0 1 1 0
2014/15 Eisbären Berlin DEL 13 2 9 11 6
2015/16 Eisbären Berlin DEL 52 7 12 19 34 7 1 2 3 8
2016/17 Eisbären Berlin DEL 52 1 11 12 42 13 0 3 3 20
2017/18 Eisbären Berlin DEL 24 2 6 8 4
2018/19 Eisbären Berlin DEL
DNL gesamt 66 34 29 63 181 7 5 5 10 22
OL gesamt 29 12 13 25 57
DEL gesamt 472 50 123 173 290 92 10 31 41 58

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weitere Förderlizenzspieler für die Dresdner Eislöwen. In: icehockeypage.net. 7. Oktober 2009, archiviert vom Original am 7. Oktober 2009; abgerufen am 5. Februar 2017.
  2. Auszeit für Eisbärenspieler Constantin Braun In: Berliner Zeitung vom 2. August 2013
  3. Eisbären Berlin: Constantin Braun muss pausieren | Eisbären Berlin. Abgerufen am 3. Dezember 2017.
  4. Mensch, Constantin Braun. Abgerufen am 3. Dezember 2017.
  5. morgenpost.de, Hördler und Braun dabei: Fünf Eisbären im WM-Team
  6. Und Constantin Braun holt auch noch den MVP ab. In: bz-berlin.de. 22. April 2013, abgerufen am 18. Mai 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]