Guatapé

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Guatapé
Koordinaten: 6° 14′ N, 75° 10′ W
Karte: Kolumbien
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Guatapé
Guatapé auf der Karte von Kolumbien
Colombia - Antioquia - Guatapé.svg
Lage der Gemeinde Guatapé auf der Karte von Antioquia
Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Antioquia
Stadtgründung 1811
Einwohner 8363 (2018)
Stadtinsignien
Flag of Guatapé.svg
Escudo de Guatapé.svg
Detaildaten
Fläche 69 km2
Bevölkerungsdichte 121 Ew./km2
Höhe 1925 m
Gewässer Stausee Peñol-Guatapé
Stadtvorsitz Juan Sebastian Pérez Flórez (2020–2023)
Website www.municipiodeguatape.gov.co
Kirche und Hauptplatz von Guatapé
Kirche und Hauptplatz von Guatapé
Blick auf den Fels und die Gemeinde von Guatapé
Blick auf den Fels und die Gemeinde von Guatapé
Die Plazoleta de los Zócalos
Die Plazoleta de los Zócalos

Guatapé ist eine Gemeinde (municipio) im Departamento Antioquia in Kolumbien. Guatapé ist bekannt für den Fels von Guatapé sowie für das bunte historische Zentrum mit in Reliefkunst gestalteten Häusersockeln. Die Gemeinde wurde nach einem indigenen Kaziken benannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guatapé liegt etwa 75 Kilometer von Medellín, der Hauptstadt Antioquias, entfernt, auf einer Höhe von ungefähr 1925 m ü. NN in der Subregion Oriente Antioqueño und hat eine Jahresdurchschnittstemperatur von 20 °C. Die Gemeinde hat eine Ausdehnung von 69 km², von denen 68 km² auf den ländlichen Teil der Gemeinde entfallen. An Guatapé grenzen im Norden Alejandría, im Westen El Peñol, im Süden Granada und im Osten San Rafael und San Carlos.[1]

Neben dem urbanen Zentrum besteht die Gemeinde Guatapé aus den folgenden Gemeindeteilen:

Gemeindeteile von Guatapé
  • El Roble
  • La Peña
  • La Piedra
  • La Sonadora
  • Los Naranjos
  • Quebrada Arriba
  • Santa Rita y Rosario

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Guatapé hat 8363 Einwohner, von denen 5420 im städtischen Teil (cabecera municipal) der Gemeinde leben (Stand 2018).[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor die iberischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert das Gebiet erreichten, war dieses Gebiet von einheimischen ethnischen Gruppen bewohnt, von denen einige von einem Kazikem namens Guatape kontrolliert wurden. Ihm zu Ehren wurde die Stadt nach ihm benannt. Der Name "Guatapé" stammt aus der Quechua-Sprache. Ein anderer Name, den die Stadt in der Vergangenheit hatte, ist "La Ceja de Guatapé".

Die auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Guatapé lebenden Indigenen wurden 1714 in das Reservat San Antonio de Remolinos de El Peñol umgesiedelt.

Guatapé wurde am 4. Oktober 1811 von dem Spanier Don Francisco Giraldo y Jimenez gegründet. Es wurde im September 1867 zur Gemeinde erklärt.

Die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Gemeinde wurde durch den Bau des Stausees Peñol-Guatapé in den 1970er Jahren zu einem Tourismuszentrum.[3] Im Juni 2017 kenterte das mehrstöckige Touristen- und Freizeitschiff El Almirante mit 167 Personen an Bord. Bei dem Unglück starben neun Personen.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten Wirtschaftszweige in Guatapé sind Energiegewinnung über das Wasserkraftwerk der Talsperre San Carlos und Tourismus. Zudem gibt es Landwirtschaft, Tierhaltung, Fischerei, Handel und Textilindustrie.[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Guatapé befindet sich die Regattastrecke Villa Náutica Embalse de Guatapé, auf der die Wettbewerbe im Kanusport und Rudern der Südamerikaspiele 2010 von Medellín stattfanden. Zudem wurden in Guatapé die Wettbewerbe im Freiwasserschwimmen, Segeln und Triathlon ausgetragen.[6]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutsam für den Tourismus sind sowohl der Fels von Guatapé als auch das historische Zentrum des Ortes, das Kopfsteinpflasterstraßen und bunt angemalte Häuser zu bieten hat. Eine Attraktion sind die in Reliefkunst gestalteten Zócalos (Häusersockel), die verschiedene Motive der Geschichte und des Alltags der Region sowie geometrische Formen darstellen. Am sehenswerten Hauptplatz findet sich die Kirche, die unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel gewidmet ist. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegen zudem zwei Klöster. Über den Stausee fahren Touristen- und Freizeitschiffe.[7]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guatapé ist von Medellín aus über die Autopista Medellín-Bogotá zu erreichen. Die Abzweigung Richtung Guatapé und El Peñol befindet sich hinter dem Ortskern von Marinilla. Die zwei Busunternehmen Sotra Sanvicente y Guatapé la Piedra und Sotrapeñol verbinden Guatapé mit Medellín. Auf dem Stausee werden Schiffsverbindungen angeboten.[8]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Guatapé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Guatapé. Alcaldía de Guatapé – Antioquia, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Webseite der Gemeinde Guatapé).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geografía. Alcaldía de Guatapé - Antioquia, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Geographie der Gemeinde).
  2. Censo Nacional de Población y Vivienda - CNPV 2018. (Excel; 544 KB) DANE, abgerufen am 9. Januar 2020 (spanisch, Volkszählung 2018).
  3. Historia de Guatapé. Alcaldía de Guatapé - Antioquia, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Geschichte der Gemeinde).
  4. David Alejandro Mercado: Hundimiento de ‘El Almirante’ no ahogó el turismo en Guatapé. eltiempo.com, 25. Juni 2018, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch).
  5. Economía. Alcaldía de Guatapé - Antioquia, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Wirtschaft der Gemeinde).
  6. Medellín 2010. Comité Olímpico Colombiano, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Informationen zu den Südamerikaspielen 2010).
  7. Danilo Betancur Giraldo: Guatapé. Turismo, color y alegría. las2orillas.com, 19. Juli 2017, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch).
  8. Vías de comunicaciones. Alcaldía de Guatapé - Antioquia, abgerufen am 10. Mai 2019 (spanisch, Informationen zur Infrastruktur der Gemeinde).