Der Club der Teufelinnen

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Filmdaten
Deutscher Titel Der Club der Teufelinnen
Originaltitel The First Wives Club
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Hugh Wilson
Drehbuch Olivia Goldsmith (Roman), Robert Harling
Produktion Scott Rudin
Musik Marc Shaiman, John Madara
Kamera Donald E. Thorin
Schnitt John Bloom
Besetzung

Der Club der Teufelinnen ist ein im Jahr 1996 in den USA gedrehter Film des Regisseurs Hugh Wilson. Er basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Olivia Goldsmith, in dem drei Ehefrauen sich an ihren Ehemännern rächen, weil diese sie wegen jüngerer Frauen verlassen haben.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem College waren Brenda, Elise, Annie und Cynthia die besten Freundinnen. Im Laufe der Jahre haben sie sich aus den Augen verloren und treffen sich erst 25 Jahre später wieder – bei der Beerdigung von Cynthia, die nach ihrer Scheidung von einem Finanztycoon in New York Selbstmord begangen hat.

Als sie sich erzählen, wie ihr Leben seit dem College verlaufen ist, stellen sie fest, dass sie eines gemeinsam haben: Sie wurden alle von ihren Männern, die dank ihrer Hilfe Karriere gemacht haben, gegen jüngere Frauen ausgetauscht und mit diesen betrogen.

Brendas Ehemann Morty konnte dank der Unterstützung seiner Frau eine Kette von gutgehenden Elektrofachgeschäften aufbauen und wurde so zum Millionär. Neben der aufopfernden Arbeit in den Betrieben ihres Mannes zog Brenda auch noch den gemeinsamen Sohn Jason auf – doch Morty ließ sie nach rund 20 Jahren Ehe einfach fallen und wandte sich einer jüngeren und schlankeren Frau, der Kassiererin Shelley, zu. Während Brenda zusehends mit Geldproblemen zu kämpfen hat, wirft Morty das Geld für Shelley mit beiden Händen zum Fenster hinaus.

Elises Mann Bill profitierte von ihrem guten Ruf als Schauspielerin und wurde ein bekannter Hollywood-Produzent. Als es um die Besetzung seines neuesten Filmes geht, stellt sich heraus, dass er eine viel jüngere Freundin hat, die auch noch die Hauptrolle spielen soll, während sich Elise mit der Rolle ihrer Mutter abfinden soll. Dazu kommt, dass ihr Mann sich von ihr scheiden lassen will und hohe Unterhaltsforderungen über seine Anwältin geltend machen will. So soll Elise z. B. sämtliche Geschenke an ihren Mann verkaufen und den Erlös zur Hälfte an Bill abtreten.

Annies Ehemann Aaron hat eine Werbeagentur aufgebaut, während sie die gemeinsame Tochter Chris aufzog, die nach eigenem Bekunden lesbisch ist. Seit einiger Zeit unterhält Aaron zudem ein Verhältnis zu der Therapeutin Leslie Rosen, die er lange zusammen mit Annie konsultiert hat und verlangt deshalb die Scheidung. Mit diesem Schritt zerstört er Annies Wunschdenken von der einzig funktionierenden Beziehung aller vier Freundinnen restlos.

Nach dem Motto „Rache ist süß“ planen die drei Frauen ihre Männer gesellschaftlich und finanziell zu ruinieren, was nicht allzu schwer ist, weil jeder der Männer Dreck am Stecken hat. Unterstützt werden sie von einer Grande Dame der High Society, einem durchgeknallten Innenarchitekten, Annies Mutter und Tochter sowie Brendas Onkel Carmine, der Verbindungen zur Mafia hat. Letztlich müssen alle drei Ehemänner kräftig zahlen, um das Projekt einer Beratungsstelle für Frauen zu finanzieren, welche die Freundinnen im Gedenken an Cynthia ins Leben gerufen haben. Brenda und Morty wagen einen Neuanfang, während Elise und Annie ihre untreuen Ehemänner in die Wüste schicken.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die drei reifen Hollywood-Stars schwanken glaubhaft zwischen Depression, Haß, Optimismus und Ausgelassenheit. In den USA war die intelligente Komödie einer der Kinohits der Saison.“

RZ-Online[1]

„Karikierende Ehe- und Rachekomödie, die vom entfesselten Spiel ihrer Hauptdarstellerinnen lebt, in der Charakterzeichnung aber oberflächlich und plakativ bleibt und auch formal weder zu einem Rhythmus noch zu einer schlüssigen Form findet.“

Lexikon des internationalen Films[2]

„Überzeugend in ‚Der Club der Teufelinnen‘ sind lediglich die schauspielerischen Leistungen. Dies alleine reicht jedoch nicht aus um einen guten Film zu drehen. Auch wenn es stellenweise wirklich witzig zugeht, ist das Drehbuch wohl lediglich ein Aufguß alter Slapstickideen in einem neuen Film.“

zelluloid.de[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle drei Hauptdarstellerinnen haben sehr kurz nacheinander Geburtstag: Goldie Hawn am 21. November, Bette Midler am 1. Dezember und Diane Keaton am 5. Januar. Während der Dreharbeiten feierten alle drei ihren 50. Geburtstag.
  • Dies ist der zweite Film, in dem Keaton und Jennifer Dundas (Lowe) Mutter und Tochter spielen. Das erste Mal war 1984 in dem Film „Flucht zu dritt“.
  • Goldie Hawns aufgespritzte Lippen wurden mit Hilfe einer harmlosen Salzlösung imitiert. Hawn sagte später in Interviews, es wäre eine sehr schmerzhafte Erfahrung gewesen und dass sie nie mehr das Bedürfnis haben würde, sich Collagen spritzen zu lassen.[4]
  • Bette Midler gab in einem Interview an, alle drei Hauptdarstellerinnen wären bereit gewesen, eine Fortsetzung zu drehen. Das Studio stimmte mit dieser Idee aber nicht überein.
  • Goldie Hawn, die eine geschiedene Frau spielt, deren Mann eine jüngere Frau hat, ist selber geschieden und seit 1982 mit dem sechs Jahre jüngeren Kurt Russell zusammen.
  • Aus dem Film entstand ein Broadway-Musical.
  • Das Titellied Over and Over wurde von der Sängerin Puff Johnson gesungen. Das Lied schaffte es in England auf Platz 20 der Charts.
  • Die Schriftstellerin Olivia Goldsmith, auf deren Roman der Film basiert, hat einen kurzen Gastauftritt. Regisseur Hugh Wilson hat einen Cameo-Auftritt als Werbechef, weiterhin Ivana Trump, die sich selbst darstellt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RZ-online
  2. Der Club der Teufelinnen. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. zelluloid.de
  4. Zusatzmaterial der DVD
  5. abrauchen.de – Der Club der Teufelinnen, abgerufen am 6. Januar 2015