Deutsche Grenzpolizei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grenzpolizisten an der Elbe 1956

Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) war eine bewaffnete und militärisch organisierte Formation des DDR-Innenministeriums zum Schutz der DDR-Staatsgrenze, vorrangig der Innerdeutschen Grenze zu Westdeutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Die DGP wurde am 1. Dezember 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone gegründet und unterstand bis zur Gründung der DDR der Deutschen Verwaltung des Innern (DVdI). Am 12. Mai 1952 wurde die Grenzpolizei mit dem vom Ministerium des Innern und dem Ministerium für Staatssicherheit erlassenen Befehl Nr. G 1/52 aus der Hauptverwaltung Deutsche Volkspolizei herausgelöst und ab Mai 1952 dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt. Zum 1. August wurde Hermann Gartmann zum Chef ernannt. Im Juni 1953 wurde die Deutsche Grenzpolizei als eine Auswirkung der Unruhen im selben Jahr wieder in das Ministerium des Innern zurückgegliedert.

Boot der Grenzpolizei vor Rügen

Am 1. Dezember 1955 übernahm die Grenzpolizei die Aufgabe der Außensicherung der DDR-Grenzen von den bisher zuständigen sowjetischen Truppen.[1]

Kurz nach Schließung der Grenze zu Berlin (West) („Mauerbau“) am 13. August 1961 wurde die DGP dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) unterstellt. Es erfolgte die Umwandlung in militärische Verbände. Diese trugen zunächst die Bezeichnung Grenztruppen der NVA. Um eine Einbeziehung in Abrüstungsverhandlungen zu verhindern, erfolgte am 15. September 1961 die Umbenennung in Grenztruppen der DDR[2], womit die DDR-Machthaber zum Ausdruck bringen wollten, dass es sich nicht um einen Teil der NVA handele.

Die Abteilung Aufklärung beim Kommando der DGP arbeitete bis zum 31. Dezember 1961 selbständig mit inoffiziellen Kräften und war ab 1. Januar 1962 in der Hauptverwaltung Aufklärung des Ministerium für Staatssicherheit eingegliedert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutsche Grenzpolizei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gemäß Bildtext zu obigem Photo
  2. Zeittafel zur Militärgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik. 1949–1984. Militärverlag der DDR, Berlin 1986, S. 146.