Dinosaurier (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Dinosaurier
Originaltitel Dinosaur
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 82 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Eric Leighton
Ralph Zondag
Drehbuch John Harrison
Thom Enriquez
Robert Nelson Jacobs
Produktion Pam Marsden
Baker Bloodworth
Musik James Newton Howard
Kamera David R. Hardberger
S. Douglas Smith
Schnitt H. Lee Peterson
Besetzung

Sprecher:

(deutsch: Pascal Breuer)

(deutsch: Joseline Gassen)

(deutsch: Roland Hemmo)

(deutsch: Dieter Landuris)

(deutsch: Kristina Tietz)

(deutsch: Hans-Michael Rehberg)

(deutsch: Sophie von Kessel)

(deutsch: Claus Theo Gärtner)

(deutsch: Gerda Gmelin)

(deutsch: Gisela Fritsch)

Dinosaurier (Originaltitel: Dinosaur) ist ein Computeranimationsfilm kombiniert mit echten Naturaufnahmen von Walt Disney Pictures aus dem Jahr 2000. Premierendatum für Deutschland war der 16. November 2000.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Iguanodon-Mutter wird an ihrem Nest von einem jungen Parasaurolophus belästigt. Sie scheucht ihn weg und er läuft in ein Dickicht, wo er auf einen Carnotaurus trifft. Der Saurier hat es aber nicht auf das Junge abgesehen und greift die anderen Tiere an. Die Iguanodon-Mutter lässt ihre Eier alleine und flüchtet; der Carnotaurus zertritt sie bis auf eins und erlegt einen anderen Saurier. Durch einen Eierdieb gelangt das Ei in einen Fluss und nach einer längeren Reise landet es auf einer Insel. Das aus dem Ei geschlüpfte Baby wird von den Lemuren Plio, Yar, Sini und Suri aufgezogen. Sie nennen ihn Aladdar.

Bei einem besonderen Abend finden die Lemuren-Jünglinge ihre Partner, bis auf Aladdar. Plötzlich regnet es Gesteinsbrocken und direkt danach stürzt ein gewaltiger Meteorit ins Meer, was eine Feuerwand auslöst, die die Lemuren und Aladdar zur Flucht zwingt. Im letzten Moment springen sie ins Meer.

Nachdem sie in Sicherheit sind, machen sie sich auf den Weg, Nahrung zu finden. Dabei werden sie von Velociraptoren angefallen. Dadurch stoßen sie mit einer Herde aus Pflanzenfressern zusammen. Deren tyrannischer Anführer Kron hat jedoch für sie nichts übrig. Aladdar verliebt sich in Neera, Krons Schwester. Zudem freundet sich Aladdar mit zwei älteren Dinosaurier-Damen namens Baylene und Eema an. Die Herde will ihren Nistplatz wie jedes Jahr erreichen, allerdings hat der Einschlag bewirkt, dass das Land austrocknet. Während der Wanderung werden viele Tiere schwach. Nachdem die Herde in der Nacht eine Wüste durchquert hat, kommen am nächsten Tag zwei Carnotauren dort entlang, welche die Spuren der Herde sehen und diesen folgen.

Die Herde kommt an einen See, an dem sie eigentlich rasten wollten. Als Aladdar jedoch Wasser unter der Erde entdeckt und ein Loch gräbt, kommt es zu Rangeleien zwischen den Sauriern. Krons Helfer Bruton, der nach Wasser suchen sollte, wird von den Carnotauren angegriffen und verletzt. Er warnt Kron und die Herde zieht weiter. Dabei wagt Aladdar Kron zu unterbrechen, der sein Leben bedroht. Neera, die sich mit Aladdar gut verstanden hatte, muss mitziehen. Dieser bleibt mit Plio und den anderen bei den älteren Sauriern.

In der Nacht erreichen die Carnotauren das Wasserloch und beobachten, wie sich Regen den nahe gelegenden Bergen nähert. Die kleine Gruppe entdeckt Bruton und geht in eine nahe Höhle. Bruton kommt nachträglich dazu. Bei Regen erreichen die Carnotauren die Höhle und entdecken Aladdar. Bruton bringt die Höhle zum Einsturz und kommt dabei um. Nachdem die anderen somit in Sicherheit sind, taucht der männliche Carnotaurus aus dem Schutt auf und verlässt die Höhle.

Die Gruppe um Aladdar entdeckt eine Sackgasse, die jedoch etwas blockiert. Durch gemeinsames Graben machen sie den Weg zum Nistplatz frei. Da aber die Herde nicht da ist, erwähnt Eema einen anderen Weg, der vorher immer genutzt worden ist und nun zu steil. Das bringt Aladdar dazu, die Herde auf den richtigen Weg zu bringen. In der noch dunklen Wüste entdeckt er jedoch einen verendeten Saurier und den männlichen Carnotaurus, woraufhin er sich versteckt. Der Saurier frisst an dem Kadaver herum und das gibt Aladdar die Chance zu entkommen. Doch der Saurier hat ihn gerochen.

Nachdem Aladdar die Herde in einer Fels-Gegend gefunden hat und Kron vor dem Carnotaurus gewarnt hat, will dieser mit der zu schwachen Herde über die Felswand vor ihnen klettern. Als Aladdar die Herde dazu bewegen will sich ihm anzuschließen, kommt es zum Kampf zwischen Aladdar und Kron. Neera rettet Aladdar vor dem Tod und zieht mit ihm weiter. Die Herde folgt zu Krons Enttäuschung um Neeras Verlust den beiden und bleibt zurück. Plötzlich hören sie ein Brüllen und entdecken den Carnotaurus, der die Herde angreift. Dabei wehren sich die Saurier mit Brüllen und drängen diesen so zurück. Kron, der selber die Felswand zu erklimmen versucht, wird vom Carnotaurus entdeckt und angegriffen. Diesem folgt Neera, dieser Aladdar. Kron flüchtet, jedoch ist der Weg weg und ein Abgrund vor ihm. Der Saurier packt Kron und verletzt ihn schwer. Neera verhindert, dass Kron getötet wird. Aladdar schiebt den Carnotaurus zum Abgrund, wobei aber der Boden unter dem Gewicht des Carnotaurus zusammenbricht. Er versucht noch Aladdar zu packen und mitzuziehen, aber letzterer kann sich an dem Hang festhalten. Der Raubsaurier stürzt in den Tod. Neera ist bestürzt über Krons Tod. Sie führen die Herde an den Nistplatz und so vergeht einige Zeit. Aladdar und Neera sind ein Paar und Eltern geworden. Zum Schluss sieht man noch, wie die Dinosaurier brüllen.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als bei gewöhnlichen Computeranimationsfilmen entstanden die Szenen nicht komplett im Computer, sondern sind eine Kombination aus echten Naturaufnahmen und Computeranimationen, die auch teilweise um gefilmte, physische Spezialeffekten (z. B. reale Explosionen) ergänzt wurden. Viele reale Naturaufnahmen wurden nachbearbeitet oder ergänzt.

Insgesamt sechs Jahre investierten die Disney-Studios, um die Dinosaurier auf der Kino-Leinwand wieder auferstehen zu lassen. 350 Mitarbeiter, ca. 550 Computer und insgesamt ca. 3,2 Millionen Rechenstunden waren notwendig, um die Urzeittiere lebensecht zu animieren. Die Landschaftsaufnahmen, die in den Film eingearbeitet wurden, stammen unter anderem aus Australien, Venezuela und Samoa.[1]

In den USA brachte der Film an seinem ersten Wochenende 38,85 Millionen Dollar in die Kassen – dies war bis dahin das drittbeste Eröffnungswochenende für einen Disney-Film. Nur Der König der Löwen und der Pixar-/Disney-Film Toy Story 2 starteten besser. Insgesamt konnte der Film mehr als 349 Millionen Dollar einspielen. Der Film hat nach offiziellen Angaben 127,5 Millionen Dollar gekostet und war somit der teuerste Film des Jahres 2000.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Der ungemein ehrgeizige Zeichentrickfilm des Disney-Studios verbindet mit atemberaubendem Erfolg auf der visuellen Ebene digitale Figurenanimation mit fotografischen Naturaufnahmen. Aller Realismus bricht sich freilich am gleichzeitigen Bestreben nach cartoonhafter Niedlichkeit. Die wenig überzeugende Geschichte leidet an einer für einen halben Naturfilm überraschenden Dialoglastigkeit, wodurch sie ebenso irritiert wie durch den für kleinere Kinder erschreckenden Naturalismus in den Kampfszenen.“

Lexikon des internationalen Films[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.awn.com/mag/issue5.03/5.03pages/halldino.php3 Disney Takes a BIG Departure from Formula with Dinosaur. Animation World Magazine, Juli 2000.
  2. Dinosaur, Box Office Mojo
  3. Dinosaurier im Lexikon des internationalen Films, abgerufen am 8. Juni 2008
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Fantasia 2000 Disneyfilme der „Meisterwerke“-Reihe
2000
Ein Königreich für ein Lama