Dreux

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dreux (Begriffsklärung) aufgeführt.
Dreux
Wappen von Dreux
Dreux (Frankreich)
Dreux
Region Centre-Val de Loire
Département Eure-et-Loir
Arrondissement Dreux
Kanton Hauptort von 3 Kantonen
Gemeindeverband Agglo du Pays de Dreux
Koordinaten 48° 44′ N, 1° 22′ OKoordinaten: 48° 44′ N, 1° 22′ O
Höhe 75–139 m
Fläche 24,27 km²
Einwohner 31.373 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 1.293 Einw./km²
Postleitzahl 28100
INSEE-Code
Website www.drouais.com

Blick über die Innenstadt von Dreux
Chapelle royale de Dreux
Dreux, Kirche Saint-Pierre

Dreux ist eine Gemeinde mit 31.373 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) in Frankreich im Département Eure-et-Loir und liegt etwa 90 Kilometer westlich von Paris, im Tal des Flusses Eure, an der Einmündung seines linken Nebenflusses Blaise.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt war Hauptstadt eines kleinen gallischen Stammes, der sogenannten „Durocasses“. In der Römerzeit kreuzten hier wichtige Verkehrsstraßen. Im Mittelalter war die Stadt Sitz einer Grafschaft. Verschiedene Mitglieder der französischen Königsfamilie sind in der Chapelle Royale Saint Louis bestattet.

Schlacht von Dreux: Während des Ersten Hugenottenkriegs wurden am 19. Dezember 1562 die protestantischen Truppen unter Ludwig I. Prinz von Condé und Admiral Gaspard von Coligny in der Schlacht von Dreux von der katholischen Armee unter François de Lorraine besiegt.

Dreux ist der Geburtsort von François-André Danican Philidor (1726–1795), eines Komponisten, der heute vor allem als der stärkste Schachspieler des 18. Jahrhunderts bekannt ist.

Im Deutsch-Französischen Krieg wurde Dreux am 19. November 1870 von preußischen Truppen eingenommen.[1]

Internationale Beachtung erfuhr der Ort 1983, als die damals noch unbedeutende Front National hier ihre ersten großen Wahlerfolge erzielen konnte und die Mehrheit im Stadtrat erhielt; als Ursachen wurden die hohe Arbeitslosigkeit in der Industriestadt und die Überfremdungsängste wegen des Zuzugs von algerisch-muslimischen Einwanderern (vor allem Harkis aus dem Algerienkrieg) genannt. Während der 1990er Jahre konnte, im Gegensatz zum Trend im Rest des Landes, der Einfluss der Rechtsextremen jedoch zurückgedrängt werden, so dass die Partei heute mit nur 2 von 39 Ratsmitgliedern im Stadtrat vertreten ist[2]; außerdem unternahm die Stadt umfangreiche Bemühungen, ihren schlechten Ruf zu verändern. Zur Europawahl 2014 wurde die FN mit 24,71 % stärkste Partei in Dreux; ebenso gewann sie die erste Runde der Regionalwahl 2015 in der Stadt mit 26,86 %, musste sich in der zweiten Runde aber dem Kandidaten eines Bündnisses verschiedener linker Parteien geschlagen geben.[3]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreux ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit

Mit Bautzen bestand bereits seit 1965 ein Freundschaftsvertrag, der zuerst zwischen den beiden Frauenorganisationen im Rathaus von Bautzen im Beisein des damaligen Bürgermeisters Urban unterzeichnet wurde

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt Dreux[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alex Gardin: La guerre de 1870–1871 à Bernay. Les Éditions Page de Garde, Saint-Aubin-les-Elbeuf 1997, ISBN 2-84340-037-6, S. 13 (französisch, Nachdruck, Original von 1898).
  2. Stadträte der Opposition auf der Webseite der Stadt, abgerufen am 11. Juni 2016.
  3. Wahlergebnis auf der Seite des französischen Innenministeriums, abgerufen am 11. Juni 2016.