EUREF

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Logo des EUREF-Campus

Das ca. 5,5 Hektar große Stadtquartier EUREF (=Europäisches Energieforum) liegt im Berliner Ortsteil Schöneberg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Der Campus um den Gasometer Schöneberg versteht sich als Symbol der Energiewende in Deutschland und ist Standort für Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität. Seit Beginn der Standortentwicklung durch der Berliner Architekten Reinhard Müller in 2008 haben sich auf dem EUREF-Campus internationale Unternehmen und Forschungseinrichtungen angesiedelt. In einem engen Austausch und zahlreichen Partnerschaften entwickeln Global Player, Start-Ups sowie forschende und lehrende Einrichtungen intelligente Lösungen für die Stadt der Zukunft.[1]

Der EUREF-Campus ist ein Referenzort für die Smart City-Strategie des Landes Berlin.[2] Das Konzept des EUREF-Campus „Intelligente Stadt“ hat die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung zum Ziel. Im Jahr 2014 konnte der EUREF-Campus das CO2-Klimaschutzziel der Bundesregierung für das Jahr 2050 erreichen.[3] Mit einer klimaneutralen Energieversorgung, einem intelligenten Energienetz, den energieeffizienten Gebäuden, der Erprobungsplattform für Elektromobilität und den zahlreichen Forschungsprojekten soll der Campus beweisen, dass die Energiewende machbar und finanzierbar ist.[4]

Über Veranstaltungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, geführte Campustouren und Unternehmensbesuche sowie informative Projekte wie die Werkstatt der Energiewende baut das Stadtquartier seine Funktion als Forum und Informationshub weiter aus.[5]

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der EUREF-Campus

Seit 2007 wird der 5,5 Hektar große EUREF-Campus zu einer sogenannten Smart City für Arbeiten, Forschen, Bilden und Wohnen entwickelt. Im Mittelpunkt der Entwicklung stehen energetisch optimierte Gebäude, ein lokales „Micro Smart Grid“, Mobilitätssharing sowie die Nutzung regenerativer Energien wie Biomethan. Alle Gebäude sind per Smart Metering an ein lokales Energienetz angeschlossen, das ihren Verbrauch zentral misst und steuert. Der EUREF-Campus ist heute ein Referenzort für die Smart City-Strategie des Landes Berlin.[6]

2017
  • G-20–Konferenz "Africa Partnership – Investing in a Common Future" auf dem EUREF-Campus
  • Die EUREF AG legt Planungen für einen EUREF-Campus Zollverein in Essen vor[7].
2016
  • Autonom fahrenden Shuttle-Bus Olli des Unternehmens Local Motors gestartet
  • Baubeginn für das Bürogebäude EUREF-Campus 21–22. Die Fertigstellung erfolgt im Sommer 2018.
  • Eröffnung der ZeeMo.Base[8], der größten Elektrotankstelle Deutschlands, von Schneider Electric und Partnern
  • EUREF-Campus wird Postanschrift und Bestandteil von Gebäudeadressen
2015
  • LEED-Platin-Vorzertifizierung für das Bürogebäude EUREF-Campus 10–11
  • Sternekoch Thomas Kammeier wird gastronomischer Leiter des EUREF-Campus[9]
2014
  • Der EUREF-Campus erzielt die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050
  • Baubeginn für das Bürogebäude EUREF–Campus 14
2012
  • Eröffnung der Masterstudiengänge der TU Berlin im „Wasserturm“
Blick vom Gasometer auf den Campus
2011
  • Baubeginn für den ersten Neubau EUREF-Campus 12–13
  • Sanierung des denkmalgeschützten „Wasserturms“ für die TU Berlin
2009
  • Sanierungsbeginn der denkmalgeschützten Gebäude „Schmiede“ und „Messelbau
2007
  • Beginn der Standortentwicklung des EUREF-Campus durch Reinhard Müller
  • GASAG verkauft das Gelände an der Torgauer Straße an die EUREF AG

Wirtschaft und Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eventlocation EUREF-Campus

Im Jahr 2017 arbeiten und forschen am EUREF-Campus rund 100 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulinstitute mit 2.500 Beschäftigten, darunter

  • vier Masterstudiengänge der TU Berlin
  • das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ),
  • und das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).

Der EUREF-Campus ist zudem Forschungscampus der Bundesregierung für das Projekt Mobility2Grid.[10] Hier wird erforscht, wie eine Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr langfristig bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis Erneuerbarer Energien zu gewährleisten ist.

Zahlreiche Unternehmen, wie beispielsweise die Deutsche Bahn, Cisco, Schneider Electric oder Arcadis und Startups aus dem Kompetenzfeldern Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität, wie beispielsweise Ubitriciy, SirPlus oder MINT haben sich auf dem EUREF-Campus angesiedelt und kooperieren dort.

Verkehrserschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Geländes verläuft die A 100.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht ein direkter Zugang zum S-Bahnhof Schöneberg (vier S-Bahn-Linien) sowie zur S-Bahn-Station Julius-Leber-Brücke. Der ICE-Bahnhof Südkreuz befindet sich ebenfalls in der direkten Umgebung.

Sharingangebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gelände befinden sich eine Elektro-Carsharing-Station (Flinkster, DriveNow, car2go), Leihfahrräder und Pedelecs, Elektroroller-Sharing (emmy) sowie weitere innovative Mobilitätsangebote.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: EUREF-Campus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Total elektrisiert | bizz-energy.com. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  2. berlin.de, das offizielle Portal des Landes Berlin. 9. Juni 2017, abgerufen am 25. Juni 2017.
  3. Berliner Morgenpost vom 21. Mai 2017
  4. Der Tagesspiegel vom 11. Juni 2017
  5. Website der EUREF AG; abgerufen am 22. Juni 2017.
  6. EUREF-Campus. 9. Juni 2017, abgerufen am 30. Juni 2017.
  7. Ulf Meinke: Jauchs Kuppel soll nach Zollverein. (waz.de [abgerufen am 4. Januar 2018]).
  8. ZeeMo.Base – the Zero emission energy & Mobility Base. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  9. Alexandra Kilian: Sternekoch Thomas Kammeier hat neuen Job in Berlin. (morgenpost.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).
  10. Mobility2Grid. Abgerufen am 26. Juni 2017.

Koordinaten: 52° 28′ 54,3″ N, 13° 21′ 23,7″ O