Emo (Jugendkultur)

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Emo (für Emotional, engl. [ˈiːmoʊ], dt. auch [ˈeːmo]) ist eine etwa seit Anfang der 2000er Jahre auftretende Jugendkultur und Modeerscheinung. Der Name ist zwar auf den Emotional Hardcore, ein Subgenre des Hardcore-Punk, zurückzuführen, aber dieses Genre hat nur bedingt etwas mit der heutigen Modeerscheinung zu tun. In Deutschland gilt das Jugendmagazin Bravo als Wegbereiter dieser Szene.[1] Die Stuttgarter Zeitung schildert, dass Bill Kaulitz mit seiner Band Tokio Hotel zur Verbreitung der Jugendkultur in Deutschland beigetragen haben könnte.[2]

Die Ursprünge der Szene lagen in den 1990er-Jahren in den USA, allerdings entwickelten sich die heutigen äußeren Merkmale erst Anfang der 2000er-Jahre. Die ersten Anhänger des Emo kleideten sich wie normale Hardcore-Punk-Anhänger auf Konzerten. Später entstand der „Spock-Rock“, der vom Swing-Kids-Sänger Justin Pearson geprägt wurde. Ausgehend vom Spock-Rock entstand der heutige Modestil. Heute vermischt die Szene modische Elemente anderer Kulturen wie dem Punk, dem Gothic, dem Grunge, den Skatern und dem Rockabilly, weshalb andere Szenen der Emo-Kultur die „Echtheit“ aberkennen.

Die Emo-Szene hat in der Gesellschaft mit diversen Vorurteilen zu kämpfen. Unter anderem wird Anhängern wegen des Zurschaustellens von Emotionalität (u.a. in Form von Gedichten) ein Hang zur Selbstverletzung und Suizidalität nachgesagt. Szenen mit geregeltem Männer- und Frauenbild bezeichnen männliche Anhänger des Emo oft als unmännlich und homosexuell, unter anderem wegen des androgynen Auftretens und der modischen Anpassung an das weibliche Geschlecht. In Kulturen wie Russland oder der Türkei wurden Vorkehrungen getroffen, die Szene zu verbieten. In Mexiko und Chile wurden Emos bereits verfolgt und körperlich angegriffen, im Irak kam es sogar zur Tötung von Jugendlichen, weil sie der Szene angehörten. Im Irak wird dem Emo eine Gleichstellung mit dem Satanismus nachgesagt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Emo
Die Pionierband des Genres, Fugazi, live, 2002
Wird heute in der Jugendkultur als Emo verstanden: Die Post-Hardcore-Band Emarosa
Das US-amerikanische Magazin und Herausgeber der offiziellen Charts, Billboard, beschreibt den Stil der Gruppe Sleeping with Sirens als einen Mix aus Emo und Metalcore[3]

Der Emotional Hardcore, kurz Emocore, entstand Mitte der 1980er Jahre und ist ein Subgenre des D.C. Hardcore, das neben dem New York Hardcore als stilbildendste Szene des Hardcore Punk gilt. Als wichtiger Wegbereiter des Genres gilt die US-amerikanische Punk-Band Rites of Spring, die in den 1980er Jahren aktiv war. Bereits vorher verwendete die Band Hüsker Dü emotionale Passagen in ihren Liedern. Weitere wichtige Vertreter des Genres sind bzw. waren Fugazi und Embrace. Die beiden Gruppen galten nach der Auflösung von Rites of Spring als wichtigste Vertreter des Emo- und Post-Hardcore.[4]

In Deutschland entstanden die ersten Emo-Bands Ende der 1990er Jahre. 1997/98 lag eine der ersten Hochburgen in Göttingen. Vor allem die Gruppen El Mariachi und die heute noch aktive Band Katzenstreik prägten die Göttinger Szene. Im deutschsprachigen Raum wird außerdem den Gruppen Angeschissen und Boxhamsters eine gewisse Vorreiterrolle zugesprochen. Erst seit Ende der 1990er Jahre existieren auch in Deutschland international erfolgreiche Emobands. Im Screamo, einem Subgenre des Emo, existierte die Band Yage, die internationale Maßstäbe setzen konnte.[5] Größere Band-Szenen existierten in und um Hamburg bzw. Schleswig-Holstein, Berlin und auch in Nordrhein-Westfalen bzw. dem Ruhrgebiet.

Auch wird der Begriff Emo seit Ende der 1990er für Bands verwendet, die ihre Wurzeln im Indie-Rock haben. So gelten The Get Up Kids, Texas Is the Reason, The Promise Ring und Jimmy Eat World[4] als Wegbereiter des Indierock-lastigen Emo, wobei sich Tim Linton von der letztgenannten Gruppe in einem Interview im Jahr 2007 von der Eingruppierung distanzierte:

„Wir haben zwar Emo aus den achtziger Jahren gehört, werden aber nicht gerne mit diesem Label versehen, weil es eben woanders herkommt als wir. […] wir haben uns immer nur als Rockband auf der Suche nach dem perfekten Song verstanden“[6]

Seit Beginn der 2000er Jahre werden vor allem Bands als „Emo“ verstanden, die mit den äußerlichen Merkmalen der Modeerscheinung übereinstimmen.

Der Emocore hat zwar seine Wurzeln im Hardcore, wird jedoch von Hardcore-Anhängern nicht mehr als Subgenre anerkannt, da der Emocore sich von der politischen Sichtweise, die ein Teil der Hardcore-Szene vertritt, entfernt und sich dem Individuum und dem persönlichen Leiden als Hauptmotiv zugewandt hat. Den Individualitäts- und Leidensfokus haben das Genre und die heutige Jugendkultur gemeinsam, wobei die Musik in der heutigen Emo-Szene eher eine Begleiterscheinung darstellt und nicht im Vordergrund steht.[7] Auch führte der Klang des Emocore, der stark am Alternative Rock und am Pop-Punk orientiert war, zu der Diskussion, ob der Emocore noch etwas mit dem ursprünglichen Hardcore zu tun habe.[8]

Jugendkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa seit 2000 erfolgte die Genre-Einordnung oft anhand äußerer Merkmale. Ungefähr seit dieser Zeit existiert neben dem Emotional Hardcore eine gleichnamige Modeerscheinung unabhängig von diesem Genre. Bei den ersten Vertretern des „Emo“ gab es, wie im Hardcore-Punk üblich, keinen „Dresscode“.

Bei der Masse der sich in den 1990er Jahren zum Indierock-Emo zugehörig Fühlenden war der Kleidungsstil durchaus anders geprägt. Dort waren Hornbrillen, enge Pullover, Westen, Cordhosen, Hemden, Worker-Jackets und Lederschuhe die vorherrschenden Kleidungsstücke. Gegen Ende der 1990er Jahre entstand im Emotional Hardcore eine Modeerscheinung, die „Spock-Rock“ genannt wurde und wird. Geprägt wurde dieser Stil von Justin Pearson, Sänger der damals aktiven US-amerikanischen Emocore-Band Swing Kids. Charakteristisch für den „Spock-Rock“ waren gerade geschnittene, ungescheitelte Haare (Pony), ähnlich dem Vulkanier Spock aus der Serie Star Trek.[9][10][11] Zu diesem Zeitpunkt trat das Schwarzfärben der Haare erstmals vermehrt auf. Heute wird der Scheitel meist asymmetrisch getragen (oft ein Auge verdeckend), einzelne Strähnen sind gelegentlich hell gefärbt. Modisch wies die Spock-Rock-Szene nur wenige Besonderheiten auf, häufig getragen wurden Hochwasserhosen und schwarze, enge T-Shirts.

Männlicher Emo

Emo, im heutigen Verständnis als Modeerscheinung, greift verschiedene Elemente der früheren Generationen auf und vermischt sie mit Elementen der Gothic-Mode und Anleihen des Pop-Punk. Charakteristisch für die heutige Szene sind unter anderem ein schwarz (oder auch platinblond) gefärbter, meist gescheitelter Pony, Röhrenjeans, Arm- oder Schweißbänder, Buttons, Sportschuhe, dunkel geschminkte Augen (bei beiden Geschlechtern) sowie Nietengürtel.[12]

Für die heutige Emo-Mode sind nicht nur die oben genannten Merkmale essentiell, sondern auch Farbe, Marke und Muster. Schwarz nimmt in der heutigen Szene eine besondere Stellung ein und wird häufig getragen. Oft wird es mit Rot oder Pink gemischt, sowohl bei der Kleidung als auch bei der Haarfarbe. Die dominanten Schuhmarken sind Converse und Vans, von denen bevorzugt die Typen Chucks und Slip-On getragen werden.[12] Schuhe sowie Accessoires (beispielsweise Schweiß-, Armbänder, Ketten etc.) weisen oft ein Karomuster auf. Charakteristisch ist unter anderem die Mischung von Dingen, die im allgemeinen Verständnis als „süß“ gelten, wie etwa Hello-Kitty-Accessoires, mit düsteren Symbolen, etwa Totenköpfen und Skeletten. Der Szene wird, wie früher der Schwarzen Szene, ein Hang zu autoaggressiven Verhaltensweisen wie beispielsweise dem umgangssprachlich so genannten „Ritzen“ oder „Schnibbeln“ und zur Suizidalität nachgesagt.[12] Diese umstrittene Ansicht wird häufig auch von den Medien verbreitet.

In anderen Szenen ist der Emo unbeliebt. Unter anderem werfen sie ihm vor, sich am Stil anderer Szenen zu bedienen und diese als eigenen Modetrend zu verkaufen.[13] In Birgit Bütows Buch Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen beschreibt Britta Schuboth, dass die Emo-Szene seit Anbeginn ihres Bestehens für emotionsgeladene Debatten gesorgt habe und sich dadurch eine negative Zuschreibung in der Öffentlichkeit entwickelte, wodurch die Szene letztlich sogar zur Zielscheibe aggressiv-gewalttätiger Übergriffe wurde.[14]

Im Gegensatz zu anderen Szenen wie der Hip-Hop- oder der Skater-Subkultur müssen sich Emos nicht beweisen, um in der Szene aufgenommen und akzeptiert zu werden. Laut Daniela Eichholz ist die Tatsache, dass die Anhänger der Szene zumeist dieselbe Musik hören, sich gleich kleiden und eine ähnliche Einstellung zeigen, ein guter Weg, um sich in der Szene zu integrieren:

„Sie teilen zuallererst Einstellung, Mode und Musik – und die lässt sich leicht adaptieren.“

Daniela Eichholz in der Stuttgarter Zeitung[2]

Sie beschreibt die Szene zudem als ein Auffangbecken für Jugendliche, die in anderen Szenen keine Heimat finden konnten oder können.[2]

Definition und Ideologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter anderem in Emo-Foren wurde öfter versucht, „Emo“ zu definieren; die Definition pendelt dabei zwischen Musik, dem ursprünglichen Hardcore Punk und Emocore, sowie der emotionalen Lebenseinstellung. Phasenweise wurden diese Diskussionen auf einer aggressiven Basis geführt. Eine Klassifizierung der Emo-Szene ist kaum möglich, da das Selbstverständnis innerhalb der Szene individuell betrachtet wird.[15]

Die Emo-Szene soll nicht als gesellschaftskritische Jugendkultur, sondern als individuelle Möglichkeit zur Selbstdarstellung verstanden werden. Mit dem Emo sollen persönliche Erfahrungen und Empfindungen innerhalb der Szene zum Ausdruck gebracht werden. Die jüngeren Anhänger der Szene beschreiben den Emo bzw. das „Emo-Sein“ als eine Art Lebenseinstellung, während die älteren Vertreter der Szene sich mehr der Musik, hauptsächlich der Emocore-Kultur, zuwenden und jüngere Emos als „Möchtegern“ (engl. wannabes) bezeichnen. Somit existiert auch eine Grenzziehung innerhalb der Szene, die am Alter festgemacht wird. Allerdings wird der Szene insgesamt ein toleranter und offener Umgang untereinander zugeschrieben.[15]

Musikalisches Verständnis, die Szene und Mode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispielbands, die der Szene zugerechnet werden und Stellung zur Kommerzialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute werden im Zuge des Modetrends viele – teilweise kommerziell erfolgreiche – Bands, die musikalisch stärker dem Alternative Rock[16], Post-Hardcore[17] oder Metalcore[18] zugeordnet werden, als Emo bezeichnet. Zum Beispiel gründete sich im Jahr 2002 in Wales Funeral for a Friend, eine kommerziell erfolgreiche Band, deren Stil jedoch musikalisch und inhaltlich nicht mehr viel mit dem Emo-Sound zu tun hat. Dennoch gilt diese Gruppe sowohl in der Modekultur als auch in der musikalischen Presse[19] als Inbegriff des Genres, was oft als undifferenziert oder gar falsch angesehen wird. Ihren Sound machten sich viele nachfolgende Bands mehr oder weniger zu eigen. Ebenfalls Anfang der 2000er Jahre entstand beispielsweise auch Silverstein, deren Stil genauso stark mit dem Genre assoziiert wird, jedoch nur noch mittelbar mit diesem zu tun hat.

In unterschiedlicher Intensität werden etwa auch die überwiegend dem Post-Hardcore und Metalcore zugehörigen Bands Black Veil Brides, Pierce the Veil, Senses Fail, Alesana, Hawthorne Heights, Chiodos und viele weitere als typische Beispiele des Genres Emo oder Screamo gesehen. Auch die US-amerikanische Artrock-Band Blue October wurde wegen ihres Musikstils bereits als Vertreter des Emo bezeichnet.[20] In Deutschland wurde die Band Tokio Hotel populär, jedoch ist diese bei den Anhängern der Szene unbeliebt.[1]

Von Anhängern dieses Phänomens wird in diesem Zusammenhang zwar häufiger betont, dass es sich bei der Masse der von ihnen als Emo oder Screamo beschriebenen Alternative-Rock-, einfachen Post-Hardcore- und Metalcore-Bands entweder um eine Weiterentwicklung oder um eine mit dem existierenden Emo/Screamo verbundene neue Entwicklung handele; dem steht aber die Tatsache gegenüber, dass es wenig bis gar keine musikalischen und inhaltlichen Gemeinsamkeiten gibt (siehe etwa hier und hier).

Größeren Anteil an der Entwicklung, solche Bands diesem Genre zuzuordnen, dürfte sowohl die allgemeine Musikpresse[21] als auch die kommerzielle Zwecke verfolgende Musikindustrie haben. Ein weiteres Beispiel ist die inzwischen aufgelöste britische Post-Hardcore-Band Fei Comodo, die in der britischen Emo-Szene einen hohen Bekanntheitsgrad genoss – nicht zuletzt, da die Band für die Titelmusik der Parodie Mighty Moshin’ Emo Rangers verantwortlich ist. Dennoch hat auch diese Gruppe nichts mit dem eigentlichen Genre gemeinsam.

Laut dem Autor Ronald Hitzler steht die Emo-Kultur im Gegensatz zur Antifa- und zur Hardcore-Punk-Szene der Kommerzialisierung innerhalb der Musikbranche nicht ganz ablehnend gegenüber, während Antifa sich ganz vom Kommerz und Hardcore-Punks und Goths sich von Szene-Bands, die als „kommerziell“ etikettierte Erfolge erzielen, distanzieren. Hitzler zufolge scheint die Emo-Szene im Gegensatz zum Hardcore-Punk nicht negativ gegenüber der Kommerzialisierung von Events und Treffpunkten eingestellt zu sein.[22]

Die Szene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu anderen Jugendszenen steht im Emo die Musik nicht unmittelbar im Mittelpunkt. Aus dem Musikstil entwickelte sich eine Mode und Lebenseinstellung, in der Gefühle und Weltschmerz öffentlich zur Schau gestellt werden. Dennoch gilt Musik als Grundlage der Emo-Kultur.[23] Das Alter der Jugendlichen in der Szene liegt zwischen 14 und 20 Jahren. Selten sind auch ältere Menschen anzutreffen, die sich zu dieser Jugendkultur bekennen.[12] Viele Angehörige der Szene stammen aus gutbürgerlichen Familien und der oberen Mittelschicht.[12][1]

Die Emo-Bewegung präsentiert sich überwiegend introvertiert, auch wenn die Anhänger der Szene sehr auf ihr Aussehen achten. Das Zurschaustellen von Emotionen und Gefühlen ist ein Hauptbestandteil der Szene und wird unter anderem häufig in Form von Gedichten praktiziert. In anderen jugendkulturellen Kreisen zieht das Zeigen von Gefühlen eher Spott auf sich.[24] Auch die Androgynie der Szene und die Tatsache, dass sich Jungen dem weiblichen Geschlecht anpassen (sich schminken und verstärkt auf ihr Aussehen achten),[25] wird von anderen Szenen wie der Hip-Hop-Szene, die sich unter anderem durch die Verbreitung homophober Liedtexte auszeichnet, nicht akzeptiert, da sie die typische Rollenverteilung von Mann und Frau „aufgelöst“ sehen.[25] Auch die Visual-Kei-Szene hat unter anderem mit diesem Vorurteil zu kämpfen.[12] Birgit Bütow schreibt der Anpassung der männlichen Emos an die Frauen in ihrem Buch Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen einen provokativen Wert zu, der dazu führe, dass die Szene oft in Diskurse anderer Jugendszenen und Kulturen hineingezogen werde.

„Geschlechterbezogene Identitätsarbeit ist immer auch Inszenierungsarbeit und -praxis, spielt mit verschiedenen Darstellungsformen, bezieht sich in verschiedener Form auf Geschlechterdiskurse und provoziert, dass die Akteur/innen je nach Inszenierung auch oft in Diskurse ‚hineingerufen‘ werden. Dies kann am Beispiel männlicher Inszenierungen in der Emo-Szene gezeigt werden, die aufgrund ihrer latenten Provokation von Männlichkeitsstereotypen und damit auch von Heteronormativität interaktiv und für die Beteiligten häufig auch diskursiv und reflexiv werden.“

Birgit Bütow in: Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 45.

In einem kürzeren Dokumentationsfilm der Serie JugendKULTur (2009) auf ZDFinfo heißt es, dass die Gefühle anderer vor den eigenen Gefühlen stehen. Außerdem hat Freundschaft innerhalb der Szene einen großen Stellenwert. Die Szene ist sehr stark im Internet aktiv; allein im sozialen Netzwerk Facebook existieren annähernd 500 verschiedene „Emo“-Gruppen.[26] Dort werden auch Treffen, sogenannte „Emotreffs“ organisiert. 2009 fand in Stuttgart eines der größten Treffen mit mehreren hundert Teilnehmern statt.[27]

Julia Austermann schrieb, dass es sich bei der Emo-Szene um eine „Freizeitszene“ handle und dass es wie in anderen Jugendkulturen mehrere Kategorien gebe, wie „echter Emo“, „Emo Kiddie“ und „Möchtegern“ (engl. wannabe). Letztere, so Austermann, zählten sich bereits zur Szene, wenn sie dem äußeren Merkmal (hauptsächlich die Mode betreffend) entsprächen.[25] Die Dortmunder Soziologin Daniela Eichholz sagt, dass die Szene auf die „Bedürfnisse Pubertierender zugeschnitten“ sei. Sie meint zudem, dass man innerhalb der Szene noch Kind sein dürfe und Verständnis für schlechte Laune zeige.[2]

Mode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mode der Emo-Szene setzt sich aus Teilen anderer Szenen zusammen. Dazu zählen Nietengürtel (ursprünglich aus der Punk-Szene), Skater-Schuhe (Converse Chucks aus dem Grunge und Vans aus der Skater-Kultur), schwarzgefärbte Haare und Schwarz als Grundfarbe der Kleidung (u.a. aus der Gothic-Szene) und die Karomuster (aus dem Rockabilly). Die schwarze Grundfarbe der Kleidung wird meist durch grelle Farbmuster kontrastiert.[27][25] Außerdem werden in der Szene am häufigsten Röhrenjeans getragen.[28] Neben den typischen Röhrenjeans gibt es für Mädchen auch Miniröcke, die die weibliche „Sexyness“ stärker zur Geltung bringen.[25]

Ebenso gehört zum Stil eine Pony-Frisur, mit Kajal umrandete Augen und Piercings (meist Angel- und/oder Snakebites, aber auch Tunnels). Somit kann der Emo-Stil als eine „Hybridkultur“ bezeichnet werden.[13] Diese Merkmale finden sich sowohl beim weiblichen als auch beim männlichen Geschlecht innerhalb der Szene wieder. Das Outfit soll die jeweilige Gefühlslage der einzelnen Person widerspiegeln.[27]

Neben dem klassischen Kleidungsmuster existieren aber auch Mode-Labels wie Cupcake Cult oder Heartless, die in der Szene beliebt sind. Die T-Shirt-Motive zeigen eine bestimmte Mädchen- bzw. Jungen-Symbolik (meist in Form von Zeichentrick- oder Anime-Figuren, aber auch bekannten Horrorfilm-Protagonisten) und werden „brutaler“ dargestellt, um der Symbolik auf ironische Weise entgegenzuwirken. Auch sind Band-Shirts aus der Metalcore-, Post-Hardcore- und Deathcore-Szene sehr beliebt.[25]

Im Kontrast zu der eher „düster“ wirkenden Kleidung sind auch besonders niedliche Accessoires wie Hello-Kitty-Artikel oft in der Szene zu finden. Ein zentrales Motiv in der Emo-Mode ist, laut Austermann, die Rasierklinge, die in diversen Szene-Shops zum Beispiel als Ohrring oder als Gürtelschnalle zum Kauf angeboten wird.[25] Außerdem, so Austermann, scheine das „Ritzen“ nicht zwangsläufig ein Krankheitsbild, sondern bei Jugendlichen auch ein Modephänomen zu sein. Dennoch wehren sich viele Anhänger der Szene gegen die Behauptung, dass sich alle Emos ritzen würden.[25]

Es gibt Szene-Anhänger, die den „Style-Raub“ eingestehen. Allerdings geben sie an, dass es ihnen darum gehe, aus dem Vorhandenen etwas „Neues“ und „Eigenes“ zu kreieren.

„Emo an sich hat einfach probiert, verschiedene Elemente zu einem zusammenzufügen. Das, was gut ist aus den verschiedenen Richtungen, einfach zu einem zu machen, und daraus ist dann einfach Emo geworden.“

Amy aka Diamond of Tears bei Youtube[29]

Britta Schuboth schreibt in dem Buch Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen von Birgit Bütow, dass sowohl Jungen als auch Mädchen annähernd gleich gekleidet sind. Der Unterschied ist, dass Mädchen Röcke und Haarspangen tragen und innerhalb der Szene tendenziell bunter gekleidet sind als die männlichen Anhänger. Dabei dominiert eine Mischung aus den Farben Schwarz mit Rot, Lila oder Pink.[26]

Gesellschaftliche Stellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carola Padtberg vom SCHULSpiegel beschreibt Emo als „die erste Jugendszene, in der sich Jungs an Mädchen anpassen“ und die somit „das Rollenmodell auf den Kopf“ stellt, was für Spott und Unverständnis in anderen jugendkulturellen Szenen sorge.[12] Als Beispiele nennt sie Merkmale wie lange Haare und Schminke,[12] die allerdings schon vorher in anderen Szenen zu finden waren; lange Haare werden auch von männlichen Hippies oder Metallern getragen und Schminke unter anderem im Glam Rock, bei den New Romantics und Goths, im Glam Metal und auch im Black Metal, wenngleich mit anderen Motiven und Intentionen (beispielsweise das Corpsepaint im Black Metal in Anlehnung an Leichen[30][31]). Von anderen Szenen wird „Emo“ nicht als eigene Jugendkultur anerkannt, da diese sich aus anderen Jugendszenen bediene.[12] Der Buchautor und Kulturwissenschaftler Jonas Engelmann schreibt, dass Angehörige der Emo-Szene sich den gesellschaftlichen und ästhetischen Normen verweigerten, womit sie Hass auf sich zögen.[12]

Laut dem Jugendforscher Marc Calmbach werden die klassischen Geschlechterrollen durch die Emo-Bewegung aufgelöst. In anderen Jugendkulturen, in denen die „normale“ Geschlechterrollen existierten (z.B. Hip-Hop), würden vor allem männliche Emos als „schwule Heulsusen, die keine Freunde haben und sich die Arme aufritzen“, beschrieben.[12] Der deutsche Rapper Gin Tonik veröffentlichte etwa zu diesem Zeitpunkt den Emo-Diss-Song, in dem er „ihnen den Tod wünscht“.[12] In ebendiesem Stück bezeichnet er die Vertreter der Modeerscheinung zudem als „Transvestitengesindel“.[23] Auch der Rapper Sido schrieb in seinem Stück Der Himmel soll warten über ein typisches Klischee, mit dem die Szene seit Jahren zu kämpfen hat. Darin heißt es, dass der Tod doch die Emos holen solle, da diese ihr Leben hassen würden.

„Warte mal, stopp, du kannst mich noch nicht gehen lassen
Nimm dir doch lieber diese Emos, die ihr Leben hassen“

Auszug aus „Der Himmel soll warten“ von Sido feat. Adel Tawil

Es heißt außerdem, dass die männliche Selbstdarstellung innerhalb der Emo-Szene im Kontrast zum allgemeinen Männlichkeitsideal sowie dessen Wettbewerb und Hierarchisierung innerhalb der männlichen Geschlechtergruppe stehe. Diese Konfrontation der Selbstdarstellung und der allgemeinen Männerideale führte des Öfteren zu gewaltsamen und kriminellen Auseinandersetzungen mit Angehörigen der Emo-Szene.[32] Aber nicht nur in Jugendkulturen mit klaren Geschlechterrollen werden Emos gehasst. Auch in der Punk-Szene wird seit einigen Jahren gegen die Emo-Szene gehetzt. So schlossen sich in Mexiko im April 2008 etwa tausend Punks zusammen, um „Emos aus der Stadt zu jagen“.[33] Als Grund wurde unter anderem „Symbolklau“ aus anderen Kulturen genannt.[32] Laut Austermann ist die patriarchische Struktur in Ländern wie Mexiko oder auch Chile ebenfalls Ursache für die Verfolgung von männlichen Emos.[25] In Chile bildet die Emo-Szene zwar eine der größten Jugendkulturen, aber sie wurde wegen ihrer nach außen getragenen Emotionalität und der androgynen bzw. femininen Selbstdarstellung zu einem emotionalen Streitthema.[14]

Viele andere Szenen wie Punk, Gothic, Wave, Rap oder Metal haben die Emo-Szene zu einem gemeinsamen Feindbild erklärt.[34] Im Gegensatz zur Hip-Hop-Subkultur prangern diese nicht direkt das androgyne Auftreten der Szene an, sondern die Tatsache, dass sich diese an ihrem Stil vergriffen habe und ihn als eigenen Stil verkaufe.[27] Allerdings findet sich in dem mexikanischen Blog Movimiento Anti Emo Sexual auch ein Beitrag, in dem der Emo mit Homosexualität gleichgesetzt wird, da Emos weinerlich, androgyn und extrem unmännlich wirkten.[35]

„Emo ist das neue Schwul! […] Weil die alle so weinerlich sind. Schwul ist eben das passende Wort für etwas, was irgendwie verweichlicht und scheiße ist.“

Zitat von einem unbekannten Emo-Hasser nach Nordmann (2009), S. 69[25]

Außerdem fanden sich in diesem Blog Beiträge, die zur Hetze und Ermordung von Emos aufforderten.

„Metal-Fans, Punks, Gothics, wir müssen uns zusammentun, um den Emos ein für alle Mal den Garaus zu machen […] Unterstütze dein Vaterland, töte einen Emo.“

Aufruf zur Hetze und Ermordung von Emos im MOVIMIENTO ANTI EMO SEXUAL[35]

Im Irak wurden Anfang 2012 90 Jugendliche von religiösen Milizen gesteinigt, da sie der Emo-Szene angehörten. In diesem Land wird die Emo-Kultur vom Innenministerium als Satanismus gebrandmarkt. Aufgrund ihres Kleidungsstils, des Musikgeschmacks und der Frisuren entwickelten sich Emos zum Hassobjekt der religiösen Polizei.[36] In einem weiteren Artikel der Welt Online heißt es, dass die Jugendlichen mit Steinen erschlagen oder direkt erschossen wurden. Im Zuge der Hetzjagden sollen auch einige Szene-Anhänger von Dächern gestoßen worden sein, eine islamistische Bestrafung für Homosexualität. Zu den Angriffen bekannte sich die Organisation Brigaden des Zorns.[37] Auch in Saudi-Arabien wird die Szene von der religiösen Polizei mit Argwohn beobachtet. Im Jahr 2010 wurden zehn Mädchen, die der Emo-Szene angehörten, von der Polizei wegen Unruhestiftung in einem Kaffeeladen inhaftiert.[38] In der Türkei wird der Emo als eine Gefahr für die religiösen und konservativen Werte des Landes angesehen und sorgt deswegen für Beunruhigung.[32]

Dieses Graffiti in Tecate, Mexiko zeigt, dass die Emo-Bewegung nicht allgemein akzeptiert ist.
Emos wird ein Drang zur Selbstverletzung und Suizidalität nachgesagt, wie dieses Graffiti an einer Brücke der East Coast Main Line zeigt.

Anhänger der Emo-Kultur wird häufig autoaggressives Verhalten und ein Hang zur Suizidalität nachgesagt. Ein möglicher Grund hierfür können Veröffentlichungen von Selbstporträts, verziert mit Blut oder Rasierklingen, im Internet sein. Manuel Iber, Gründer des Online-Portals emostar.de (Deutschlands größte Emo-Community[25]), ist der Meinung, dass man diese Bilder als eine Art Kunst verstehen müsse.[34] Auch das öffentliche Ausstellen von Sensibilität wird als Grund für die Ablehnung der Szene genannt.[23]

Aufgrund dieses Vorurteils, dass Anhänger der Emo-Szene einen Hang zur Selbstverletzung (häufig in Verbindung gebracht mit „Ritzen“[12][39], dem Aufschneiden von Armen und Beinen mit Rasierklingen, Messern und Scheren etc.) und zum Suizid hätten, entstanden viele Witze über die Szene, die teilweise diskriminierend wirken[39] und vor allem im Internet Verbreitung finden.[39] Ebenso wird der Begriff „Emo“ als abwertende Bezeichnung für gefühlvolle Menschen gebraucht und gilt in anderen Szenen als „Beleidigung“.[14][15]

„Ich selber sehe mich nicht als Emo, denn in der Gesellschaft ist Emo mittlerweile total verrufen. Es sind die, die sich ritzen und depressiv in der Gegend rumlaufen und nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen […] Emo ist im Grunde nur ein Style und die Musik, beides find ich gut, so dass ich im Grunde ein Emo bin. Wannabes sind wir alle, denn nur die aus den Emocorebands sind richtige Emos, denn von denen haben wir es uns ja abgeschaut.“

Zitat einer 23-jährigen Frau im Buch Körper · Geschlecht · Affekt – Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen[15]
Repräsentativumfrage des Institutes für Jugendkulturforschung in Wien und Hamburg im Jahr 2012: deutsche und österreichische Jugendliche im Alter zwischen 16 und 29 Jahren (Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich); die Grafik zeigt, dass Jugendliche lediglich Skinheads unsympathischer empfinden als Emos.

Obwohl die Szene von vielen anderen Szenen nicht anerkannt wird, gilt Emo laut Experten als die Jugendkultur mit dem größten Zulauf. In manchen Ländern wie Ägypten oder Russland wurde wegen des androgynen Aussehens bereits diskutiert, die Kultur zu verbieten.[40] Yevgeny Yuryev legte der Duma Anfang Juli 2008 einen Gesetzesentwurf vor, der das Tragen von Emo-Outfits an Schulen verbieten sollte. Als Begründung nannte er, dass Emo Depressionen, Perspektivlosigkeit und sozialen Rückzug fördere.[39] In einem Portal war sogar von Kannibalismus die Rede.[14] Manche Vertreter sehen die Emo-Szene als einen Erben der Hippie-Bewegung an, in der es kaum Tabus gebe.[23] Dokumentationen über die Szene wurden unter anderem über ZDFinfo, dem KiKA, ProSieben[41] und RTL[41][2] veröffentlicht. An der RTL-Sendung kritisierten Anhänger der Szene allerdings in Internetforen und sozialen Netzwerken das Klischeedenken über die Szene sowie die mangelnde Objektivität.[42][43] RTL beschrieb Emo als „Trend zur Selbstverstümmelung“ oder als „Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit“, während ProSieben die Szene mit dem Borderline-Syndrom in Verbindung brachte.[41][44] Grinik schrieb den beiden Dokumentationen zu, dass im Vordergrund „Blut, Selbstzerstörung und verstörte Eltern“ als Spektakel dienten:

„Im Vordergrund steht in den Beiträgen von ProSieben und RTL das Spektakel – Blut, Selbstzerstörung und verstörte Eltern.“

L. Grinik in seinem Buch Emo – Eine Jugendkultur[41]

Auch Printmedien wie die Rheinpfalz am Sonntag äußerten sich negativ und herablassend über die Szene.

„Gegen die Übel dieser Welt hilft nur eines: depressiv sein, jammern, heulen und sich mit Rasierklingen in die Arme ritzen, bis Blut fließt. Innerer Schmerz muss nach außen getragen werden. Das glauben Sie nicht? Dann fragen sie mal bei Jugendlichen nach. Es gibt eine Szene, die das als ihre Lebenseinstellung deklariert. So wie andere aus Liebe zum Fußball allsamstäglich ins Stadion gehen, sitzen sie grüppchenweise stundenlang deprimiert auf Parkbänken und bedauern sich selbst.“

Zitat aus der Rheinpfalz am Sonntag[41]

In der Erwachsenengesellschaft herrscht laut Beate Großegger das Klischeebild vom Emo als „Ritzer“. Die mediale und öffentliche Debatte stelle die Szene als eine Problemzone dar: Emo mache depressiv, verleite Jugendliche zu selbstverletzendem Verhalten oder fördere sogar Suizidgedanken.[45] Großegger stellte fest, dass eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit der Kultur, dem Selbstverständnis und der Geschichte der Emos kaum existiere. So finde die Entstehung dieser Jugendkultur aus dem Hardcore Punk, der seinerseits in den späten 1970er-Jahren aus der Punk-Bewegung hervorging, in der öffentlichen Debatte kaum Erwähnung. Auch wofür die Szene steht, interessiere kaum jemanden.[45]

Seit 2005 strahlt der britische Sender MTV2 die Serie Mighty Moshin’ Emo Rangers aus. Sie ist eine Parodie der Power Rangers und wendet sich negativ an die Emo-Szene. Bis heute entstanden insgesamt neun Episoden in zwei Staffeln. Eine Episode ist knapp fünf Minuten lang.[46] Der Eröffnungssong der Kurzfilmserie wurde von der britischen Post-Hardcore-Band Fei Comodo eingespielt, die oft mit der Emo-Kultur in Verbindung gebracht wurde.[47] Auf Newgrounds existierte sogar ein Flash-Videospiel unter dem Titel Go Go Emo Rangers.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Enrico Ippolito: Emo-Bewegung: Gegen Spießer. In: TAZ, 20. März 2012, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  2. a b c d e Akiko Lachenmann: Stuttgarter Zeitung: Die Emo-Szene: Im Rausch der Gefühle (Memento vom 1. Januar 2013 im Internet Archive), erschienen am 14. Januar 2009, abgerufen am 3. August 2013.
  3. Gregory Heaney: Sleeping with Sirens – Biography, abgerufen am 25. März 2013.
  4. a b Origin of Emo.
  5. Musik, die „in unseren schönen Land, sogar in Europa eine Klasse für sich darstellt.“ Aus einer Kritik beim Laden und Versand Green Hell; greenhell.de Zugriff am 21. April 2008
  6. FUZE Magazine, Nr. 7, Dezember 2007/Januar 2008; S. 20.
  7. Birgit Bütow: Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 85.
  8. Ronald Hitzler, Arne Niederbacher: Leben in Szenen: Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. S. 82.
  9. An Interview with Robert Bray of the Locust (englisch)
  10. skatepunk.com: Interview with Justin Pearson (englisch)
  11. sandiegoreader.com: Swing Kids (englisch)
  12. a b c d e f g h i j k l m Carola Padtberg: Jugendkultur Emo – Entdeck das Mädchen in dir. SCHULSpiegel, erschienen am 11. März 2010, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  13. a b max.de: Emos: Mainstream frisst Subkultur
  14. a b c d Birgit Bütow: Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 83: Männlichkeitskonstruktionen in der Jugendkultur Emo und ihr aggressionsgeladenes Echo.
  15. a b c d Birgit Bütow: Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 89–92.
  16. bands.rock-im-park.de am 26. Dezember 2007; Zitat: „[…] katapultierte die Band (My Chemical Romance, Annahme der Redaktion) aus New Jersey gleich bis an die Spitze des Screamo/Emocore-Genres.“
  17. arte.tv am 26. Dezember 2007; Zitat aus dem ARTE-Magazin TRACKS: „Alexisonfire ist Kanadas Vorführ-Export im Genre Emo. […] Sie spielen mit den Genres, haben aber auch kein großes Problem mit dem Stempel Emo.“
  18. „Bisher war ich in der Screamo-Emo-Schiene mit […] MY CHEMICAL ROMANCE eigentlich sehr gut bedient, und so stellte sich schnell die Frage, ob der für BULLET FOR MY VALENTINE im Plattenregal freigehaltene Platz sinnvoll ist.“ Powermetal-Reviews; Zugriff am 26. Dezember 2007.
  19. Musicchannel.cc, Zugriff am 26. Dezember 2007: „Funeral For A Friend spielen astreinen Emo/Sreamo.“
  20. Die Texaner präsentieren ihr siebtes Studioalbum "Any Man In America" (Memento vom 22. November 2011 im Internet Archive). In: Stuttgarter Zeitung, 15. November 2011
  21. Hier sind vor allem die großen Musikmagazine wie die Visions und weitere vor allem Jugendliche ansprechende Formate zu erwähnen, die immer wieder derartige Alternative-Rock-, Post-Hardcore- und Metalcore-Bands als Emo bzw. Screamo-Bands auf die Titelseiten bringen.
  22. Ronald Hitzler, Arne Niederbacher: Leben in Szenen: Formen juveniler Vergemeinschaftung heute. S. 194 (erschienen in zweiter Auflage 2005 im VS Verlag für Sozialwissenschaften)
  23. a b c d Jan Oberländer: Wer sind die eigentlich? Findet Emo. In: Tagesspiegel, 4. Juli 2008, abgerufen am 28. Dezember 2012
  24. der-z-weite-blick.de: Belächelt und gehasst – Emos und Männlichkeit
  25. a b c d e f g h i j k Julia Austermann: Darstellungen männlicher Jugendlicher in der digitalen Emo-Szene. (PDF) Master-Arbeit an der Uni Siegen, 2011.
  26. a b Birgit Bütow: Körper · Geschlecht · Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 88
  27. a b c d Die Dokumentation wurde von Monja Eigenschenk für den ZDFinfokanal gedreht und erschien im Oktober 2009. Da die Mediathek diese Dokumentation nicht führt verweise ich auf die Version bei YouTube (2-teilig).
  28. emo-style.net: Emo-Kleidung (Beispiel)
  29. Youtube: Was wollen Emos?
  30. Chris Campion: In the Face of Death. In: The Observer, 20. Februar 2005.
  31. Mirgilus: Denial Of God.
  32. a b c Birgit Bütow: Körper Geschlecht Affekt: Selbstinszenierungen und Bildungsprozesse in jugendlichen Sozialräumen. S. 84: Männlichkeitskonstruktionen in der Jugendkultur Emo und ihr aggressionsgeladenes Echo.
  33. Sebastian Hofer: Jugendgewalt in Mexiko – Töte einen Emo, Spiegel Online, 6. April 2010, abgerufen am 28. Dezember 2012
  34. a b max.de: Emos: Verhasste Jugendbewegung
  35. a b max.de: Aufmarsch der Emo-Hasser
  36. Florian Flade: Irak: Milizen sollen 90 Emo-Jugendliche gesteinigt haben, Welt Online, 12. März 2012, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  37. Florian Flade, Dietrich Alexander: Spiegel Online: Auf der Todesliste, weil sie Schwarz tragen, erschienen am 12. März 2012, abgerufen am 31. Dezember 2012
  38. Saudi 'emo' girls busted by religious cops, 23. Mai 2010, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  39. a b c d Martin Büsser: Die zarteste Versuchung. In: Jungle World, 14. August 2008, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  40. "Emos" und "Visus": Bei Teenies boomt Androgynität, 22. Dezember 2010, abgerufen am 28. Dezember 2012.
  41. a b c d e L. Ginik: Emo – Eine Jugendsubkultur. S. 42
  42. Janina: kekse.tanine.com: RTL erklärt die Welt – Heute : EMO
  43. emo-videos.de: RTL BERICHT ERKLÄRT EMO (ODER VERSUCHT ES) (Beispiel)
  44. MyVideo: RTL erklärt die Welt – Heute: Emo
  45. a b Beate Großegger: Teenage-Angst, Dauerdepression oder „einfach anders“? – Jugendkulturen im Fokus: Die Emo-Szene – Mythen und Fakten. (PDF, S. 10). Wien 2013.
  46. Offizielle Homepage: Emo Rangers (englisch)
  47. Youtube: Fei Comodo – Go, Go! Emo Rangers