Andělská Hora

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Andělská Hora
Wappen von Andělská Hora
Andělská Hora (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Karlovy Vary
Fläche: 808,1295[1] ha
Geographische Lage: 50° 12′ N, 12° 58′ OKoordinaten: 50° 12′ 15″ N, 12° 57′ 46″ O
Höhe: 665 m n.m.
Einwohner: 360 (1. Jan. 2018)[2]
Postleitzahl: 364 71
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: Karlovy VaryBochov
Nächster int. Flughafen: Flughafen Karlsbad
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Miroslav Očko (Stand: 2007)
Adresse: Andělská Hora 18
364 71 Bochov
Gemeindenummer: 538001
Website: www.kr-karlovarsky.cz/obce/Andelska_hora
Lage von Andělská Hora im Bezirk Karlovy Vary
Karte

Andělská Hora (deutsch Engelhaus, früher auch Engelsberg, Engelstad, Engelstadt, Engelspurk) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt sechs Kilometer südöstlich von Karlovy Vary und gehört zum Okres Karlovy Vary.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfpanorama

Die Ortschaft liegt im westlichen Böhmen am Übergang von Kaiserwald, Duppauer Gebirge und Tepler Hochland am Fuße des gleichnamigen Phonolithfelsens Andělská hora (717 m). Westlich verläuft die Staatsstraße 6 / E 48, dahinter liegt der Flughafen Karlsbad. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Truppenübungsplatz Hradiště

Nachbarorte sind Sedlečko und Šemnice (Schömitz) im Norden, Beraní Dvůr und Lučiny im Nordosten, Činov (Schönau) im Osten, Žalmanov im Südosten, Peklo und Nová Víska im Süden, Pila (Schneidmühl), Telenec und Kolová (Kohlhau) im Südwesten, Olšová Vrata (Espenthor) im Westen sowie Hůrky im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine des Schlosses Engelsburg (links) und Dorfkern (rechts)

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte 1402. 1831 berichtete man von 80 Handwerkern, die im Ort wohnten, sowie drei Musikern, die zur Unterhaltung der Gäste in Karlsbad spielten. 1848 gehörte der Ort zur Herrschaft des Geschlechts Gießhübl (Stružná) im Elbogener Kreis (Loket).

Auf einem zum Dorf gehörenden Hügel befindet sich die Ruine des um Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert erbauten Schlosses Engelsburg.

Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Karlsbad im Reichsgau Sudetenland, Regierungsbezirk Eger.

Nach der Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 wird der Ort heute von 191 Einwohnern bewohnt. Diese sind meist in der Landwirtschaft tätig. Seit 1957 gehörte der Ort zu Karlsbad, seit 1989 ist Andělská Hora wieder ein eigenständiger Ort. Aktuell gibt es eine rege Bautätigkeit, viele Karlsbader und auch Russen bauen sich ihr Haus auf dem Land.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1900 953 [3]
1930 792 [4]
1939 732 [4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Marktplatz befindet sich der sogenannte Schillerbaum, zur Erinnerung an die Besuche des deutschen Dichters Friedrich Schiller. Den Ort besuchte mindestens zweimal auch Johann Wolfgang Goethe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/538001/Andelska-Hora
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2018 (PDF; 421 KiB)
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 10, Leipzig und Wien 1907, S. 654–656.
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. sud_karlsbad.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).