Flugplatz Wangerooge

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Flugplatz Wangerooge
Flugplatz Wangerooge 2012-05-13 Nordsee-Luftbilder 9128.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EDWG
IATA-Code AGE
Koordinaten
53° 47′ 20″ N, 7° 55′ 0″ OKoordinaten: 53° 47′ 20″ N, 7° 55′ 0″ O
2 m (7 ft.) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 0,5 km südöstlich von Wangerooge
Basisdaten
Betreiber Wangerooge Flughafen GmbH [1]
Terminals 1
Passagiere ca. 90.000 (jährlich)
Flug-
bewegungen
20.506 (2007) [2]
Start- und Landebahnen
10/28 850 m × 20 m Asphalt
02/20 500 m × 30 m Gras

i1 i3


i7 i10 i12 i14

Flughafengebäude

Der Flugplatz Wangerooge ist ein Verkehrslandeplatz auf der deutschen Insel Wangerooge in Friesland in Niedersachsen mit jährlich rund 90.000 Fluggästen. Er liegt an der Charlottenstraße.[3]

Die offizielle Bezeichnung lautet Verkehrslandeplatz Wangerooge, ICAO Kennung: EDWG; IATA Kennung: AGE. Der Flugplatz ist für Flugzeuge bis 5700 kg und Hubschrauber bis 6000 kg zugelassen. Für Motorsegler und aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge (3-Achser/Gyrocopter) gilt PPR.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugverkehr zur Insel setzte in den 1920er Jahren ein. Ab 1920 gab es einen Flugpostdienst zwischen Berlin-Bremen-Wangerooge, der bereits ab 1921 auch Personen beförderte. Ab 1933 flog die Lufthansa die Insel mit der JU-52 an. 1934 baute die Luftwaffe den Flugplatz zu einem Militärflugplatz aus (siehe auch Militärische Geschichte Wangerooges). Im Zweiten Weltkrieg waren auf dem (Graspisten-) Flugfeld Bf 109-Abfangjäger und Minensuchflugzeuge vom Typ JU 52 stationiert. Bei dem Luftangriff auf Wangerooge 1945 wurde auch der Flugplatz getroffen. Nach dem Krieg sprengten die Alliierten im Rahmen ihrer Demilitarisierungsmaßnahmen auf der Insel auch die Flugzeughalle. Sie wurde 1966 wiederaufgebaut. Bereits 1952 setzte in den Sommermonaten der Flugbetrieb zur Insel wieder ein.

Das Flugabfertigungsgebäude wurde im Jahre 2000 komplett umgebaut, der Turm 2003 saniert.

Pisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flugplatz besitzt zwei Start- und Landebahnen. Die längere der beiden Pisten hat einen Asphaltbelag und ist 850 m lang (Ausrichtung 096°/276°), die Graspiste ist 500 m lang (Ausrichtung 016°/196°). Die Asphaltpiste 10/28 ist zugelassen für sämtliche Flugzeuge mit einem maximalen Abfluggewicht von 5700 kg, die Graspiste 02/20 für Flugzeuge bis maximal 2000 kg inkl. der Luftfahrzeuge Britten-Norman BN-2 Islander sowie Cessna 208. Die Start- und Landebahnen sind für den Nachtflugbetrieb nicht zugelassen. Der Hubschrauber-Landeplatz ist zugelassen für sämtliche Hubschrauber bis zu einem maximalen Abfluggewicht von 6000 kg. Eine geplante Landung auf der Graspiste muss vorher angemeldet werden (PPR).

Der Flugplatz verfügt über keine Tankstelle. Die nächstgelegene Tankmöglichkeit befindet sich auf dem Flugplatz in Wilhelmshaven-Mariensiel (EDWI), ca. 33 km südsüdöstlich von Wangerooge.

Aufgrund der nahen Lage zum Ort Wangerooge gelten zur Mittagszeit zwischen 12:00 Uhr und 15:00 Uhr Einschränkungen beim Flugbetrieb. Ab 12:00 Uhr darf nur noch gelandet werden. Zwischen 13:00 und 15:00 Uhr herrscht eine Flugruhe. Erst ab 15:00 Uhr wird der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

Fluggesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt drei Fluggesellschaften, die Flüge zum Flugplatz Harle (EDXP), zum Verkehrslandeplatz Bremerhaven-Luneort (EDWB), zum Flugplatz Uetersen bei Hamburg (EDHE) und bei Bedarf nach Helgoland anbieten.[5] Im Stundentakt wird der Flugplatz von Flugzeugen der Fluggesellschaft „LFH“ vom nur fünf Flugminuten entfernten Flugplatz Harle angeflogen. Außerdem werden Flüge zu den anderen Nordseeinseln wie beispielsweise Langeoog angeboten.

Inselverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Insel Wangerooge ist kein Autoverkehr erlaubt. Zu Transportzwecken stehen Elektrofahrzeuge des Gepäckdienstes zur Verfügung. Auf der Insel gibt es auch die Möglichkeit des Mietens von Fahrrädern. Aufgrund der geringen Entfernung zum Ortszentrum kann die Strecke auch zu Fuß zurückgelegt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Betreiber
  2. Bewegungen
  3. Luftfahrthandbuch BRD Band III
  4. Wangerooge-Flugplatz auf Airports.de
  5. Übersicht der Airlines auf der Homepage des Flugplatzbetreibers