Gabriela Grillo

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Gabriela Grillo (* 19. August 1952[1][2] in Duisburg[1][3]) ist eine deutsche Unternehmerin und ehemalige Dressurreiterin. Gabriela trat 1993, nach dem Tod ihrer Mutter Marita Grillo, als geschäftsführende Gesellschafterin in der Wilhelm Grillo Handelsgesellschaft ein. Bei den Grillo-Werken wurde sie 1995 Mitglied des Vorstandes und wechselte 2004 als Vorsitzende in den Aufsichtsrat. Ihr Nachfolger im Vorstand wurde ihr Cousin Ulrich Grillo. Sie sitzt in der Chefetage der Londoner Metallbörse (LME).[4]

Als Dressurreiterin trainierte Grillo von 1960 bis 1966 bei Otto Fuhrmann, von 1967 bis 1973 bei Walter Günther und ab 1974 bei Generalmajor a. D. Albert Stecken. [5] Nach dem Abitur am Frau-Rath-Goethe-Gymnasium in Duisburg 1971 schrieb sich Grillo im selben Jahr für Musikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität zu Köln ein.[6] Von 1976 bis 1982 war sie Mitglied der bundesdeutschen Dressur-Nationalmannschaft.[6] In diese Zeit fiel ihr größter sportlicher Erfolg, der Gewinn der Mannschafts-Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal im Dressurreiten; in der Einzelkonkurrenz belegte sie den 4. Platz.[7] Beide Erfolge erritt sie auf ihrem Trakehner Ultimo.[8][9] Grillo hat mehrere Bücher über das Reiten verfasst.

Seit 1993 ist Gabriela Grillo, eine Ururenkelin von Wilhelm Grillo,[10] geschäftsführende Gesellschafterin der Wilhelm Grillo Handelsgesellschaft mbH, sie handeln mit Zink, Blei, Kupfer und seltenen Metallen wie Bismut, Antimon und Kobalt.[11]

Im März 1995 wurde sie Aufsichtsratsmitglied in der Grillo-Werke AG in Duisburg und dann im Mai 1995 vom Aufsichtsrat der Grillo-Werke AG in den Vorstand delegiert als stellvertretendes Vorstandsmitglied. Im Mai 1996 wurde sie zum ordentlichen Vorstandsmitglied der Grillo-Werke AG bestellt. Seit August 2001 war sie Sprecherin des Vorstandes; seit Oktober 2004 ist sie Vorsitzende des Aufsichtsrates der Grillo-Werke AG.[6][12] Der Grillo-Konzern gliedert in die vier Geschäftsbereiche Metall, Chemie, Zinkoxid und Rheinzink mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen über ganz Europa verteilt und Brückenköpfen in USA, China und Südafrika. Der Grillo-Konzern gilt als der größte Zink-Verarbeiter der Welt[13] und ist seit 1994 wieder vollständig in Familienhand; die 150 Familienaktionäre dürfen ihre vinkulierte Namensaktien nur mit Zustimmung von Vorstand und Aufsichtsrat weitergeben.[14]

Gabriela Grillo war Kuratoriumsmitglied der Universität Duisburg-Essen.[3][15]

Im November 2010 erhielt Grillo in Gladbeck die Luther-Rose für gesellschaftliche Verantwortung und Unternehmercourage der Internationalen Martin Luther Stiftung[16].

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datensatz von Gabriela Grillo in der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 16. Juni 2011
  2. a b Gabriela Grillo auf databaseolympics.com, abgerufen am 16. Juni 2011
  3. a b Porträt von Gabriela Grillo auf mediendatenbank.nrw.de, abgerufen am 31. Mai 2007
  4. LME Holdings Gabriela Grillo, www.lme.com, abgerufen am 27. Mai 2014.
  5. [1], munzinger.de, abgerufen am 27. Mai 2014
  6. a b c Porträt von Gabriela Grillo auf den Webseiten des 7. Kongresses für Familienunternehmen, abgerufen am 31. Mai 2007
  7. Google-Cache-Version von pferdezeitung.com, abgerufen am 31. Mai 2007
  8. Trakehner auf pferdenetz.at, abgerufen am 31. Mai 2007
  9. Trakehner auf horsevenue.com (engl.), abgerufen am 31. Mai 2007
  10. NRZ-Interview mit Gabriela Grillo, abgerufen am 31. Mai 2007
  11. Firmengeschichte der Wilhelm Grillo Handelsgesellschaft, abgerufen am 16. Juni 2011
  12. Unternehmensführung der Grillo-Werke AG, abgerufen am 16. Juni 2011
  13. Mann mit Energie. In: F.A.Z. 26. November 2012, abgerufen am 27. Mai 2014.
  14. Fest am Zügel. In: Manager Magazin. 15. Januar 2013, abgerufen am 27. Mai 2014.
  15. Kuratorium der Universität Duisburg-Essen, abgerufen am 31. Mai 2007
  16. Pressemitteilung Verleihung der Luther-Rose (PDF; 114 kB), abgerufen am 16. Juni 2011
  17. EM-Erfolge rheinischer Pferdesportler auf pferdesport-rheinland.de, abgerufen am 31. Mai 2007
  18. Reitergebnisse auf sportquick.com, abgerufen am 31. Mai 2007
  19. Dressurreiten auf sport-komplett.de, abgerufen am 16. Juni 2011
  20. Chronik der Rheinischen Meisterschaften, abgerufen am 31. Mai 2007