Gilten

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gilten führt kein Wappen
Gilten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gilten hervorgehoben

Koordinaten: 52° 42′ N, 9° 34′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Heidekreis
Samtgemeinde: Schwarmstedt
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 33,37 km2
Einwohner: 1240 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29690
Vorwahlen: 05071, 05074Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HK
Gemeindeschlüssel: 03 3 58 010
Gemeindegliederung: 4 Ortschaften
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
29690 Schwarmstedt
Bürgermeister: Erich Lohse (Bürgerliste Gilten)
Lage der Gemeinde Gilten im Landkreis Heidekreis
Landkreis HeidekreisNiedersachsenLandkreis Nienburg/WeserRegion HannoverLandkreis VerdenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgLandkreis LüneburgLandkreis UelzenLandkreis CelleLindwedelBuchholzSchwarmstedtEsselHademstorfGiltenGrethemEickelohHodenhagenBöhmeHäuslingenAhldenFrankenfeldWalsrodeNeuenkirchenSchneverdingenOsterheideBad FallingbostelWietzendorfSoltauMunsterBispingenKarte
Über dieses Bild

Gilten ist eine Gemeinde im Aller-Leine-Tal in der Samtgemeinde Schwarmstedt im Landkreis Heidekreis in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 33,37 km². Durch das Gemeindegebiet verläuft die Bundesstraße 214. Nordöstlich der Gemeinde fließt die Leine in die Aller.

Gemeindegliederung (Ortsteile)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eschenworth
  • Gilten (Kernort)
  • Grewiede
  • Hufe
  • Nienhagen
  • Norddrebber
  • Suderbruch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1242 Gelthene, Geltene, 1265 G(h)iltene und 1275 Ghiltenem. Trotz dieser verschiedenen Ortsnamen-Varianten ist der Name wohl auf Giltun zurückzuführen. Die Bedeutung bezieht sich auf althochdeutsch „zun“ für „Zaun“, altfriesisch „tun“ für „Zaun, Bauerngut“, niederländisch „tuin“ für „Garten“, altnordisch „tun“ für „Zaun“, „eingezäuntes Stück Land“, „Dorf“. Die Bedeutungen aus dem Nordischen und Englischen sind „eingehegter Platz“ sowie englisch „town“ für „Stadt“. Das westnordische und isländische „gil“ bedeutet „enges Tal mit Bach“. Im Schwedischen auch „gilja“ für „Hohlweg, Bergpass“. Die Bedeutung des Ortsnamens Gilten bezieht sich als „Tal mit Bach“ auf die von Aller, Leine und Alte Leine gebildete Senke.[2]

Der Ort und damit die Pfarre gehörten zur Diözese Minden. Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde ein Teil der Pfarre an das Kloster Walsrode verschenkt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Bahnstrecke von Verden nach Schwarmstedt gebaut, diese wurde im Jahre 1988 stillgelegt. Zwischen 1911 und 1928 wurde in Gilten Kalisalz abgebaut. Im Jahre 1848 gab es 43 Hausstellen im Ort und drei landtagsfähige Höfe. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs Gilten auf etwa 400 Einwohner an. Die Gemeinde hatte 2004 etwa 1150 Einwohner.

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Nienhagen, Norddrebber und Suderbruch am 1. März 1974 in die Gemeinde Gilten eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindewahl 2016[4]
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,4 %
41,6 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   2
   0
  -2
  -4
-1,2 %p
+1,2 %p

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Gilten besteht aus 10 Ratsfrauen und Ratsherren.[5] Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[6] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und sitzberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der amtierende Bürgermeister.

Die letzten Kommunalwahlen ergaben direkt nach der Wahl die folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl Bürgerliste Gilten (BLG) CDU Gesamt
11. September 2016[4] 6
(58,4 %)
5
(41,6 %)
11 Sitze
11. September 2011[4] 7
(59,6 %)
4
(40,4 %)
11 Sitze

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 68,2 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister ist Erich Lohse (BLG). Seine Stellvertreter sind Henrik Rump (CDU) und Hermann Siemer (BLG).[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke

  • Der älteste Teil der St.-Pauli-Kirche in Gilten (Schwarmstedt) wurde um 1450 errichtet. Bis 1775 diente die Kirche den Herren von Gilten als Erbbegräbnisstätte. Die Kirche enthält eine gotische Sakristei von 1480 und einen Chorraum von 1595. Das Fachwerkkirchenschiff ist von 1766. Der Kirchturm besteht aus Raseneisenstein.
  • St.-Katharinen-Kirche in Suderbruch von 1851

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr

Gilten verfügt über eine Anbindung an die Bundesstraße 214 sowie die L 191.

In der Nähe befindet sich die A 7 sowie der Bahnhof „Schwarmstedt“ im benachbarten Schwarmstedt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege/Niedersächsisches Landesverwaltungsamt/Landkreis Soltau-Fallingbostel, Band 25, bearbeitet von Etta Pantel, Herausgeber: Christiane Segers-Glocke, Verlag: Niemeyer, C W, Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 2001, ISBN 3-8271-8260-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gilten – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 4. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 225.
  4. a b c d Ergebnis Gemeindewahl Gilten. In: Webseite Samtgemeinde Schwarmstedt. 2016, abgerufen am 16. August 2019.
  5. a b Gemeinderat Gilten. In: Webseite Samtgemeinde Schwarmstedt. Abgerufen am 16. August 2019.
  6. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 26. Oktober 2017.
  7. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Webseite des Norddeutscher Rundfunk. 12. September 2016, abgerufen am 16. August 2019.