Gotye

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Gotye (2007)

Gotye [ˈɡɔːti.eɪ] (* 21. Mai 1980 in Brügge, Flandern; eigentlich Wouter Andre „Wally“ De Backer) ist ein belgisch-australischer Singer-Songwriter und Schlagzeuger aus Melbourne.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Backer wurde in Belgien geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie mit ihm nach Australien. Zur Schule wurde er unter der englischen Variante seines Namens, Walter, angemeldet. De Backer ist langjährig mit der australischen Folk-Sängerin Tash Parker liiert.

Zusammen mit einigen seiner Mitschüler, unter anderem dem heutigen Bassisten seiner Live-Shows, Lucas Taranto, gründete er 1998 die Band Downstares.[1] Als diese Band sich trennte, konzentrierte sich De Backer auf sein Soloprojekt, für welches er später den Namen Gotye verwendete. Hierbei handelt es sich nach De Backers Erklärung um eine englische Transkription des Vornamens Gauthier, was wiederum die französische Variante seines niederländischen Geburtsnamens Wouter (dt./engl. Walter) darstellt.

Er ist gemeinsam mit Kris Schroeder und Tim Heath am Indie-Pop-Trio The Basics aus Melbourne beteiligt. Seine erste Single Learnalilgivinanlovin von der CD Like Drawing Blood erschien im August 2006. In Deutschland trat er 2008 auf dem Reeperbahn Festival auf, tourte jedoch auch mehrfach mit The Basics. Die Gruppe hat zahlreiche Alben und EPS herausgebracht, zuletzt 2019.[2]

Im Juli 2011 nahm er mit der neuseeländischen Sängerin Kimbra das Lied Somebody That I Used to Know auf. Damit erreichte er Platz 1 in den australischen und belgischen Charts und konnte danach in 24 weiteren Ländern an die Chartspitze steigen. Das dazugehörige Album Making Mirrors erreichte im August 2011 in Australien ebenfalls Platz 1 und war in vielen anderen Ländern erfolgreich. Danach hatte er keine Pläne, mit seiner Solo-Karriere weiterzumachen.[3][2]

Im Jahr 2016 gründete Gotye das „Ondioline Orchestra“, um das musikalische Erbe Jean-Jacques Perreys zu bewahren, eines französischen Pioniers der elektronischen Musik.[4][5] 2017 brachte die Band das Lied Cigale heraus, das Perrey gewidmet ist.[2] Gotye gründete außerdem 2017 das Plattenlabel Forgotten Futures. Dessen erste Veröffentlichung war Jean-Jacques Perrey et son Ondioline, eine Zusammenstellung seltener und vorher unveröffentlichter Aufnahmen Perreys.[6]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotye gewann die ARIA Music Awards 2011 in den Kategorien „Single of the Year“, „Best Pop Release“ und „Best Male Artist“.[7] Daneben war er 2011 in der Kategorie regionale Nominierung für „Asien und Pazifik“ bei den MTV Europe Music Awards nominiert und gewann in eben jener Kategorie im Jahr 2012. Bei den Echos 2012 gewann der Song Somebody That I Used to Know den "Song of the Year"-Echo. Bei den ARIA Music Awards 2012 gewann Gotye insgesamt fünf Awards (drei Awards für sein Album Making Mirrors – Album of the Year, Best Pop Release, Best Cover Artist (zusammen mit seinem Vater Frank de Backer)) sowie Best Male Artist und Best Australian Live Act. Bei der Grammy-Verleihung im Jahr 2013 gewann er in den Kategorien "Best Alternative Album", "Record of the Year" und "Best Pop Duo/Group Performance". Die beiden letzteren Grammys erhielt er gemeinsam mit Kimbra für die Single Somebody That I Used to Know.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US BEF BEF BEW BEW AU AU
2003 Boardface
Erstveröffentlichung: Februar 2003
2006 Like Drawing Blood AU13
Platin
Platin

(14 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 2. Juli 2006
2011 Making Mirrors DE3
Gold
Gold

(25 Wo.)DE
AT6
Gold
Gold

(17 Wo.)AT
CH10
(31 Wo.)CH
UK4
Gold
Gold

(26 Wo.)UK
US6
Gold
Gold

(46 Wo.)US
BEF3
Platin
Platin

(57 Wo.)BEF
BEW6
(53 Wo.)BEW
AU1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(44 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: August 2011
Verkäufe: + 2.000.000[9]

EPs

  • 2009: Heart’s a Mess

Weitere Alben

  • 2007: Mixed Blood (Coveralbum; Erstveröffentlichung: Juli 2007)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US BEF BEF BEW BEW AU AU
2010 Eyes Wide Open
Making Mirrors
US96
(1 Wo.)US
BEF33
(4 Wo.)BEF
Erstveröffentlichung: 5. November 2010
2011 Somebody That I Used to Know
Making Mirrors
DE1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(61 Wo.)DE
AT1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(37 Wo.)AT
CH2
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(58 Wo.)CH
UK1
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(63 Wo.)UK
US1
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(59 Wo.)US
BEF1
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(61 Wo.)BEF
BEW1
(70 Wo.)BEW
AU1
Elffachplatin
×11
Elffachplatin

(50 Wo.)AU
Erstveröffentlichung: 24. Juli 2011
feat. Kimbra; Verkäufe: + 10.000.000[10]

Weitere Singles

  • 2006: Learnalilgivinanlovin
  • 2007: Hearts a Mess (Like Drawing Blood; Erstveröffentlichung: 2007)
  • 2009: Coming Back

Mit „The Basics“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

  • 2003: Get Back
  • 2007: Stand Out/Fit In
  • 2009: Keep Your Friends Close
  • 2015: The Age of Entitlement[11]
  • 2019: B.A.S.I.C.[12]

EPs

  • 2005: For Girls Like You
  • 2007: Lookin' Over My Shoulder
  • 2009: Like a Brother
  • 2010: Wait for You
  • 2014: The Lucky Country

Singles

  • 2014: Call It Rhythm and Blues/Baby, Let Me In

Livealben

Kompilationen

  • 2012: Ingredients
  • 2013: Leftovers

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2012: für das Album Making Mirrors
  • FinnlandFinnland Finnland
    • 2012: für die Single Somebody That I Used to Know
  • ItalienItalien Italien
    • 2012: für das Album Making Mirrors
  • KanadaKanada Kanada
    • 2012: für das Album Making Mirrors
  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 2012: für das Album Making Mirrors

Platin-Schallplatte

  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2012: für das Album Making Mirrors
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2012: für die Single Somebody That I Used to Know
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2013: für die Single Somebody That I Used to Know

2× Platin-Schallplatte

  • ItalienItalien Italien
    • 2012: für die Single Somebody That I Used to Know
  • PolenPolen Polen
    • 2012: für das Album Making Mirrors

3× Platin-Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2012: für die Single Somebody That I Used to Know

4× Platin-Schallplatte

  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2012: für das Streaming Somebody That I Used to Know

5× Platin-Schallplatte

  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2011: für die Single Somebody That I Used to Know

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Australien (ARIA) Australien (ARIA) 0! G Platinum record icon.svg 15× Platin15 1.050.000 aria.com.au
Belgien (BEA) Belgien (BEA) 0! G Platinum record icon.svg 5× Platin5 150.000 ultratop.be
Dänemark (IFPI) Dänemark (IFPI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 7× Platin7 100.000 ifpi.dk
Deutschland (BVMI) Deutschland (BVMI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 3× Platin3 1.050.000 musikindustrie.de
Finnland (IFPI) Finnland (IFPI) Gold record icon.svg Gold1 0! P 6.774 ifpi.fi
Frankreich (SNEP) Frankreich (SNEP) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 100.000 infodisc.fr snepmusique.com
Italien (FIMI) Italien (FIMI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 2× Platin2 90.000 fimi.it
Kanada (MC) Kanada (MC) Gold record icon.svg Gold1 0! P 40.000 musiccanada.com
Neuseeland (RMNZ) Neuseeland (RMNZ) 0! G Platinum record icon.svg 5× Platin5 75.000 radioscope.net.nz (Memento vom 13. Juni 2007 im Internet Archive)
Niederlande (NVPI) Niederlande (NVPI) Gold record icon.svg Gold1 0! P 10.000 nvpi.nl
Österreich (IFPI) Österreich (IFPI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 2× Platin2 70.000 ifpi.at
Polen (ZPAV) Polen (ZPAV) 0! G Platinum record icon.svg 2× Platin2 40.000 bestsellery.zpav.pl
Schweden (IFPI) Schweden (IFPI) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 40.000 sverigetopplistan.se
Schweiz (IFPI) Schweiz (IFPI) 0! G Platinum record icon.svg 3× Platin3 90.000 hitparade.ch
Spanien (Promusicae) Spanien (Promusicae) 0! G Platinum record icon.svg Platin1 40.000 elportaldemusica.es
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 8× Platin8 8.500.000 riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Gold record icon.svg Gold1 Platinum record icon.svg 3× Platin3 1.900.000 bpi.co.uk
Insgesamt Gold record icon.svg 9× Gold9 Platinum record icon.svg 58× Platin58

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archivlink (Memento des Originals vom 21. März 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/60sox.yodelservices.com 60Sox (abgerufen am 15. Januar 2012)
  2. a b c Was wurde eigentlich aus Gotye?. Yahoo Nachrichten, 29. Oktober 2019, abgerufen am 30. März 2020
  3. Will There Really Be “No New Gotye Music”?. Musicfeeds (Australien), 20. Oktober 2014, abgerufen am 30. März 2020
  4. Options Irwin Chusid: Playlist from November 16, 2016 Options. Abgerufen am 30. März 2020
  5. Gotye Makes His Return with an Ondioline. Sorry, a What?. Broadsheet (Australien), 12. Januar 2018, abgerufen am 30. März 2020
  6. Jean-Jacques Perrey et son Ondioline. Bandcamp, abgerufen am 30. März 2020
  7. Winners of the 2011 Aria Awards announced. (Nicht mehr online verfügbar.) 27. November 2011, archiviert vom Original am 14. Januar 2012; abgerufen am 2. Januar 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ariaawards.com.au
  8. a b Chartquellen: DE AT CH UK US BEF BEW AU
  9. [1]
  10. Interview mit Wouter De Backer
  11. Gavin Ryan: ARIA Albums: Soundwave Acts Debut At 1 and 2. 22. August 2015. Abgerufen am 30. November 2019.
  12. ARIA Chart Watch #553. auspOp. 30. November 2019. Abgerufen am 30. November 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gotye – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien