Guten Morgen Deutschland

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Fernsehsendung
OriginaltitelGuten Morgen Deutschland
GUTEN MORGEN DEUTSCHLAND Logo 2021.png
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Jahr(e) 1987–1994, seit 2013
Produktions-
unternehmen
RTL
infoNetwork
Länge 150 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
Montag bis Freitag
Genre Nachrichtensendung
Magazinsendung
Moderation
Erstausstrahlung 23. September 1987 auf RTL

Guten Morgen Deutschland (GMD) ist der Titel des Frühstücksfernsehens beim Privatsender RTL, das seit dem 26. August 2013 als Neuauflage des von 1987 bis 1994 unter diesem Namen gesendeten Programms ausgestrahlt wird und damit Punkt 6 und Punkt 9 ersetzt hat.

Sendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung wird montags bis freitags von 6:00 Uhr bis 8:30 Uhr live aus Köln übertragen. Die Sendung setzt sich aus Nachrichten, Themen aus Politik, Sport und Boulevard sowie Tipps aus dem Servicebereich zusammen. Nachrichten aus aller Welt gibt es zu jeder vollen Stunde (6:00 Uhr, 7:00 Uhr, 8:00 Uhr), darauf folgen die Ereignisse aus dem Sportbereich und der Wetterbericht. Zu jeder halben Stunde gibt es einen Schnellüberblick der wichtigsten Themen, sowie zum Sendungsbeginn die ausführlichen Nachrichten aus aller Welt. Abgerundet wird die Sendung mit einem Gewinnspiel.

Ab dem 25. Januar 2021 startete die Sendung offiziell um 5:30 Uhr und somit parallel zu Konkurrenz-Formaten wie dem Sat.1-Frühstücksfernsehen.[1] Zu höheren Einschaltquoten führte dies jedoch nicht. Am 23. April 2021 gab RTL bekannt, den Beginn der Sendung fortan wieder auf den ursprünglichen 6:00 Uhr Sendeplatz zu legen.[2]

Von Januar bis Mai 2020 wurden die Frühnachrichten aus der RTL aktuell-Redaktion verlesen.

GMD-Coronavirus Spezial[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. März 2020 wurde auf RTL und ntv eine einstündige Live-Sendung wegen der Ausbreitung des Coronavirus gesendet. In dieser Sendung waren Experten im Studio, um Fragen von Zuschauern zu beantworten. Moderiert wurde die Spezial-Ausgabe von Roberta Bieling und Wolfram Kons.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das damalige Team von Punkt 6 und Punkt 9 (2012)

1987 bis 1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehungsgeschichte

Konkurrent Sat.1 plante den Beginn des eigenen Frühstücksfernsehens unter dem Titel Guten Morgen mit Sat.1 für den 1. Oktober 1987 und wäre damit der erste deutsche Fernsehsender geworden, der dieses Programmformat des Infotainment in Deutschland präsentiert hätte. Vorbild waren die in den USA (Today seit dem 14. Januar 1952) oder Kanada (Canada AM seit 1972) ausgestrahlten Morning shows, die in anderen englischsprachigen Ländern als Breakfast TV bezeichnet werden. Als direktes Vorbild griff RTL jedoch auf die gleichnamige Frühstückssendung von RTL Radio zurück. Eine großangelegte Werbekampagne von Sat.1 mit dem hierin angekündigten Sendebeginn 1. Oktober 1987 für das Sat.1-Frühstücksfernsehen zwang die RTL-Verantwortlichen, die eigenen Sendeanstrengungen des für den 5. Oktober 1987 vorgesehenen Sendebeginns zu beschleunigen, um dem Konkurrenten zuvorzukommen. Das gelang, denn genau eine Woche früher als Sat.1 ging das damalige RTLplus mit dem eigenen Frühstücksfernsehen am 23. September 1987 auf Sendung.[3] Damit konnte RTL dieses „medienhistorische Ereignis“ für sich verbuchen[4] Erster Moderator der Sendung war Olaf Pessler.

Sendebeginn

RTL verfolgte dabei nur eine defensive Öffentlichkeitsarbeit, so dass die unangekündigte Ausstrahlung des noch wenig verbreiteten Senders kaum mit Zuschauern rechnen konnte. Sowohl die Presse als auch die meisten Mitarbeiter erfuhren erst am Tag zuvor von den Programmplänen. Durch das RTL-Frühstücksfernsehen verlängerte sich das RTL-Programm, denn der Sendebeginn war nun auf 6.30 Uhr vorverlegt. Die erste Sendung am 23. September 1987 wurde von Olaf Pessler moderiert, die Nachrichten übernahm Karl-Heinz Kaul, die Wettervorhersage präsentierte Gottfried Mehlhorn. Zu Gast waren der Zisterzienserabt Thomas, Sexberaterin Ruth Westheimer, Karl Lagerfeld, der einen in Paris aufgezeichneten „chic schnack“ veranstaltete, und die Schauspielerin Edith Hancke. Die Sendung wurde durch Punkt 7 und später durch Punkt 6 und Punkt 9 ersetzt.

Neuauflage ab 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2013 wurde bekannt, dass durch Umstrukturierungen im Morgenprogramm die Sendung Punkt 6 ab dem 26. August 2013 eine Stunde länger dauern und den neuen, alten Titel Guten Morgen Deutschland bekommen sollte. Das Konzept von Punkt 6 blieb mit denselben Moderatoren bestehen,[5] Punkt 9 dagegen wurde abgesetzt.

Von 12. Januar 2015 bis 2. Dezember 2016 wurde ein neues Studio und neues On-Air-Design verwendet. War das Studio bislang lediglich virtuell mittels Greenscreen realisiert, besteht das neue Studio aus einem Talkbereich, einer Küche und einem Aktionsbereich für Künstler mit vier Monitoren. Als neue primäre Farbe wurde brombeer-violett statt gelb verwendet.[6] Allerdings kehrte man im Sommer 2015 wieder zu einer warmen, orangen Farbgebung zurück. Das Studio wurde zum 5. Dezember 2016 erneuert und kehrte wieder ins Greenscreen Studio zurück. Das On-Air-Design wurde nicht erneuert. Mitte 2019 kehrte man wieder ins Studio mit realer Kulisse zurück, das Greenscreen-Studio wurde danach nur noch für die Nachrichten genutzt.

Seit dem 1. März 2021 sendet "Guten Morgen Deutschland" aus einem neuen Studio, der Start des neuen On-Air-Designs erfolgt im Sommer.[7]

Gewinnspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeden Morgen gibt es in Guten Morgen Deutschland das Gewinnspiel, auf das vor der Werbepause (von einer Off-Stimme) hingewiesen wird. Um teilzunehmen, muss man das Glückswort "MORGEN" nennen. Täglich erhält dann ein zufällig ausgewählter Spieler 1.000 Euro. Zu bestimmten Aktionen bekommt der Anrufer fürs Durchkommen einen weiteren Geldgewinn oder Sachpreise, wie einen neuen TV oder Smartphone.

Das Mindestalter für die Teilnahme am Gewinnspiel beträgt 14 Jahre. Die Teilnahme am Guten Morgen Deutschland-Gewinnspiel ist per Telefon, SMS und Internet (über das offizielle Gewinnspiel-Portal winario) möglich.[8] Pro Gewinnspielteilnahme werden 0,50 Euro fällig.

Moderatoren der Neuauflage 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderator/in Jahre Bemerkungen
Aktuelle Moderatoren aktuelle/r Moderationspartner/in
Wolfram Kons seit 2013 Finger-Erben
Angela Finger-Erben seit 2013 Kons
Susanna Ohlen seit 2014 Fuchs
Maurice Gajda seit 2019 Bieling
Roberta Bieling 2013–2015, seit 2019 Gajda
Bernd Fuchs 2014–2017, seit 2021 Ohlen
Jana Azizi seit 2020 (Vertretung)
Laura Dahm seit 2021 (Vertretung)
Ehemalige Moderatoren Ausstiegsgrund
Patrick Wulf 2013–2014
Miriam Lange 2013–2014 Wechsel zu Explosiv – Das Magazin
Florian Ambrosius 2017–2019
Jennifer Knäble 2013–2020
Jan Hahn 2017–2021

Wettermoderatoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderator/in Jahre Funktion
Aktuelle Moderatoren
Maxi Biewer seit 2013 Wetter
Eva Imhof seit 2013 Wetter
Bernd Fuchs 2013–2014, seit 2017 Wetter
Melanie Haselhoff seit 2020 Wetter
Ehemalige Moderatoren
Saskia Naumann 2014–2019 Wetter
Juliana Müller 2020 Wetter (Vertretung)

Society-Experten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderator/in Jahre Funktion
Aktuelle Moderatoren
Aleksandra Bechtel seit 2021 Society-Expertin
Steffi Brungs seit 2018 Society-Expertin
Michael Begasse seit 2013 Royal-Experte
Romina Morinello seit 2019 Society-Expertin (Vertretung)
Laura Dahm seit 2020 Society-Expertin (Vertretung)
Ehemalige Moderatoren
Susanne Klehn 2015–2018 Society-Expertin
Bettina von Schimmelmann 2013–2015 Society-Expertin

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sendung vom 19. Juli 2021 wurde eine Live-Schalte zu Moderatorin Susanna Ohlen ausgestrahlt, bei der sie von den Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel nach einem Hochwasser berichtete. Wenig später wurde ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie sich Ohlen vor der Live-Schalte mit Schlamm einrieb. Nach Bekanntwerden dieses Vorfalls wurde sie beurlaubt, da ihr Verhalten den journalistischen Grundsätzen von RTL widerspricht.

Susanna Ohlen hat sich daraufhin für diesen Vorfall entschuldigt.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Glenn Riedmeier: „Guten Morgen Deutschland“ geht in direkte Konkurrenz zu „moma“ und „Sat.1-Frühstücksfernsehen“. Abgerufen am 21. Januar 2021.
  2. Timo Niemeier: Änderungen bei RTL: "110" fliegt raus, "GMD" wieder später. Abgerufen am 23. April 2021.
  3. Der Tagesspiegel vom 24. September 2012, Guten Morgen, Deutschland!
  4. Michael Reufsteck/Stefan Niggemeier, Fernsehlexikon, November 2005
  5. Uwe Mantel: RTL baut Morgennews um, startet Sonntagsmagazin. DWDL.de, 14. Juni 2013, abgerufen am 14. Juni 2013.
  6. Realer Hintergrund: RTL-Morgensendung zieht um. In: Quotenmeter. 7. Januar 2015. Abgerufen am 8. Januar 2015.
  7. RTL-Magazine in neuem Glanz: „Exclusiv“, „Explosiv“ & „Extra“ haben neue Designs. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  8. "Guten Morgen Deutschland" Gewinnspiel: Online-Teilnahme. winario.de, abgerufen am 20. September 2017.
  9. Susanna Ohlen: RTL beurlaubt Reporterin, weil sie sich fürs TV mit Schlamm beschmierte. 23. Juli 2021, abgerufen am 23. Juli 2021.