Hüttau

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Hüttau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Hüttau
Hüttau (Österreich)
Hüttau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Hüttau
Fläche: 53,56 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 13° 18′ OKoordinaten: 47° 25′ 0″ N, 13° 18′ 30″ O
Höhe: 697 m ü. A.
Einwohner: 1.492 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 28 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5511, 5521
Vorwahl: 06458
Gemeindekennziffer: 5 04 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hüttau 29
5511, 5521 Hüttau
Website: www.huettau.at
Politik
Bürgermeister: Rupert Bergmüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(17 Mitglieder)

SPÖ 3, ÖVP 10, PROHN 4

Lage der Gemeinde Hüttau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad GasteinAltenmarkt im PongauBad HofgasteinBischofshofenDorfgasteinEben im PongauFilzmoosFlachau (Salzburg)ForstauGoldegg im PongauGroßarlHüttauHüttschlagKleinarlMühlbach am HochkönigPfarrwerfenRadstadtSt. Johann im PongauSt. Martin am TennengebirgeSankt Veit im PongauSchwarzach im PongauUntertauernWagrain (Pongau)WerfenWerfenwengSalzburgLage der Gemeinde Hüttau im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Ortszentrum von Hüttau
Ortszentrum von Hüttau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hüttau ist eine Gemeinde mit 1492 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk St. Johann (Pongau), Land Salzburg in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Fritztal im Salzburger Land. Dabei bildet die Talung das übergangsgebiet zwischen dem Salzburger Salzachpongau (an der Salzach um Bischofshofen und St. Johann) und dem Ennspongau (an der oberen Enns um Altenmarkt und Radstadt), wie auch dem schon zum Tennengau (Bezirk Hallein) zählenden Lammertal, das über die Talwasserscheide von St. Martin und den St. Martinsbach verbunden ist.

Das Hüttauer Gemeindegebiet erstreckt sich sowohl rechts im Tal nordwärts die Südabdachung des Tennengebirges (Nördliche Kalkalpen) hinauf, wie auch links (südlich) an das Hochgründeck (1827 m ü. A.) der Fritztaler Berge (Salzburger Schieferalpen). Hüttau hat keinen Anteil am Hochgebirge, das Gemeindegebiet liegt in den mittelgebirgigen Zwischenalpen, die zwischen Kalk- und Zentralalpen (Alpenhauptkamm der Tauern) liegen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werfenweng St. Martin am Tennengebirge
Bischofshofen Nachbargemeinden Eben im Pongau
St. Johann im Pongau Wagrain Flachau

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehrhaus in Hüttau

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Katastralgemeinden und fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Hüttau – Hauptort im Fritztal am Larzenbach [2] und die linke Talseite talauswärts, dem Fritzerberg (410)
  • Iglsbach – linke Talseite bei Hüttau (gehört zur KG Hüttau, 89)
  • Sonnhalb – rechte Talseite talauswärts von Hüttau (132)
  • Sonnberg – rechte Talseite taleinwärts von Hüttau bis Niedernfritz am unteren St. Martinsbach (708)
  • Bairau – linke Talseite taleinwärts bei Hüttau und Niedernfritz (153)

Einziger Zählsprengel ist Hüttau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1074 hatte Erzbischof Gebhard das Fritztal der Salzburger Ausgründung Stift Admont übergeben., urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1325 (Admonter Stiftsurbar).[3][4] Im 16. bis 19. Jahrhundert war der Ort geprägt durch Bergbau und Hüttenwerke. Der Ortsname wird als Au an der Hütte gedeutet[5].

Hüttau, Iglsbach und Sonnhalb gehörten von alters her zum Gericht Werfen, Bairau und Sonnberg aber zur Hofmark Wagrain und damit zum Gericht Radstadt.[6] 1686 wurde ein eigener Seelsorgebezirk Hüttau von Pfarrwerfen eingerichtet, seinerzeit mit 61 Häusern (28 von Pfarrwerfen, 33 von Altenmarkt).[3] 1786 kamen 41 Häuser der Unteren Fritz dazu, 1787 30 weitere Häuser von Pfarrwerfen.[3] Nach der Revolution 1848/49 wurde die Ortsgemeinde geschaffen, 1856 auch die Pfarrei Hüttau eingerichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehörte bis 2004 zum Gerichtsbezirk Radstadt und ist seit dem 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

10
4
3
10 
Insgesamt 17 Sitze

Sitzverteilung seit der Gemeinderatswahl 2014:

Bürgermeister ist Rupert Bergmüller von der ÖVP.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at huettau.png

Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:

In grünem Schild, begleitet rechts oben von einer facettierten roten und links oben von einer ebensolchen silbernen Raute, eine rotbedachte Hütte und davor ein gemauerter Schmelzofen, aus dem Flammen schlagen. Alles in seinen natürlichen Farben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederfritz, Überführung

Hüttau ist ein zweisaisonaler Fremdenverkehrsort mit 50.000 Übernachtungen im Jahr. Wichtige Erwerbszweige sind auch die Holzindustrie und der Landmaschinenhandel.

Anschlussstelle der Tauern Autobahn (A10) ist in Niedernfritz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hüttau

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hüttau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018) (pdf), (Excel)
  2. der Ort Hüttau selbst verteilt sich über Hüttau, Iglsbach, Sonnberg und Sonnhalb
  3. a b c Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Salzburg, Hüttau, S. 68 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: Joseph von Dürlinger-; Pinzgau. 1866.
  4. 1325. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  5. Die Bedeutung und Verbreitung von bairischen Ortsnamen. In: bairische-sprache.at. Abgerufen am 24. Mai 2015.
  6. Klein: Historisches Ortslexikon. Hrsg.: VID. Salzburg, Ehemalige Gerichte des Erzstiftes Salzburg, S. 10 und 12 (Onlinedokument – o.D. [aktual.]).
  7. Kupferzeche Hüttau (kupferzeche.at)