Flachau (Salzburg)

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Flachau
Wappen Österreichkarte
Wappen von Flachau
Flachau (Salzburg) (Österreich)
Flachau (Salzburg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Flachau
Fläche: 117,33 km²
Koordinaten: 47° 21′ N, 13° 24′ OKoordinaten: 47° 20′ 37″ N, 13° 23′ 31″ O
Höhe: 920 m ü. A.
Einwohner: 2.813 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 24 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5542
Vorwahl: 06457
Gemeindekennziffer: 5 04 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeindestraße 73
5542 Flachau
Website: www.flachau.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Oberreiter (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)

SPÖ 4, ÖVP 12, FPÖ 3

Lage der Gemeinde Flachau im Bezirk St. Johann im Pongau
Bad GasteinAltenmarkt im PongauBad HofgasteinBischofshofenDorfgasteinEben im PongauFilzmoosFlachau (Salzburg)ForstauGoldegg im PongauGroßarlHüttauHüttschlagKleinarlMühlbach am HochkönigPfarrwerfenRadstadtSt. Johann im PongauSt. Martin am TennengebirgeSankt Veit im PongauSchwarzach im PongauUntertauernWagrain (Pongau)WerfenWerfenwengSalzburgLage der Gemeinde Flachau (Salzburg) im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Die Flachau, Blick vom Taleingang nach Südost. Im Vordergrund Reitdorf, dahinter Feuersang und ganz hinten rechts Flachau Ort. Links im Hintergrund der Strimskogel, mittig und das Bild dominierend der Lackenkogel (halblinks und weiter im Vordergrund sein bewaldeter Nebengipfel Koppen), rechts, ganz im Hintergrund, der Hauptkamm der Radstädter Tauern.
Die Flachau, Blick vom Taleingang nach Südost. Im Vordergrund Reitdorf, dahinter Feuersang und ganz hinten rechts Flachau Ort. Links im Hintergrund der Strimskogel, mittig und das Bild dominierend der Lackenkogel (halblinks und weiter im Vordergrund sein bewaldeter Nebengipfel Koppen), rechts, ganz im Hintergrund, der Hauptkamm der Radstädter Tauern.
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Flachau ist eine Gemeinde mit 2813 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann (Pongau) in Österreich.

Der Ort liegt im Skiverbund Ski amadé, einem der größten Skigebiete Österreichs.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Ennspongau im Quellgebiet der Enns. Kerngebiet der Gemeinde ist das weite Trogtal der obersten Enns, das Ennsquelltal, allgemein die Flachau genannt. Neben diesem Flachauertal, im oberen Abschnitt auch Pleißlingtal genannt, umfasst das Gemeindegebiet noch das untere Litzlingtal (zur Wagrainer Höhe) und die Berge der Mosermandl-Gruppe und der Steinfeldspitzen-Gruppe der Radstädter Tauern bis an den Hauptkamm derselben am Mosermandl (2680 m ü. A.), dem höchsten Punkt der Gemeinde, und bis zum Kleinen Pleißlingkeil (2417 m ü. A.). Im Norden gehört noch die Südostflanke des Hochgründecks zu Flachau, der Aigenberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Feuersang, Flachau, Höch und Reitdorf.

Als Reitdorf und Höch noch zu Altenmarkt gehörten, wurden sie als Ortschaft Aigenberg zusammengefasst.[2]

Die Gemeinde gehörte bis 2004 zum Gerichtsbezirk Radstadt und ist seit dem 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hüttau Eben im Pongau Altenmarkt im Pongau
Wagrain Nachbargemeinden Untertauern
Kleinarl Zederhaus (Bez. Tamsweg/ Lungau) Tweng (Bez. Tamsweg/ Lungau)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flachau war bis ins 19. Jahrhundert ein Zentrum der Eisenverhüttung im Pongau (Eisenhütte Flachau). Heute deuten nur mehr Orts- und Hausnamen darauf hin, da die Ruinen der Hütte abgetragen worden sind.

Seit dem 20. Jahrhundert, insbesondere seit dem Bau der Tauernautobahn (A10) und des Tauerntunnels 1975, ist die Gemeinde in erster Linie Fremdenverkehrsgemeinde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen at flachau.png

Die Beschreibung des Gemeindewappens lautet:

In Silber auf grünem, von einem schmalen silbernen Wellenpfahl durchschnittenen Boden, zwischen zwei grünen Fichtenbäumen ein stilisierter schwarzer Pflug.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • bis 2008 Hans Weitgasser (ÖVP)
  • seit 2008 Thomas Oberreiter (ÖVP)[3]

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Ort Flachau und talauswärts über Feuersang und Radstädter Becken, hinten das Dachsteinmassiv und der Roßbrand

Die touristische Entwicklung in Flachau begann Mitte der 1950er Jahre. Ausgelöst durch einen Besuch und Mitwirken an Festakten des neu eingekleideten Flachauer Schützenvereins und der Trachtenmusikkapelle Flachau in Nürnberg und am Münchner Oktoberfest, entstand bei der deutschen Bevölkerung große Begeisterung und Interesse für Flachau. Daraufhin nahm ein deutsches Reisebüro die Pongauer Gemeinde ins Sommerprogramm mit auf und so kamen die ersten, organisierten Urlaubsreisenden nach Flachau. 1955 verfügte der Ort über 170 Gästebetten und 1.491 Personen verbrachten ihren Urlaub in Flachau. Die Aufenthaltsdauer der Gäste zur damaligen Zeit betrug 2–3 Wochen. Durch die Errichtung der für den Tourismus relevanten Infrastruktur wie Sport- & Freizeitangebote sowie dem stetigen Ausbau der Gastronomie und Hotellerie und einer positiven Einstellung der einheimischen Bevölkerung zum Tourismus, gelang eine sehr erfolgreiche Entwicklung, die bis heute anhält.

Mittlerweile hat sich die Pongauer Gemeinde zu einer angesagten Urlaubsdestination entwickelt. Der Tourismus stellt das wichtigste wirtschaftliche Standbein der Gemeinde dar und der Großteil der einheimischen Bevölkerung wirkt direkt oder indirekt am Gelingen mit. Flachau – auch Heimat von Skilegende Hermann Maier – steht für sportlich-gesellige Urlaubshöhepunkte für die ganze Familie und kommt diesem Anspruch in vielfältiger Weise entgegen: Im Sommer bietet Flachau ein abwechslungsreiches Aktivprogramm in wunderschöner Natur- und Bergwelt der niederen Tauern. Der Weltcuport Flachau liegt im Herzen von Ski amadé – Österreichs größtem Skivergnügen mit 760 Pistenkilometern und 270 komfortablen Liftanlagen. Ein Paradies für alle Wintersportbegeisterten.

Flachau verfügt mittlerweile über knapp 10.000 Gästebetten. 2017 konnten 1,2 Mio Nächtigungen bei 245.000 Ankünften erzielt werden. Circa 1/3 der Gäste kommt in den Sommermonaten, 2/3 verbringen ihren Winterurlaub in Flachau. Flachau reiht sich mittlerweile unter die Top 10 der größten Tourismusdestinationen Österreichs ein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Flachau neben dem Pfarrhof
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Flachau (Salzburg)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Töchter und Söhne der Gemeinde

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rupert Weitgasser: Chronik der Gemeinde Flachau. Die Bauerngemeinde im Strukturwandel vom Eisen- und Hammerwerk zum Fremdenverkehr. 1999.
  • Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg. Mit einem Register, welches zugleich das topographische und genealogische Lexikon ist und der Kreiskarte versehen. Geographisch-historisch-statistisches Detail nach Distrikts-Kommissariaten. 1. Auflage. Fünfter Theil: Der Salzburgkreis. Joh. Christ. Quandt, Linz 1839, 15 Pfleggericht Radstadt: Die Flachau …, S. 454 f (Google eBook – Faks. Druckhaus Nonntal, Salzburg 1983). 2. Auflage 1843 (Google Book)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Flachau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Lit. Pillwein: Erzherzogthum Oesterreich ob der Enns. 5. Th. 1839, Die Pfarre Altenmarkt…, S. 450  (Google). 2. Auflage 1843 (Google)
  3. Thomas Oberreiter. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.