Hako

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Hako GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1948
Sitz Bad Oldesloe
Leitung Mario Schreiber (Vors.), Uwe Brenne, Matthias Wolf,

Uwe Lüders (Aufsichtsratsvorsitzender)

Mitarbeiter 1.900
Umsatz 408 Mio. EUR
Branche Maschinen- und Fahrzeugbau
Website Hako-Website
Stand: 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Die Hako GmbH ist ein Unternehmen für Reinigungstechnik und ultraleichte Nutzfahrzeuge für diese Zwecke mit Sitz in Bad Oldesloe. Sie wurde am 24. Dezember 1948 gegründet. Der Name ist von Hans Koch & Sohn abgeleitet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Koch, Sozialist und Pazifist, entwickelte in einer Landkommune in Harxbüttel (heute Stadtteil von Braunschweig) die erste Kleinmotorhacke der Welt. Er nannte diese DiMoHa, "Die motorisierte Hand″. Es handelte sich um einen Motor mit Schneckengetriebe, welches auf dem Rücken getragen wird. Dieser treibt über eine flexible Welle die Hackmesser an, welche den Boden auflockerten und dabei das Unkraut ausrissen. Am 6. August 1924 erhielt Koch darauf sein erstes Patent. Die Entwicklung konnte er mit Unterstützung von bäuerlichen Kleinverbänden finanzieren. Die Erfindung der ersten Motorheckenschere konnte er wiederum am 23. Juni 1925 erfolgreich zum Patent anmelden.

1948 gründete Hans Koch, nach Flucht vor den vorrückenden sowjetischen Truppen, in Pinneberg bei Hamburg die Maschinenbaufirma Hans Koch & Sohn. Abkürzung: Hako. Am Heiligabend 1948 wurde das neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Nach der Firmengründung wurden die Motorhacken sowie die Einachser-Systemfräsen in Serienfertigung hergestellt.

1954 verlegte Hans Koch seinen Betrieb nach Bad Oldesloe. Zunächst in die Lübecker Straße, später in den 1970er Jahren zog Hako in das Gewerbegebiet an der Hamburger Straße, wo sich der Unternehmenssitz noch heute befindet.

Mit Entwicklung der legendären Motorhacke "Hakorette", einem Einachser, begann 1956 der Aufstieg des Unternehmens. Sowohl die DiMoHa als auch die Hakorette stehen im Deutschen Museum in München - als besondere technische Leistung.

Hako Multicar auf der IAA Nutzfahrzeuge 2008 mit SCR-Abgassystem plus Partikelfilter

1960 erfolgte die Produktion der ersten eigenen Vierrad-Kompaktschlepper vom Typ Hakotrak T6. Im selben Jahr wurde Tyll Necker kaufmännischer Geschäftsführer sowie Mitgesellschafter. Die technische Leitung übernahm Tim Koch, Sohn von Hans Koch. Tochter Karin, seit 1955 Ehefrau von Tyll Necker, übernahm dann die Personalabteilung.

1961 wurde die erste europäische Kehrsaugmaschine entwickelt und kurz danach produziert. Mit dem Bau von Kehrsaugmaschinen startete Hako ein völlig neues Produktsegment. 1962 wurde das Zweigwerk Trappenkamp errichtet, wo später das Technologiezentrum gegründet wurde. Heute befindet sich dort das Kompetenzzentrum für die Kunststoffverarbeitung.

1966 zog sich der Firmengründer Hans Koch aus dem Unternehmen zurück und Tyll Necker übernahm alleine die Führung. 1975 gingen die ersten europäischen Scheuersaugmaschinen in Produktion. 1980 wurde das Unternehmen American Cleaning Equipment Corporation - heute Minuteman International, USA – übernommen. 1989 wurden Geräte für die Gebäudereinigung auch in Bad Oldesloe hergestellt. 1995 wurde die Sparte Außenreinigung aufgebaut. Die Reinigungssparte (für Unternehmen und Kommunen) macht heute den Hauptumsatz des Unternehmens aus. 1991 wurde die Havelländischen Maschinenbau GmbH gekauft. Heute ist es das Kompetenzzentrum für Multifunktionale Geräteträger. 1998 übernahm Hako die Mehrheit (75,3 %) am thüringischen Unternehmen Multicar Waltershausen. Heute ist es das Kompetenzzentrum für Geräteträger und Transporter. Im selben Jahr wurde die Firma PowerBoss durch die Hako-Tochter Minuteman International in den USA erworben. 2005 wurde mit der Hako-Service GmbH das zentrale Gebraucht- und Mietmaschinengeschäft begonnen.

Hako Citymaster 2000 Euro 5

Die Possehl-Gruppe hatte sich bereits in 2004 und 2006 mit zwei Schritten die Mehrheit (56 %) an Hako erworben. Zum 1. Januar 2006 übernahmen die Lübecker auch die unternehmerische Führung bei Hako und gliederten das Unternehmen mit rund 400 Mio. Euro Umsatz innerhalb der Possehl-Gruppe als eigenständiger Geschäftsbereich ein. Am 1. Oktober 2007 erwarb man die restlichen Anteile, so dass Hako seitdem zu 100 % zur Possehl-Gruppe gehört.

2012 wurden die Hako-Werke GmbH sowie die Hako International GmbH zur Hako GmbH verschmolzen. 2013 wurden die Produktbereiche Multicar und Citymaster unter der Dachmarke Hako vereint und das Multicar M31 als erstes Fahrzeug unter dem neuen Markendesign eingeführt.

2014 führte man mit Scrubmaster, Sweepmaster und Cleanserv neue, international gängige Namen im Produktsegment Reinigungstechnik ein. Im selben Jahr gelang mit der Einführung des Citymaster 1600 die Abrundung zum Full-Liner im Kommunaltechnikprogramm.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hako-Gruppe zählt zu den international führenden Herstellern von Reinigungsmaschinen, multifunktionalen Geräteträgern und Transportern.

Im Bereich Reinigungstechnik produziert Hako selbst folgende Produkte: Scheuersaugmaschinen, Kehr- und Kehrsaugmaschinen, kombinierte Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Kleingeräte für die professionelle Innenreinigung, Reinigungsmittel und Dosiersysteme. Im Bereich Kommunaltechnik werden Außenreinigungsmaschinen sowie multifunktionale Geräteträger hergestellt.

Die US-Tochter Minuteman International ist ein Hersteller von hochwertigen gewerblichen und industriellen Bodenreinigungsmaschinen. Die Produktbereiche sind Scheuersaugmaschinen, Maschinen für die nasse und trockene Teppichreinigung, Kleingeräte für die Gebäudereinigung, Kehr- und Kehrsaugmaschinen sowie Spezialsauger für kritische Anwendungen.

Die PowerBoss Inc, eine Tochtergesellschaft der Minuteman International und damit Teil der Hako-Unternehmensgruppe produziert Kehrsaugmaschinen, Scheuersaugmaschinen sowie kombinierte Kehr- und Scheuersaugmaschinen.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmenszentrale befindet sich seit 1954 im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe. Neben dem dort angesiedelten Werk und weiteren Produktionsstätten in Glindow, Trappenkamp und Waltershausen fertigt die Hako-Gruppe auch in Polen und den USA.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hako – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Traktorenlexikon: Hako – Lern- und Lehrmaterialien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]