Heinrich Kämper Motorenfabrik
| Heinrich Kämper Motorenfabrik | |
|---|---|
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Gründung | 1901 |
| Auflösung | 1955 |
| Sitz | Berlin, später Berlin-Marienfelde, Deutschland |
| Leitung | Heinrich Kämper |
| Branche | Motorenhersteller, Automobilindustrie |
Heinrich Kämper Motorenfabrik war ein deutscher Hersteller von Motoren und Automobilen.
Unternehmensgeschichte
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Das Unternehmen wurde 1901 vom Maschinenbauingenieur Heinrich Kämper als Kommanditgesellschaft gegründet. Der Standort war an der Kurfürstenstraße 146 in Berlin W35.[1] Die Produktion von Motoren begann. Im März 1903 präsentierte Kämper Ein- und Zweizylindermotoren für Automobile und Boote auf der Deutschen Automobilausstellung in Berlin.[2] 1905 begann die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Kämper. Schon 1906 endete die Automobilproduktion wieder. Im gleichen Jahr verlegte der Betrieb seinen Sitz nach Berlin-Mariendorf an den Seelbuschring 9–17, ab 1915 nach Berlin-Marienfelde auf ein Firmengrundstück an der Großbeerenstraße 174. Ab 1920 beschäftigte sich Kämper erfolgreich mit der Entwicklung von Dieselmotoren, die insbesondere in Schleppern, Kleinlokomotiven und Baggern Verwendung fanden.[1] Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Unternehmen in den Duisburger Demag-Konzern eingegliedert und auf dem Marienfelder Werksgelände befanden sich zu dieser Zeit mehrere Zwangsarbeiterbaracken.[3] Die Nachkriegskonstruktion eines Kämper-Raupenschleppers ging nicht in die Serienfertigung und das Unternehmen existierte als Motorenhersteller noch bis etwa 1955.
Fahrzeuge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Angebot stand nur ein Modell. Es war mit einem Vierzylindermotor mit 8 PS Leistung ausgestattet. Die meisten Fahrzeuge wurden als Taxi eingesetzt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Kämper.
- George Nicholas Georgano: The New Encyclopedia of Motorcars. 1885 to the Present. E. P. Dutton, New York 1982, ISBN 0-525-93254-2, S. 2 (englisch).
- Matthias Heisig: Das mobile Tempelhof. Motorenfabrik Heinrich Kämper, in: Von Eisen bis Pralinen. Der Bezirk Tempelhof und seine Industrie, hrsg. vom Bezirksamt Tempelhof von Berlin, Berlin 2000, S. 192 f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- (D) Kämper ( vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive) Auf gtue-oldtimerservice.de.
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur Heinrich Kämper Motorenfabrik in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Matthias Heisig: Das mobile Tempelhof. Motorenfabrik Heinrich Kämper, in: Von Eisen bis Pralinen. Der Bezirk Tempelhof und seine Industrie, hrsg. vom Bezirksamt Tempelhof von Berlin, Berlin 2000, S. 192.
- ↑ Peter Kirchberg: Automobilausstellungen und Fahrzeugtests in aller Welt. Das Beste aus "Der Motorwagen", der Zeitschrift für Automobil-Industrie und Motorenbau. Teil 1: 1898–1914. Transpress, Berlin 1985, S. 99.
- ↑ Zwangsarbeiterlager im Bezirk Berlin-Tempelhof, in: Von Eisen bis Pralinen. Der Bezirk Tempelhof und seine Industrie, hrsg. vom Bezirksamt Tempelhof von Berlin, Berlin 2000, S. 213