Allerheiligen (Neuss)

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Wappen von Neuss

Bezirk {{{Stadtbezirksnr.}}} von Neuss
Koordinaten 51° 8′ 15″ N, 6° 44′ 44″ OKoordinaten: 51° 8′ 15″ N, 6° 44′ 44″ O
Fläche 4,9 km²
Einwohner 7097
Bevölkerungsdichte 1448 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 41470
Stadtbezirk [[{{{Stadtbezirk}}} (Neuss)|{{{Stadtbezirk}}}]]
Quelle: Fahrplanauskunft Stadtwerke Neuss

Allerheiligen ist ein Stadtteil der zum Neusser (statistischen) Bezirk Rosellen gehört und inklusive der Wohnplätze Gier sowie Kuckhof insgesamt 7.096 Einwohner zählt (Stand: 1. Januar 2016). Damit lebt in Allerheiligen etwa die Hälfte der Bevölkerung des südlichsten Neusser Bezirks Rosellen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerheiligen liegt rund 10 km südöstlich der Neusser Innenstadt und verfügt über einen S-Bahn-Anschluss an der Strecke Düsseldorf-Neuss-Dormagen-Köln-Bergisch Gladbach. Unweit des Stadtteils befindet sich das Autobahndreieck Neuss-Süd (A 57/A 46). Allerheiligen grenzt an mehrere Neusser Stadtteile: Im Westen an Rosellerheide und Rosellen, im Norden an Norf, im Nordosten an Elvekum sowie im Osten an Uedesheim. Im Süden grenzt Neuss-Allerheiligen an Dormagen-Nievenheim.

Abenteuerspielplatz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend um Allerheiligen ist seit der Steinzeit besiedelt, wie Steinbeilfunde in der Nähe beweisen. Die heutigen Stadtteile/Ortschaften im Süden von Neuss entstanden im Rahmen der fränkischen Landnahme und gehörten zum Kirchspiel Rosellen und zum Kurfürstentum Köln. Die Bewohner hatten mehrfach unter Kriegszügen zu leiden, so 1474, als Karl der Kühne von Burgund Neuss belagerte. Nach der Besetzung durch die Franzosen wurde in Norf eine Mairie eingerichtet, der auch Allerheiligen untergeordnet wurde. 1815 fiel Allerheiligen an Preußen. Anfang des 20. Jahrhunderts waren rund 50 % der Einwohner Tagelöhner, 30 % Bauern und 20 % Handwerker. Mit der Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Neusser Stadtgebiet entwickelte sich Allerheiligen zunehmend zu einer Pendlergemeinde für Arbeiter und Angestellte. Seit den 1990er Jahren bis heute wächst der Stadtteil dynamisch weiter; regelmäßig entstehen neue Wohngebiete. Die Arbeiten im Nordosten von Allerheiligen (Neubaugebiet B) gehen in den Jahren 2018/2019 in die letzte Phase. Ein weiteres Neubaugebiet im Bereich Kuckhof ist für die nächsten Jahre in Planung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Bevölkerung[1] 4.200 4.477 4.629 4.688 4.747 4.744 4.806 5.078 5.276 5.461 5.895 6.261 6.439 7.096
Teichanlage

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden von Allerheiligen (dem ehemaligen Neubaugebiet A) entstand eine Parkanlage mit einem 4.900 m² großen Teich und Rundwanderwegen. Außerdem gibt es dort einen großen Abenteuerspielplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Buslinien der Stadtwerke Neuss (Linie 841 und 850), die u. a. eine direkte Verbindung an die angrenzenden Neusser Stadtteile Rosellen, Rosellerheide, Norf, Uedesheim bzw. die Neusser Innenstadt ermöglichen, verfügt Allerheiligen seit dem Jahr 2003 über einen S-Bahn-Anschluss. Der S-Bahn-Haltepunkt Neuss-Allerheiligen wird durch einen 10 m hohen Lärmschutzwall von der Siedlung getrennt. Die Linie S11 der S-Bahn Rhein-Ruhr verkehrt auf der Linksniederrheinischen Strecke in der Woche im 20-Minuten-Takt. Sie verbindet den Stadtteil mit dem Nahverkehrsnetz von Neuss, Düsseldorf und Köln. Über die Kreisstraßen K30, K30n und K33 sowie die Landesstraße L380 ist Allerheiligen direkt zu erreichen. Die nächsten Autobahnen sind die A 46 (Ausfahrt Neuss-Uedesheim) und die A 57 (Ausfahrt Neuss-Norf bzw. Dormagen). Mit dem Auto benötigt man in das Zentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf (Rheinturm) etwa 15 Minuten, ins Zentrum von Köln (Dom) etwa 30 Minuten. Den Rhein bei Uedesheim erreicht man mit dem Fahrrad in etwa 15 Minuten.

Sportmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2005 verfügt Allerheiligen über ein Sportzentrum mit einer Dreifachsporthalle und einer Gymnastikhalle. Im Sommer 2013 ist in der Nähe des S-Bahn Haltepunkts ein Skatepark eröffnet worden.

Nahversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerheiligen verfügt u. a. über ein Nahversorgungszentrum mit zwei Supermärkten, einer Apotheke, einem Schreibwarenladen (Post), einer Reinigung, einem Restaurant mit Biergarten und einer Pizzeria.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuss-Allerheiligen bezieht Fernwärme für die Haushalte aus dem im benachbarten Neuss-Uedesheim gelegenen größten Aluminium-Walzwerk der Welt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • St. Peter Schützenbruderschaft
  • St. Martins-Komitee Allerheiligen
  • Ausdauer-Sport-Club ASC Rosellen
  • SV 1930 Rosellen e.V.
  • Heimatverein vormals Reiterverein 1881 Rosellen

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 hat im Stadtteil eine Grundschule ihren Betrieb aufgenommen. Weiterführende Schulen befinden sich u. a. im angrenzenden Stadtteil Neuss-Norf.

Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Allerheiligen befinden sich zurzeit fünf Kindergärten.

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

https://www.neuss.de/wirtschaft/statistiken/downloads/nzswplz_01.01.2016.pdf

  1. [1]