Hausen am Tann

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hausen am Tann
Hausen am Tann
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hausen am Tann hervorgehoben
48.1983333333338.8366666666667745Koordinaten: 48° 12′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Höhe: 745 m ü. NHN
Fläche: 8,49 km²
Einwohner: 480 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72361
Vorwahl: 07436
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 029
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mühlstraße 6
72361 Hausen am Tann
Webpräsenz: www.hausen-am-tann.de/hausen
Bürgermeister: Heiko Lebherz
Lage der Gemeinde Hausen am Tann im Zollernalbkreis
Landkreis Sigmaringen Landkreis Tuttlingen Landkreis Rottweil Landkreis Freudenstadt Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Albstadt Balingen Bisingen Bitz Burladingen Dautmergen Dormettingen Dotternhausen Geislingen (Zollernalbkreis) Grosselfingen Haigerloch Hausen am Tann Hechingen Jungingen Meßstetten Nusplingen Obernheim Rangendingen Ratshausen Rosenfeld Schömberg (Zollernalbkreis) Straßberg (Zollernalbkreis) Weilen unter den Rinnen Winterlingen Zimmern unter der BurgKarte
Über dieses Bild

Hausen am Tann ist eine kleine Gemeinde im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Hausen am Tann liegt im westlichen Vorland der Schwäbischen Alb und wird von der Schlichem durchquert. Es ist umgeben von den Bergen Lochen, Rappenstein, Schafberg, Plettenberg und Wenzelstein.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend):

Hausen am Tann (Ansicht von Osten)
Hausen am Tann mit dem Funkturm auf dem Plettenberg im Hintergrund (Ansicht vom Rappenstein)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Hausen am Tann gehören das Dorf Hausen am Tann und das Gehöft Oberhausen.

Im Gemeindegebiet liegen die Wüstungen Lochenhof, Waldhöfe, Waltershausen, Weiherhausen, Winzeln, Seitenhäuser Häusel und Unnotwirtshaus.[2]

Auf der Gemarkung befinden sich die Burgstellen Burzel und Wenzelstein.

Sagen[Bearbeiten]

Eine Sage berichtet: Nach der Scheinehe der Wilhelmine von Grävenitz im abgelegenen Schloss Oberhausen (heute Gehöft Oberhausen) kehrte sie nach Württemberg zurück.[3] Die Geliebte des Landesvaters wollte auch ihren Einfluss in der Evangelischen Kirche geltend machen. Dies misslang ihr bei dem tief religiösen Superintendenten jedoch. Auf ihre Bitte, man möge sie namentlich ins Gebet in der Evangelischen Kirche in Württemberg aufnehmen, soll sie von Pfarrer Osiander folgende Antwort erhalten habe: "Das ist schon der Fall in jedem Gottesdienst und zwar mit den Worten der siebten Bitte des Vaterunsers (‚Erlöse uns von dem Übel’)". Seine Lohnzahlung (damals auch über landwirtschaftliche Eigenbetriebe) wurde sofort eingestellt. Der Tieringer Pfarrer, welcher die Trauung vorgenommen hatte, verstarb. Eine Tafel zur Scheinehe befindet sich am Trauf Richtung Obernheim. Der Aussichtspunkt ermöglicht freie Sicht von Obernheim zum ehemaligen Schloss Oberhausen (48° 11′ 34,53″ N, 8° 50′ 30,95″ O48.1929258.84193).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Galerie Erich Walz

Sport[Bearbeiten]

  • Skilifte und Langlaufloipen
  • Golfanlage, 9-Loch

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 334.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Max Dreher (* 27. Mai 1886; † 27. November 1967 in Salzburg): Orgelbauer im Land Salzburg
  • Johann Baptist Neher (* 17. August 1828; † 13. August 1873 in Flochberg bei Bopfingen): Ordenspriester
  • Pelagius Sauter (* 10. September 1878; † 23. November 1961 in Brasilien): Ordenspriester und Missionar

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 246–247
  3. Ernst Wintergerst: Scheinehe 1711.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hausen am Tann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien