Dormettingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dormettingen
Dormettingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dormettingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 14′ N, 8° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Höhe: 644 m ü. NHN
Fläche: 6,55 km²
Einwohner: 1039 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72358
Vorwahl: 07427
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 015
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wasenstraße 38
72358 Dormettingen
Webpräsenz: www.dormettingen.de
Bürgermeister: Anton Müller
Lage der Gemeinde Dormettingen im Zollernalbkreis
Landkreis Sigmaringen Landkreis Tuttlingen Landkreis Rottweil Landkreis Freudenstadt Landkreis Tübingen Landkreis Reutlingen Albstadt Balingen Bisingen Bitz Burladingen Dautmergen Dormettingen Dotternhausen Geislingen (Zollernalbkreis) Grosselfingen Haigerloch Hausen am Tann Hechingen Jungingen Meßstetten Nusplingen Obernheim Rangendingen Ratshausen Rosenfeld Schömberg (Zollernalbkreis) Straßberg (Zollernalbkreis) Weilen unter den Rinnen Winterlingen Zimmern unter der BurgKarte
Über dieses Bild

Dormettingen ist eine Gemeinde im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland. Außer dem gleichnamigen Dorf gehören zur Gemeinde Dormettingen keine weiteren Orte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dormettingen liegt über dem Tal der Schlichem, einem rechten Nebenfluss des Neckars, auf der Hochfläche des Kleinen Heubergs.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(im Uhrzeigersinn von Norden; die Gemeinden gehören zum Zollernalbkreis)
Geislingen, Balingen, Dotternhausen, Schömberg und Dautmergen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Dormettingen im Jahr 786. Graf Gerold, Schwager Karls des Großen, schenkte Güter des Ortes Toromoatingen an das Kloster St. Gallen. Im Jahr 793 tauchte der Name Tormuotinga und 1056 Dormutingan auf. Weitere Inhaber von Höfen während dieser Zeit waren das Kloster Reichenau, das Kloster St. Georgen und das Kloster Rottenmünster (jetzt Vinzenz von Paul Hospital) in Rottweil. 1806/07 wurde das Dorf dem württembergischen Oberamt Balingen und 1810 dem Oberamt Spaichingen unterstellt. Zum Oberamt Rottweil kam Dormettingen 1842 und zum Landkreis Balingen schließlich im Jahre 1938.

1944 wurden Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Zuge des „Unternehmens Wüste“ aufgebaut, um im Rahmen des Mineralölsicherungsplans Öl aus Ölschiefer zu gewinnen (siehe auch KZ Bisingen). Bis zu 3.000 Häftlinge mussten unter katastrophalen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten, bei der viele starben. Ein Grab mit Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof erinnert an eine unbekannte Zahl umgekommener KZ-Häftlinge.[2]

Seit der Kreisreform 1973 gehört Dormettingen zum Zollernalbkreis.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1871 1910 1939 1950 1975 1993 2000 2007 2013
Einwohner 597 559 610 722 804 1014 1075 1078 1035 [3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Dautmergen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Schömberg, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg bildet Dormettingen den Gemeindeverwaltungsverband Oberes Schlichemtal.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Amtsinhaber ist seit 1. August 2009 Anton Müller. Er löste Manfred Benkendorf ab, der nach 16 Jahren nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Der Ort liegt nördlich der Bahnstrecke Balingen–Rottweil. An Sonn- und Feiertagen besteht von der Haltestelle Dotternhausen-Dormettingen mit dem Radwandershuttle Bahnanschluss über Balingen nach Tübingen.

Dormettingen liegt zwei Kilometer nördlich der Bundesstraße 27, die direkt nach Balingen im Norden und Rottweil im Süden führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 31, ISBN 3-89331-208-0
  3. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 31.12.2014 (4. Quartal), (XLS-Datei)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dormettingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien