Dautmergen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dautmergen
Dautmergen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dautmergen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Zollernalbkreis
Höhe: 608 m ü. NHN
Fläche: 4,54 km2
Einwohner: 415 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72356
Vorwahl: 07427
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 17
72356 Dautmergen
Webpräsenz: www.gemeinde-dautmergen.de
Bürgermeister: Hans Joachim Lippus
Lage der Gemeinde Dautmergen im Zollernalbkreis
Landkreis SigmaringenLandkreis TuttlingenLandkreis RottweilLandkreis FreudenstadtLandkreis TübingenLandkreis ReutlingenAlbstadtBalingenBisingenBitzBurladingenDautmergenDormettingenDotternhausenGeislingen (Zollernalbkreis)GrosselfingenHaigerlochHausen am TannHechingenJungingenMeßstettenNusplingenObernheimRangendingenRatshausenRosenfeldSchömberg (Zollernalbkreis)Straßberg (Zollernalbkreis)Weilen unter den RinnenWinterlingenZimmern unter der BurgKarte
Über dieses Bild

Dautmergen ist eine Gemeinde im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland. Außer dem gleichnamigen Dorf gehören zur Gemeinde Dautmergen keine weiteren Orte. Dautmergen ist nach Einwohnern die kleinste Gemeinde im Zollernalbkreis.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dautmergen liegt im westlichen Vorland der Schwäbischen Alb. Oberhalb des Ortes liegt die Schömberger Schlichemtalsperre. Durch die Gemeinde fließt die Schlichem.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind (beginnend im Norden):
Geislingen, Dormettingen, Schömberg, Zimmern unter der Burg, Rosenfeld

Historische Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schlichemtal lag vermutlich ein Juchhausen bezeichneter Ort, der 793 als Juchhusa erstmals Erwähnung findet und wahrscheinlich im 13. Jahrhundert abgegangen ist.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Dautmergen gebrochene Hartkohle wurde zum Schmuckstein poliert in Silber eingelassen als Gagat gehandelt.[4] Bereits in der Hallstattzeit waren Gagatarmbänder in Dautmergen gebräuchlich.[5]

Unternehmen Wüste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1944 wurden Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Zuge des „Unternehmens Wüste“ aufgebaut, um im Rahmen des Mineralölsicherungsplans Öl aus Ölschiefer zu gewinnen (siehe auch KZ Bisingen). Der im Herbst 1944 als Lagerkommandant in Dautmergen abgeordnete Feldwebel Erwin Dold war der einzige KZ-Lagerkommandant, der nach dem Zweiten Weltkrieg wegen erwiesener Unschuld freigesprochen wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit Dormettingen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Schömberg, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg bildet Dautmergen den Gemeindeverwaltungsverband Oberes Schlichemtal.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wahl 2014 hat der Gemeinderat 8 Mitglieder.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühgotische katholische Pfarrkirche

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 334.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erwin Dold (1919–2012) Feldwebel und Lagerkommandant, der einzige KZ-Kommandant, der nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs angeklagt und freigesprochen wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. http://www.gemeinde-dautmergen.de/gemeinde/buergermeister/
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 244–245
  4. Bestand B40 Bü1240 auf Landesarchiv-BW.de
  5. Siegfried Kurz: Bestattungsbräuche in der westlichen Hallstattkultur. S. 171.
  6. http://www.gemeinde-dautmergen.de/gemeinde/rathaus/gemeinderat/

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dautmergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dautmergen – in der Beschreibung des Oberamts Rottweil von 1875