Hergensweiler

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hergensweiler
Hergensweiler
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hergensweiler hervorgehoben
Koordinaten: 47° 37′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Sigmarszell
Höhe: 526 m ü. NHN
Fläche: 12,08 km2
Einwohner: 1860 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km2
Postleitzahl: 88138
Vorwahl: 08388
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 115
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friedhofweg 7
88138 Hergensweiler
Webpräsenz: www.hergensweiler.de
Bürgermeister: Wolfgang Strohmaier
Lage der Gemeinde Hergensweiler im Landkreis Lindau (Bodensee)
Baden-WürttembergÖsterreichSchweizLandkreis OberallgäuBodolzGestratzGrünenbachHeimenkirchHergatzHergensweilerLindau (Bodensee)Lindenberg im AllgäuMaierhöfenNonnenhornOberreuteOpfenbachRöthenbach (Allgäu)ScheideggSigmarszellStiefenhofenWasserburg (Bodensee)Weiler-SimmerbergWeißensbergBodenseeKarte
Über dieses Bild
Hergensweiler von Südwesten

Hergensweiler (westallgäuerisch Hergenschwilar) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Sigmarszell.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hergensweiler liegt in der Region Allgäu bzw. Westallgäu. Hergensweiler ist die schmalste Gemeinde Bayerns mit nur zwei Kilometern Breite.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hergatz
Wangen im Allgäu Nachbargemeinden Opfenbach
Weißensberg Sigmarszell

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mollenberg
  • Oberholz
  • Obernützenbrugg
  • Unternützenbrugg
  • Degermoos
  • Miezlings
  • Wolfgangsberg
  • Hagers
  • Rupolz
  • Scheidenweiler
  • Schillers
  • Altis
  • Stockenweiler
  • Volklings

Es existiert nur die Gemarkung Hergensweiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hergensweiler wurde, wie einige benachbarte Gemeinden, um das Jahr 800 n. Chr. gegründet. Den ersten steinernen Kirchbau weihte der Konstanzer Bischof Gebhard III. am 5. Oktober 1108.[2]

Der Ort war ein Amt der Freien Reichsstadt Lindau und wurde im Reichsdeputationshauptschluss 1803 den Fürsten von Bretzenheim als ein Teil des neugebildeten Fürstentums Lindau zugesprochen. Diese vertauschten es 1804 an Österreich, welches es 1805 an Bayern abtreten musste. Kirchlich gehörte das Dorf bis zur Säkularisation zum Kloster Weingarten.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1098 Einwohner
  • 1987: 1391 Einwohner
  • 1991: 1466 Einwohner
  • 1995: 1499 Einwohner
  • 2000: 1660 Einwohner
  • 2005: 1757 Einwohner
  • 2010: 1759 Einwohner
  • 2015: 1860 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Wolfgang Strohmaier (Gemeinschaftsliste), er wurde im März 2014 mit 74, 9 % der Stimmen gewählt.[3]

Im Januar 2011 erlebte Hergensweiler eine „Regierungskrise“, die schon seit mehreren Monaten schwelte. Die Mehrheit der Gemeinderäte forderte Strohmaiers Vorgänger Betz zum Rücktritt auf, Betz jedoch lehnte öffentlich auf Anraten des Landratsamtes ab.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hergensweiler Wappen zeigt in Silber eine breite, dreilatzige rote Fahne mit goldenen Fransen, darüber nebeneinander zwei grüne Lindenblätter, darunter eine rote heraldische Lilie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Ambrosius
Pfarrkirche St. Ambrosius
  • Antoniuskapelle
  • Heimatmuseum mit einer umfangreichen Sammlung zur religiösen Volkskunst[5]
  • Kath. Pfarrkirche St. Ambrosius mit einem Altar des Wessobrunners Franz Schmuzer sowie Deckengemälde und Ölbergszene an der Außenfassade von Gebhard Fugel
  • Naturschutzgebiet Stockenweiler Weiher
  • Wanderwege rund um die Leiblach
  • Hergensweiler Fest (alljährlich am ersten Augustwochenende); entstammend dem Bruderschaftsfest, das seit Jahrhunderten in Hergensweiler (erste Hinweise darauf 1712) gefeiert wird. Diese Rosenkranzbruderschaft besteht bis heute.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 16, im produzierenden Gewerbe 310 und im Bereich Handel und Verkehr 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 37 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 517. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 40 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 640 ha, davon waren 629 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 49 Kindern und ein Verein im „Netz für Kinder“ mit Kinderbetreuung von drei bis sechs Jahren mit 15 Kindern (Elterninitiative)
  • eine Volksschule mit fünf Lehrern und 103 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hergensweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Schwäbische.de, 1. Oktober 2010
  3. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  4. Gemeinderäte legen Betz Rücktritt nahe
  5. Heimatmuseum Hergensweiler