Itter (Tirol)

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Itter
Wappen von Itter
Itter (Tirol) (Österreich)
Itter (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 10,44 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 12° 9′ OKoordinaten: 47° 28′ 14″ N, 12° 8′ 38″ O
Höhe: 703 m ü. A.
Einwohner: 1.162 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 6305
Vorwahl: 05335
Gemeindekennziffer: 7 04 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 1
6305 Itter
Website: www.itter.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Kahn (Ländliches Itter)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
7 Bürgermeisterliste für Arbeiter, Angestellte, Wirtschaft und Tourismus – AAWT,
5 Ländliches Itter – Bürgermeister Josef Kahn,
1 Unabhängige Bürgerliste Itter
Lage der Gemeinde Itter im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Itter (Tirol) im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Itter
Blick auf Itter
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Itter ist eine Gemeinde mit 1162 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Kitzbühel, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itter liegt auf einer Terrasse über dem Mühltal und dem Brixental. Die Besiedlung erstreckt sich über mehrere Weiler und Streusiedlungen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itter besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchbichl (Bez. Kufstein) Söll (Bez. Kufstein)
Wörgl (Bez. Kufstein) Nachbargemeinden
Hopfgarten im Brixental

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkern

Das heutige Gemeindegebiet war bereits um 1500 v. Chr. besiedelt. Archäologische Funde beweisen, dass sich die Siedlungsgeschichte bis zu den Römern hinzog.

Im Jahre 902 kam das Brixental und auch Itter an das Bistum Regensburg, welches die Rapotonen als Vögte einsetzte. Schon zu dieser Zeit gab es eine Burg in Itter. Der Ort wurde 1241 erstmals urkundlich erwähnt, als zwischen der Vogt Pfalzgraf Rapoto II. auf seine Ansprüche verzichtete, die er vom Bistum Regensburg erhalten hatte. Seit dem 14. Jahrhundert befindet sich auf der Burg ein Richter und Pfleger. Zusammen mit dem Territorium wurden sie 1380 von Konrad von Regensburg an Erzbischof Pilgrim von Salzburg verkauft.

Während der Regierungszeit von Kaiser Maximilian wurde dem Erzbistum Salzburg die Hohe Gerichtsbarkeit über die tirolerischen Besitzungen verkauft. Somit hatte der Richter von Itter die Blutgerichtsbarkeit wieder in seinen Händen. Das Dorf Itter bildete selbst einen Burgfrieden. Dessen Abgaben bestanden vor allem in Dienstleistungen zugunsten der Festung.

Im 17. Jahrhundert legte man die Ämter des Pflegers und des Gerichtes zusammen, wodurch sich die Bezeichnung auf „Pflegegericht“ änderte und es nach Hopfgarten verlegt wurde.

1805 fiel Itter an Österreich. Das Wiener Traktat von 1809 brachte Itter an Bayern. 1816 kam Itter wieder zu Österreich und wurde schlussendlich mit Tirol vereinigt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche
Innenansicht der Pfarrkirche

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Itter lebt heute vor allem vom zweisaisonalen Tourismus sowie von Landwirtschaft und Kleingewerbe. Die Gemeinde liegt im größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs, dem Skiverbund „SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental“.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Itter von Süden her gesehen
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Itter
  • Pfarrkirche Itter, 1762–1764 erbaut, in der Vorhalle der Altar der einstigen Burgkapelle
  • Das Schloss Itter diente als Burg im Mittelalter zur Überwachung des Brixentals und verfiel ab dem 18. Jahrhundert. Ende des 19. Jahrhunderts wiederaufgebaut, war es im Zweiten Weltkrieg eine Außenstelle des KZ Dachau auch für prominente politische Gefangene, die bei der Schlacht um Schloss Itter am 5. Mai 1945 befreit wurden. Heute ist es in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.
  • Die Wallfahrts-Kapelle auf der Kraftalm in 1.355 m Seehöhe wurde am 25. September 1983 vom damaligen Salzburger Erzbischof Karl Berg feierlich eingeweiht und ist den Schutzheiligen der Milchwirtschaft (Heiliger Lucio, Heiliger Theodul und Heiliger Fridolin) geweiht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Ager (* 1949), österreichischer Politiker, ehemaliger Präsident des Bundesrates

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Itter, Tyrol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle Tourismusverbände im Überblick. SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental, abgerufen am 6. Mai 2014.