Klagenfurter Schnellstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/AT-S
Schnellstraße S37 in Österreich
Klagenfurter Schnellstraße
Klagenfurter Schnellstraße
Karte
Verlauf der S 37
 In Betrieb       In Planung
Basisdaten
Betreiber: ASFINAG
Gesamtlänge: 66 km
  davon in Betrieb: 18 km
  davon in Planung: 48 km

Bundesland:

S37 bei Maria Saal
Straßenverlauf
Land Steiermark
(0)  Scheifling S36, B96
(13)  Neumarkt B92
Land Kärnten
(25)  Friesach-Nord
(27)  Friesach
Metnitz
(29)  Friesach-Süd
(31)  Micheldorf
(33)  Hirt
(270)  Weitensfeld / Gurk / Straßburg B93
Metnitz
Rudolfsbahn
Gurk
(273)  Mölbling / Althofen
Gurk
(276)  Althofen
Gurk
(277)  Dürnfeld
(278)  Kappel am Krappfeld
(281)  St. Georgen
Glan
(283)  St. Veit-Nord B94, B317
Glan
(285)  Symbol: Links Parkplatz Hunnenbrunnen
(285)  Symbol: Rechts Parkplatz Hunnenbrunnen
Rudolfsbahn
(286)  St. Veit-Mitte, Brückl B82
(289)  St. Veit-Süd, Glandorf
Rosentalbahn
(290)  St. Veit-Industriegebiet
(294)  Symbol: Links Parkplatz Zollfeld
(295)  Hörzendorf
(297)  Maria Saal
(299)  Klagenfurt-Annabichl / Karnburg
Glan
(302)  Klagenfurt-Nord A2 E66, B83 B95
  • In Bau
  • In Planung
  • Section Control
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Die Klagenfurter Schnellstraße S 37 ist eine Schnellstraße zwischen Klagenfurt und St. Veit an der Glan in Kärnten. Sie soll im Endausbau bis nach Scheifling in die Steiermark verlängert werden und in Verbindung mit der Semmering Schnellstraße S 6 und der Murtal Schnellstraße S 36 eine Alternativverbindung zur Süd Autobahn A 2 von Wien nach Klagenfurt darstellen. Bis zur Fertigstellung wird der Verkehr zwischen St. Veit und Scheifling von der Friesacher Straße B 317 aufgenommen.

    Die S 37 steht straßenverkehrsrechtlich im Rang einer Autostraße und ist vignetten- bzw. mautpflichtig. Der Betrieb und die Instandhaltung erfolgen durch die staatliche Autobahnbetreibergesellschaft ASFINAG.

    Regelquerschnitt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Klagenfurt-Nord – Karnburg: 1+1
    • Karnburg – Maria Saal: 2+1
    • Maria Saal – St. Veit-Nord: 2+2

    Geplanter Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die S 37 soll bei Scheifling als direkte Verlängerung der Murtal Schnellstraße S 36 beginnen und, in der Steiermark in Form einer neuen Trasse, in Kärnten größtenteils dem Verlauf der Friesacher Straße B 317 folgend, über Friesach, Althofen und Sankt Veit an der Glan nach Klagenfurt führen. Dort soll sie am Knoten Klagenfurt-Nord, der derzeit als Anschlussstelle mit Ampelkreuzungen ausgeführt ist, in die Süd Autobahn A 2 einmünden.

    Motivation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Aufnahme der ehemaligen Bundesstraße 317 als Schnellstraße in das Bundesstraßengesetz wurde unter anderem durch den hohen LKW-Mautfluchtverkehr nötig. Seit Einführung der Lkw-Maut fahren vermehrt Lastwagen auf der Strecke S 6–S 36–B 317 von Wien nach Klagenfurt, da auf der B 317 im Gegensatz zur Alternativstrecke über die A 2 keine Maut zu zahlen ist. Zur Eindämmung des LKW-Verkehrs wurde ab 17. Juli 2006 ein generelles LKW-Fahrverbot zwischen Dürnstein (Landesgrenze Kärnten-Steiermark) und Scheifling verhängt. Davon ausgenommen ist der Ziel- und Quellverkehr der Bezirke entlang der B 317 und einiger angrenzender Bezirke.

    Wandlung zur Schnellstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die 17,7 km lange Strecke zwischen Klagenfurt und Sankt Veit wurde ab 1. Jänner 2007 als S 37 Klagenfurter Schnellstraße geführt,[1] und damit als Bundesstraße vignetten- und LKW-mautpflichtig. Auf möglichen Ausweichstrecken gibt es ein Fahrverbot für LKW, um Ausweichverkehr zu verhindern.

    Die S 37 wurde in den Medien im Zusammenhang mit schweren Unfällen auch schon einmal als Todesstrecke bezeichnet. Tatsächlich kam es auf der Klagenfurter Schnellstraße bereits zu schweren Unfällen. Deshalb wird von einigen Kärntner Politikern auf den raschen Ausbau der Schnellstraße gedrängt.

    Widerstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mit Errichtung der S 37 würde eine zusätzliche durchgehende Straßenverbindung von Nord- und Ostösterreich über den Semmering, das Murtal und Friesach nach Kärnten und weiter nach Italien und Slowenien geschaffen. Da die Verbindung von Wien nach Klagenfurt über die S 37 um ca. 30 km kürzer wäre als die derzeitige Verbindung über die Pack, Graz und den Wechsel, und außerdem weniger Steigungen aufweisen würde, ist mit einer Verlagerung des LKW-Verkehrs von der Süd Autobahn auf die S 37 zu rechnen.

    Aus diesen Gründen gibt es auch Widerstand gegen die Ausbaupläne, da dadurch eine neue Transitstrecke entstehen könnte. Bürgerinitiativen wie S37 Nein Danke wehren sich gegen den Bau der Straße.[2] Zusätzliche Probleme könnte es für den Straßenbau durch die Sichtung des seltenen Wachtelkönigs geben[3], der bereits den Bau der Bodensee Schnellstraße[4] und den Ausbau der Ennstal Straße verzögert.

    Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im März 2012 wurde von der ASFINAG bekanntgegeben, dass der Ausbau der S 37 aus wirtschaftlichen Gründen auf Eis gelegt wurde, doch im Oktober 2012 präsentierten die ASFINAG und das Land Kärnten die Pläne für den Ausbau der Schnellstraße auf einer Länge von 4,5 km. Im Bereich von Zwischenwässern soll die S 37 vierspurig (22,5 m breit) und mit einer Mitteltrennung ausgebaut werden. Nach mehrjähriger Planung entschied man sich für eine Trasse parallel zur Bahn, nicht zuletzt aus Kostengründen wurde eine Tunnelvariante verworfen. 2017 soll dieses Teilstück fertiggestellt sein[veraltet].[5]

    Im November 2013 wurde berichtet, dass die nicht ausgebaute Bestandsstrecke von Maria Saal bis Sankt Veit Nord von momentan 12,5 m Breite auf 17–17,5 m Breite mit baulicher Trennung der Richtungsfahrbahnen durch Beton-Leitwände v. a. zur Erhöhung der Verkehrssicherheit adaptiert werden soll. Die Bauarbeiten dazu sollen 2015 beginnen und ca. 50 Mio. Euro kosten. Die Ausbaustrecke ist insgesamt ca. 18 km lang und soll bis 2020 fertiggestellt werden.[6] Nach dem derzeitigen Stand (Anfang Juli 2018), ist es nicht absehbar, wann mit Sicherheitsausbau der S37 begonnen werden kann. Seit 2016 ist das Verfahren beim Verwaltungsgerichtshof anhängig ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung für den Sicherheitsausbau benötigt wird, die laut Projektgegner erforderlich ist. Im Budget der Asfinag für die nächsten sechs Jahre sind die Kosten für den Ausbau – in der Höhe von 82 Millionen Euro – weiterhin eingeplant[7]

    Der Ausbau im weiteren Streckenverlauf der Friesacher Straße B 317 ist zumindest vorläufig kein Thema mehr.[8][9]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Ktn. LGBl. Nr. 1/2007 (online, ris.bka).
    2. Nein Danke (Memento des Originals vom 22. Mai 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/systemstatic.info, abgerufen am 3. März 2010.
    3. Kleine Zeitung: Der Wachtelkönig erobert die nächste Trasse, 24. September 2008
    4. ORF: Bericht des ORF zur Bodensee Schnellstraße@1@2Vorlage:Toter Link/vorarlberg.orf.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , 3. Juli 2006
    5. S37-Ausbau um 86 Millionen Euro. In: kaernten.orf.at. 4. Oktober 2012, abgerufen am 2. November 2018.
    6. S 37 Klagenfurter Schnellstraße Sicherheitsausbau und Sanierungen St. Veit Nord - Klagenfurt Nord (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)
    7. Warten auf Ausbau der Schnellstraße. In: kaernten.orf.at. 3. Juli 2018, abgerufen am 2. November 2018.
    8. S 37: Vollausbau endgültig passé (Memento vom 13. Januar 2014 im Internet Archive)
    9. S37: Ausbau startet 2015, Maut bleibt

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: Klagenfurter Schnellstraße S37 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien